Friesenpartie des Jahres


Gewinner: 1 Partie

[Event "QT BEM 2026"] [White "Mankel,Luca"] [Black "Bolk,Matthias"] [Site ""] [Round "8"] [Annotator "Mankel, Luca"] [Result "1-0"] [Date "2026.04.11"] [WhiteElo "2077"] [BlackElo "1994"] [PlyCount "75"] 1. d4 {In der Analyse meines Gegners ist mir ein interessantes Muster aufgefallen. Wenn ich mit 1. e4 eröffne, reagiert er sehr flexibel und spielt wahlweise die Aljechin-Verteidigung, die Moderne Verteidigung oder auch Sizilianisch. Auf 1. d4 hingegen agiert er äußerst vorhersehbar: Er greift konsequent zu 1. … g6 und strebt danach immer den gleichen Aufbau mit …Lg7, gefolgt von …Sc6 und …e5 an. Diese starke Vorliebe für sein System kann ich mir taktisch wunderbar zunutze machen. Mein Plan sieht daher wie folgt aus: Ich eröffne die Partie mit 1. d4. Um in seinem gewohnten Setup zu bleiben, wird mein Gegner fast zwangsläufig mit 1. … g6 antworten. Genau an diesem Punkt setze ich mit 2. e4 fort. Durch diese simple, aber effektive Zugumstellung lenke ich die Partie direkt in die Moderne Verteidigung über. Der große strategische Vorteil für mich: Ich nehme ihm von vornherein die Möglichkeit, seine Sizilianisch- oder Aljechin-Varianten aufs Brett zu bringen. So diktiere ich die Eröffnung und erspare mir das mühsame Vorbereiten auf all seine anderen Antworten auf 1. e4.} g6 2. e4 Bg7 3. Nf3 d6 4. Bd3 Nd7 5. O-O e6 {Trotz meiner gezielten Zugumstellung hielt mein Gegner eine kleine Überraschung für mich bereit: Er wählte den Hippopotamus-Aufbau (Hippo-System). Obwohl ich diese spezifische und oft sehr zähe Aufstellung nicht direkt auf dem Radar hatte, ließ ich mich davon nicht aus der Ruhe bringen. Ich vertraute stattdessen auf mein Konzept und folgte konsequent dem strategischen Plan, den ich mir prinzipiell gegen derartige abwartende Aufbauten zurechtgelegt hatte. Durch seine Wahl verließ die Partie recht früh das Terrain meiner spezifischen Eröffnungsvorbereitung. Ab diesem Moment zählten keine auswendig gelernten Theorievarianten mehr – es kam nun voll und ganz auf solides Schachverständnis, gesunde Prinzipien und strategisches Grundwissen an.} 6. Re1 Ne7 7. c3 b6 8. a4 a6 9. Nbd2 O-O 10. Nf1 Bb7 11. Be3 h6 12. Qd2 Kh7 {Nachdem mein Gegner seine Hippo-Aufstellung vollständig auf dem Brett vollendet hatte, begann die strategisch entscheidende Phase der Partie. Die große Herausforderung bei diesem Konstrukt ist seine extreme Flexibilität: Schwarz lauert abwartend und behält sich potenziell gleich vier verschiedene Hebel – ...c5, ...d5, ...e5 oder ...f5 – als gefährliche Befreiungsschläge vor. Oberste Priorität hatte für mich daher absolute Prävention: Ich musste einen Weg finden, seine Stellung zu knacken, ohne ihm durch einen dieser Vorstöße dynamisches Gegenspiel einzuräumen. Um das System aufzubrechen und ihn aus der Reserve zu locken, griff ich auf eine mir bekannte, aggressive Idee zurück: den Flankenangriff mit h4. Von nun an war scharfes und absolut präzises Rechnen gefragt, um die Angriffsinitiative aufrechtzuerhalten und nicht in einen Konter zu laufen. Im Zuge dieser forcierten Abwicklung traf ich eine strategisch schwere, aber am Ende goldrichtige Entscheidung: Ich willigte ein, mich von meinem geliebten Läuferpaar zu trennen. Dieser positionelle Kompromiss zahlte sich jedoch hervorragend aus, denn im Gegenzug erlangte ich eine geradezu überwältigende, positionelle Kontrolle über das gesamte Brett und erstickte jede seiner potenziellen Ausbruchsideen im Keim.} 13. h4 Nf6 {[%cal Gf6e4,Gb7e4] e4 ist angegriffen, daher keine Zeit Platz für den Läufer auf e3 machen um das bevorstehende Sg4 abzuwheren.} (13... f5 {Hier eine Beispielvariante um zu zeigen wie schnell das Brett hier bennen kann.} 14. Bg5 $3 hxg5 $4 15. Nxg5+ Kh8 16. Nxe6 Qe8 17. exf5 gxf5 18. Nxg7 Kxg7 19. Qg5+ Kf7 20. Bxf5 $18 )14. Ng3 Ng4 15. h5 e5 16. a5 {Nun begann die Phase, die in meinen Augen den absoluten ästhetischen Höhepunkt dieser Partie darstellt. Es entfaltete sich ein strategisches Szenario, das man in der Praxis in dieser Reinheit nur sehr selten zu Gesicht bekommt: Es gelang mir, das Spielgeschehen über das gesamte Brett zu diktieren und den Druck simultan an beiden Flügeln sowie im Zentrum aufzubauen. Ein solches "totales Schach" erfordert enorme Übersicht und ist oft schwer fehlerfrei auf dem Brett umzusetzen. Doch meine Intuition und meine Berechnungen haben mich nicht getäuscht: Die nachträgliche Engine-Analyse hat mein Vorgehen eindrucksvoll bestätigt. Jeder Vorstoß und jedes Manöver auf diesen drei Schauplätzen hielt den unbestechlichen Berechnungen des Computers stand und bewies, dass diese weitreichende Kontrolle positionell absolut gerechtfertigt war.} Nxe3 17. Qxe3 b5 18. Rad1 {Während meine weißen Figuren sich über eine vollständige und harmonische Entwicklung erfreuten, zeigten sich beim Gegner die fatalen Schattenseiten seiner abwartenden Spielweise. Schwarz krankte massiv an einem spürbaren Entwicklungsrückstand und einer eklatant fehlenden Koordination seiner Streitkräfte. Die Auswirkungen dieser positionellen Dominanz waren für ihn verheerend. Besonders seine Schwerfiguren – die Türme und die Dame – waren de facto zur Arbeitslosigkeit verdammt. Eingesperrt durch den eigenen Aufbau, ohne Raum und ohne Aussicht auf aktive Linien oder Diagonalen, fanden sie in der Folge schlichtweg keinen Platz mehr am Spielgeschehen. Es war ein Paradebeispiel dafür, wie man den Gegner rein positionell auf dem Brett erstickt, lange bevor der eigentliche taktische Todesstoß fällt.} Qc8 19. dxe5 (19. b4 {war auch möglich um weiter an der Umklammerung des Gegners zu arbeiten, ich ging nun zu konreten Maßnahmen über.} c5 $4 {dieser Befreiungsschlag verliert leider sofort.} 20. bxc5 dxc5 21. Nxe5 )dxe5 20. Bc2 {[%cal Gc2b3,Gb3f7] meine passivste Figur wird auf die großartige Diagonale a2-g8 überführt.} c5 $2 {versucht Lb3 zu verhindern, aber öffnet weitere Angriffswege, nun werden die Türme über die schwarze Stellung herfallen.} (20... Qe6 {war absolut nötig um nicht sofort in gewaltigen Nachteil zu gelangen.} 21. Nd2 {war geplant um auf Lb3 zu beharren.} Rad8 22. Bb3 Qc8 {zumindest der Turm kommt aus der Ecke, auch wenn Weiß weiter dominant steht.} 23. Qc5 Nc6 24. Qa3 Bf6 25. Bd5 )21. Rd6 Qg4 {Verzweiflungsangriff.} 22. Nh2 Qh4 23. Nf3 Qg4 {Da die Zeit knapp wurde, gelangte ich so näher an die Zeitkontrolle.} 24. Nh2 Qh4 25. Qxc5 {calling the bluff.} Rae8 26. Nf3 Qg4 27. Nh2 Qh4 28. Bb3 gxh5 {Dies verkürzt nur sein Leiden, Lc8 wäre etwas wiederstandsfähiger gewesen.} 29. Rd7 Bc8 30. Nf3 Qf6 31. Rd6 {Die schwarzen Figuren werden nur umher gescheucht und haben kaum Felder.} Qf4 (31... Be6 {die Alternative war nicht besser.} 32. Nxh5 Qg6 33. Nxg7 Qxg7 34. Bxe6 fxe6 35. Qxe5 )32. Nxh5 Qg4 33. Nxg7 Rg8 {netter Trick, aber jetzt zeigte sich meine hervorragende Berechnung in dieser Partie.} 34. Nxe5 Qxg7 35. g3 $1 h5 36. Nxf7 Qg4 $4 (36... Nf5 {während der Partie dachte ich, dies wäre noch ein netter Versuch gewesen.} 37. Re3 $3 {Dies war mein Plan, wenn schon ein Turm hängt, kann man auch den zweiten noch zum Fraß anbieten, deckt den Turm, verhindert Einschläge auf g3 und beide Türme sind Tabu aufgrund des Matts nach Dxh5+ Dies wäre mein präferriertes Ende der Partie gewesen.} (37. exf5 $4 Rxe1+ 38. Kh2 Bb7 {[%cal Gb7h1,Ge1h1] Hier hat Weiß Glück, dass er überhaupt noch Remis halten kann.} 39. Bd5 Qxf7 {nutzt die Mattdrohung und entstehende Fesslung.} 40. Qe3 {[%cal Ge1e3,Gd5f7] lenkt den Turm unter Damenopfer ab, um die schwarze Dame zu schlagen.} Rxe3 41. Bxf7 Re1 42. Bxg8+ Kxg8 43. g4 hxg4 44. Kg3 Bf3 45. Rxa6 $11 {diese Stellung ist wahrscheinlich von keiner Partei zu gewinnen.} )Rxe4 {dies hielt ich noch für eine interessante Möglichkeit.} 38. Rxe4 Nxg3 39. Ng5+ {kauft sich das notwendige Tempo, zwei Desperadospringer auf einmal.} (39. fxg3 $4 {Es ist nie zu spät eine Partie noch einzustellen.} Qxg3+ 40. Kf1 Qg2+ 41. Ke1 Qxe4+ 42. Kd2 Rg2+ 43. Kc1 Bf5 {nur äußerste Präzision rettet Weiß.} 44. Ng5+ Rxg5 {der Turm muss in die Fesslung gelockt werden.} 45. Rd7+ Bxd7 46. Qxg5 $11 )Qxg5 40. Qxg5 Rxg5 41. fxg3 $18 )37. Rh6+ Kg7 38. Qxh5 {Fazit: Eine perfekte Partie von mir, auch unter den Augen des Computers, was durchaus selten passiert in einer so reichhaltigen Partie. Schade nur, dass mir das schöne Ende verwehrt wurde, daher nur als Variante enthalten. Hoffentlich hat jeder was mitgenommen wie man dieses vor allem im Blitzschach beliebte System knacken kann. Luca Mankel 14.04.2026} 1-0

Gewinner: Uwe Sabrowski

[Event "BMM 2526 SK1.1 Friesen 2 - Eckbauer 1"] [White "Ferenc Toth"] [Black "Uwe Sabrowski"] [Site ""] [Round "3.1"] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2025.11.23"] [WhiteElo "1877"] [BlackElo "1977"] [PlyCount "36"] 1. e4 c5 2. b4 cxb4 3. a3 bxa3 4. Bxa3 Nc6 5. d4 d6 6. c3 Nf6 7. Bd3 g6 8. f4 Bh6 9. Ne2 Ng4 (9... O-O 10. O-O Bg4 11. Kh1 d5 12. Nd2 { ist wohl ausgeglichen, trotz des Freibauern am Damenflügel} )(9... Nh5 10. Bc1 Bg4 11. O-O O-O 12. f5 Bxc1 13. Qxc1 e5 { ist durch den Freibauern etwas besser für Schwarz} )10. Bc1 e5 { verschärft die Lage auf dem Brett in den taktischen Bereich} (10... O-O 11. O-O Bg7 12. h3 Nf6 13. Be3 e6 14. Nd2 Rb8 $11 )11. O-O exd4 12. cxd4 Bg7 13. h3 h5 $6 {lässt das Maschinchen lächeln, aber wir sind im Menschenschach und da spielt die Psyche schon mit} 14. hxg4 hxg4 15. g3 $2 { und schon steht das Gegenspiel an} (15. Qe1 Nxd4 16. Ra3 d5 17. Nxd4 Bxd4+ 18. Be3 Bxe3+ 19. Qxe3 Qh4 20. f5 {hätte wohl ausgereicht für Weiß} )Nxd4 16. Nxd4 Bxd4+ 17. Kg2 Qf6 $1 {war ein Zug mit zwei Ideen} (17... Bxa1 18. Qa4+ Bd7 19. Qxa1 {war wohl die weiße Berechnung} )(17... Ke7 18. Rh1 Rxh1 19. Qxh1 Bxa1 {war Teil unserer Analyse beim Italiener durch Luca} )18. e5 $2 { eine Idee entschärft, aber die andere nicht} Rh2+ 0-1 [Event "BMM"] [White "Andrei Sterin"] [Black "Klaus Kapr"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2025.11.09"] [PlyCount "48"] 1. e4 Nc6 2. d4 d5 3. e5 Bf5 4. Nf3 e6 5. Be2 Nge7 ({Besser ist} 5... Nb4 6. Na3 Nc6 7. O-O Bxa3 )({oder der übliche Vorstoß} 5... f6 )6. O-O Ng6 (6... f6 )7. Be3 Be7 (7... f6 )8. Nbd2 f6 9. exf6 Bxf6 10. Nb3 O-O 11. c4 Nb4 (11... dxc4 12. Bxc4 b6 13. Qe2 Nb4 14. Rad1 Nd5 )12. Ne1 dxc4 13. Bxc4 Nd5 (13... b6 )14. g4 {Meine Sorgen um den Lf5 sind real. Aber die Schwächung g4 gibt mir Gegenchancen.} Be4 15. Nc5 Nxe3 16. Bxe6+ Kh8 17. fxe3 Bd5 18. e4 {Weiß übertreibt es. Mein Plan ist es nun nach reiflicher Überlegung, durch Figurenopfer einen Königsangriff einzuleiten. Im Ergebnis hole ich das geopferte Material zurück und bleibe mit einer aktiven Figurenstellung gut aufgestellt.} Bxe4 (18... Bc6 )19. Nxe4 Bxd4+ 20. Nf2 Nf4 21. Qb3 Qh4 22. Nf3 {Der Textzug verliert rasch, aber alles andere geht etwas langsamer in dieselbe Richtung.} (22. Bf5 Nh3+ 23. Kg2 Nxf2 24. Qg3 Qxg3+ 25. hxg3 g6 26. Nd3 gxf5 27. Nxf2 fxg4 28. Nxg4 Bxb2 )(22. Ned3 Nxd3 23. Qxd3 Rxf2 24. Rxf2 Qxf2+ 25. Kh1 Rf8 26. Bc4 Bxb2 27. Rb1 Be5 28. Qe2 Qc5 29. Re1 Bxh2 30. Rf1 Bf4 31. Kg2 )(22. Kh1 Nxe6 23. Nf3 Rxf3 24. Qxf3 Rf8 25. Qe2 Rxf2 26. Rxf2 Qxf2 27. Re1 Qf6 28. Rf1 Qg6 )Qh3 23. Ne1 Ne2+ 24. Kh1 Qxf1# {Hoch lebe der Königsangriff, er ist wohl die Königsdisziplin im Schach.} 0-1 [Event ""] [White "Unterhaus"] [Black "Oberhaus"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "lmank"] [Result "0-1"] [Date "2025.09.18"] [PlyCount "52"] {Am Donnerstagvormittag wurde eine spannende Beratungspartie ausgetragen. Dabei trat das Unterhaus – bestehend aus Uwe, Georg, Stefan und Andre – mit den weißen Steinen gegen das Oberhaus – vertreten durch Thomas, Lutz, Klaus, Luca und Wolle – an. Die Teambezeichnungen bezogen sich dabei nicht auf die Spielstärke, sondern auf die Schlafplätze: Das Unterhaus nächtigte im Erdgeschoss, das Oberhaus in der ersten Etage. Gespielt wurde mit einer Bedenkzeit von 1 Stunde pro Team für 30 Züge.} 1. d4 e6 2. c4 d5 3. Nc3 Be7 { Das Oberhaus wollte eine klassiche Carlsbader Struktur nach 3. Sf6 und cxd5 verhindern.} 4. Nf3 Nf6 5. Bg5 O-O 6. e3 b6 {Thomas war im Oberhaus sichtlich überrascht vom Ansatz, den Klaus, Lutz und ich (Luca) vorgeschlagen haben – eine Spielweise, die er so noch nie gesehen hatte. Gerade deshalb wird der Trainingseffekt von Beratungspartien oft unterschätzt.} 7. cxd5 exd5 8. Bd3 Bb7 9. Qc2 h6 10. h4 {An dieser Stelle entschied sich das Unterhaus, die Partie aus Unterhaltungsgründen bewusst zu verschärfen – und um Andre eine aggressivere Spielweise näherzubringen, da er selbst eher zu zurückhaltendem Spiel neigt. Die Partie versprach damit, spannend zu werden.} c5 { Unbeeindruckt reagiert das Oberhaus auf den Flankenangriff mit einem energischen Gegenschlag im Zentrum.} 11. O-O-O {konsequent} Nc6 12. Bxf6 ({ Der Läufer drohte nun geschlagen zu werden und wurde korrekterweise abgetauscht.} 12. g4 Nb4 13. Qb1 Nxd3+ 14. Qxd3 hxg5 15. hxg5 Ne4 )Bxf6 13. g4 cxd4 14. exd4 Kh8 $3 {Während der Partie schlug Thomas diesen Zug vor – zur großen Begeisterung des gesamten Oberhauses, das daraufhin optimistisch in die Zukunft blickte. Uwe vom Unterhaus hingegen äußerte post mortem deutliche Kritik an diesem Zug.} (14... Qb8 15. Kb1 Qf4 {Die Engine bevorzugt sich in Komplikationen zu verwickeln.} 16. Nxd5 Nxd4 17. Bh7+ Kh8 18. Rxd4 Qxf3 19. Be4 Qxg4 20. Nxf6 gxf6 21. Rhd1 Bxe4 22. Qxe4 Qxe4+ 23. Rxe4 $11 )15. Bf5 $5 (15. Be2 $1 {In der anschließenden Analyse wies Uwe auf diesen Zug hin, der die Stellung für Weiß als äußerst vielversprechend eingeschätzt hätte.} )(15. g5 $2 Bxd4 16. Nxd4 Nxd4 17. Qd2 Ne6 18. gxh6 g6 19. h5 g5 { Diese Abriegelung des Königsflügels sollte 14. Kh8 vorbereiten.} 20. Bc2 d4 21. Qd3 f5 $15 )g6 $1 {Ohne diese Ressource wäre der weiße Angriff durchschlagend.} 16. g5 (16. Bxg6 $4 fxg6 17. Qxg6 Qd7 18. Qxh6+ Qh7 19. Qxh7+ Kxh7 20. Nxd5 Bg7 21. Ng5+ Kg8 $19 {[%cal Gf8f2,Gb7h1,Gc6d4] Trotz 4 Bauern gegen die Figur steht Weiß auf verlorenen Posten. Ich musste mich gegen scharfe Kritik gegen meine 4 Mitstreiter erwehren um sie von der Stärke des Zuges 15. g6 zu überzeugen. Entscheiden war die Einschätzung dieser Stellung. } )Bg7 17. Bd3 Nb4 (17... h5 $19 {Klaus schlug eine prophylaktische Spielweise vor, die auch von der Engine unterstützt wird, wurde jedoch von den anderen überstimmt.} )18. Qd2 Nxd3+ 19. Qxd3 Bc8 $3 {Diese Umgruppierung sichert den Sieg ab.} 20. Ne5 Bf5 21. Qb5 Rc8 22. Kd2 {Mit wenig Zeit wurde hier der letzte Fehler begangen.} Bxe5 23. dxe5 d4 24. Ne2 Rc2+ 25. Ke1 Qa8 { Ich empfinde diesen Zug als besonders ästhetisch: Die Dame attackiert den Turm auf h1 und plant gleichzeitig, selbst nach e4 vorzurücken} 26. Rh2 Qe4 $19 {Hier verlor das Unterhaus auf Zeit.} 0-1 [Event "Berliner Einzelmeisterschaft 2025 QT"] [White "Viet Anh Nguyen"] [Black "Luca Mankel"] [Site ""] [Round "5.4"] [Annotator "Luca Mankel"] [Result "0-1"] [Date "2025.04.24"] [PlyCount "96"] {Luca: Es ist immer unangenehm, gegen Vereinskollegen zu spielen – und in diesem Fall sogar gegen meinen eigenen Schützling. Eröffnungstheoretisch war das eine echte Krise, da ich quasi gegen mich selbst spielte und überlegen musste, in welchen Varianten er möglicherweise noch nicht ganz sattelfest ist. Viet: Tja, ganze vorne an den Brettern mitdabei, muss ich mich jetzt wohl gegen Luca beweisen, sehr unglücklich natürlich, dass man gegen einen Vereinskollegen spielen muss.} 1. e4 c6 2. Nc3 d5 3. Nf3 dxe4 4. Nxe4 Nf6 5. Qe2 Nxe4 6. Qxe4 Nd7 {Luca: Diese Variante wird sehr schnell äußerst scharf, und ich hoffte, er könnte hier das eine oder andere verwechseln. Viet: Normalerweise, spielen wir beide hier Dd5, ich muss mich jetzt wohl beweisen.} 7. Bc4 Nf6 8. Ne5 {Droht Matt auf f7} e6 9. Qe2 b5 10. Bd3 Qc7 11. c3 $2 {Luca: Hier zeigt sich die erste erhoffte Ungenauigkeit. Viet: Hier hatte ich eine Variante verwechselt, anstatt den normalen a4 zu spielen} (11. a4 {war dringend notwendig} Bd6 12. Nxc6 )Bd6 12. Nf3 O-O 13. Bc2 {Luca: Jetzt stellte sich für mich die spannende Frage, wohin mit dem weißfeldrigen Läufer: Entweder schematisch nach b7 oder – wie ich mich letztlich entschied – nach f5 bzw. g4, da ich nach Lb7 keinen klaren Vorteil erkennen konnte. Viet: Ich versuche mich jetzt hier auf Lc2 und c3 aufzubauen und einen hoffentlich soliden Aufbau zu erzeugen, womit ich potenziell auf den Königsflügel gucken kann.} e5 14. O-O e4 {Luca: Ein kleiner taktischer Kniff, um meinen Lieblingsvorteil zu sichern: das Läuferpaar.} 15. Bxe4 Re8 16. d3 Bf5 17. Be3 Nxe4 18. dxe4 Bxe4 19. h3 Rad8 20. Rfe1 Bd3 21. Qd2 (21. Qxd3 $4 Bh2+ 22. Nxh2 Rxd3 $19 )Bg6 22. Qe2 h6 23. a4 Bd3 24. Qd2 Bc4 $2 (24... Be4 {Der Computer bevorzugt folgende Fortsetzung, sehr unmenschlich.} 25. Qe2 bxa4 26. Rxa4 c5 27. Rea1 Re6 28. Rxa7 Qc8 {In einer kontrollierten Stellung lässt man sich nicht auf solche Verwicklungen ein, auch wenn die objektiv am besten gewesen wären.} )25. Qc2 Bd3 26. Qd2 Bc4 27. Qc2 Bd5 28. Nd2 {Viet: Ich versuche jetzt irgendwie auf dem Damenflügel genug Gegenspiel zu erzeugen, und hoffe dass das für Ausgleich reicht.} ({Diese Variante ist zu schön, um sie nicht zu zeigen.} 28. axb5 $1 Bxf3 29. gxf3 Re6 {Wenn Schwarz zum logischen Mattangriff ansetzt, kommt die kalte Dusche} 30. Bd4 Rg6+ 31. Qxg6 $3 fxg6 32. Rxa7 Qc8 {[%cal Gc8h3]} 33. Rxg7+ Kf8 34. Rh7 Qxh3 35. Rh8+ Kf7 36. Rh7+ Kf8 37. Rh8+ Kf7 $11 )a6 29. axb5 axb5 30. c4 (30. Ra7 $4 Rxe3 $1 31. Rxc7 Rxe1+ 32. Nf1 Bxc7 $19 )bxc4 31. Nxc4 Bh2+ 32. Kh1 Be4 33. Qc3 Rd3 34. Qb4 Bf4 35. Ra7 {Luca: Auf diesen Zug hatte ich insgeheim gehofft, da ich die folgende Sequenz bereits vor Augen hatte.} Rxe3 36. Rxc7 {Viet: Soweit hatte ich die Sequenz gesehen, und dachte ich hätte es nun genug vorbereitet, da e1 jetzt gedeckt ist.} Rxh3+ {Luca: Meine Vermutung: Er hatte diesen Zug übersehen und lediglich 36. Txe1+ in Betracht gezogen. Viet: Txh3+ hatte ich komplett übersehen, dass das geht, ich hatte nur mit Txe1+ gerechnet, und dachte danach wäre potenziell Ausgleich.} (36... Rxe1+ {nicht ausreichend, obwohl man die Dame zurück gewinnt.} 37. Qxe1 Bxg2+ 38. Kxg2 Rxe1 39. Rxc6 {Schwarz ist am Drücker, sollte jedoch nicht für den vollen Punkt reichen.} )37. Kg1 Bh2+ 38. Kf1 Bd3+ {Viet: Hier habe ich dann das schlimmste erwartet.} 39. Re2 Bxe2+ 40. Ke1 Bxc7 41. gxh3 Bxc4+ 42. Kd2 Bd5 {Luca: Am Ende dieser komplizierten Abwicklung hat Schwarz gewinnbringendes Material eingesammelt.} 43. Qb7 Bf4+ 44. Kc3 Be5+ 45. Kd2 Rb8 46. Qe7 Rxb2+ 47. Ke1 Bc3+ 48. Kf1 Bd4 {Viet: Jetzt nachdem ich schlichtweg den nächsten Bauern verliere, ergab es auch kein Sinn mehr, und ich habe aufgegeben.} (48... Bf3 {Ein letzer Trick von Weiß, denn wenn Schwarz zum Mattangriff ansetzt, kommt das böse Erwachen.} 49. Qd8+ Kh7 50. Qd3+ g6 51. Qxf3 $11 )0-1

Gewinner: Luca Mankel

[Event "BMM 2. Runde"] [White "Matthias Ahlberg"] [Black "Luca Mankel"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2024.10.06"] [WhiteElo "2067"] [BlackElo "2067"] [PlyCount "66"] 1. e4 c6 2. d4 d5 3. exd5 cxd5 4. Bd3 Nc6 5. c3 Nf6 6. Bf4 Bg4 7. Qb3 e5 { Mein Gegner nahm ueber 10 min Zeit, also ein Zeichen, dass ihm dieses Abspiel nicht gelaeufig war. Anmerkung: Ich schaetzte ihn eher als positionellen Spieler ein und dachte diese Ueberraschung koennte ihm nicht gefallen. Ausserdem besiegte ich ihn bereits ueberzeugend bei der BBMM.} 8. dxe5 Nh5 9. Be3 Nxe5 10. Bb5+ Nc6 11. h3 {Hielt ich fuer einen Zeitverlust, da nach einem Standardzug wie Sd2 der Laeufer sowieso nach e6 geht.} Be6 12. Qd1 Nf6 13. Ne2 Bd6 14. Nd2 O-O 15. Nf3 Bc7 {Dies war der erste Zug den ich mir selber am Brett ueberlegen musste, aber die Plaene waren mir klar.} 16. O-O Ne4 17. Qc2 Qf6 18. Nfd4 Bd7 19. Bd3 Rfe8 {Ich hatte 40min, mein Gegner 30min} 20. Ng3 Nxd4 21. Bxd4 Qd6 22. Bxe4 {Nun musste ich die folgenden fuenf Zuege im Vorraus berechnen und korrekt abschaetzen. Ich war mir sicher, dass es nicht funktioniert und er hat vermutlich nicht weit genug gerechnet.} dxe4 23. Rfe1 Bc6 24. Bxg7 {Hier war ich positiv ueberrascht, da ich im Vorraus sicher war, dass dies ein Fehler ist.} e3 25. Bd4 exf2+ {25... Qd5 26. f4 Bxf4 27.Qe2 (Dies hatte mein Gegner erwartet und sagte mir er dachte er steht hier gut.)} 26. Bxf2 Qd5 { Nach der Partie, sagte mein Gegner er habe diesen Zug uebersehen.} 27. Rxe8+ Rxe8 28. Be1 Rxe1+ 29. Rxe1 Bxg3 30. Rf1 {Er lebte nur noch vom Inkrement, ich hatte noch 15min. Ich war hier jetzt nur noch bedacht sein Gegenspiel zu unterbinden, da ich langfristig gewinnen werde.} Bc7 31. Rf5 Qe6 32. Rg5+ Kf8 33. Qd1 Qe3+ { Timing war auch perfekt, weil meine Partie das 4 1/2 geschossen hatte.} 0-1 [Event "BMM 1. Runde"] [White "Horst Keusch"] [Black "Klaus Kapr"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2024.09.29"] [WhiteElo "1951"] [BlackElo "1827"] [PlyCount "90"] {Horst ist vor der Saison aus unserem Verein ausgetreten. Eigentlich spielt er 1.f4. Er fragte mich vor der Partie was ich darauf fortsetze, ich liess die Antwort unkonkret.} 1. d4 d5 2. Nf3 Nf6 3. e3 e6 4. b3 Bd6 5. Bb2 b6 6. Nbd2 Bb7 7. Ne5 Nbd7 8. Bd3 O-O 9. O-O c5 10. f4 {Aus der Damenbauerneroeffnung ist eine Stellung aus der von Horst oft gespielten Bird-Eroeffnung entstanden, Weiss greift hier ueblicherweise am Koenigsfluegel an und Schwarz an der Gegenseite oder im Zentrum.} Ne4 11. Bxe4 dxe4 {Die Idee hinter dem Abtausch war u.a., das Feld f3 zu ueberdecken, damit der Turm von f1 sich nicht rasch in einen Angriff einbringen kann.} 12. Ndc4 Be7 13. Qe2 Nf6 14. Rad1 Qc7 15. Na3 a6 16. c4 Rad8 17. Nc2 Nd7 18. Qg4 {Eine Ungeauigkeit, nun kann ich mit Tempogewinn f5 ziehen und die Balance zugunsten des Nachziehenden bewegen.} f5 19. Qg3 Bf6 20. d5 {Ein Fehler. Der Zug sieht zwar fuer Schwarz unangenehm aus, aber ich kann ein aktives Figurenspiel entwickeln. Dass sich die schwarze Dame in die Turmlinie begibt, hatte mein Gegenueber offenbar nicht erwartet.} Qd6 $1 21. dxe6 Qxe6 22. Ba1 { Schwarz steht besser und der Anziehende machte fuer mich einen Nullzug.} Bc8 {Hier bot ich remis an. Mein Gegner zeigte keine Reaktion.} 23. Rd5 Bb7 24. Rdd1 Bc8 25. Na3 {Der Sa3 plant wohl ueber b1, c3 nach d5 zu gelangen. Jetzt ist er erst mal vom Spiel im Zentrrum ausgeschlossen. Deswegen spielte ich jetzt die schon ein paar Zuege in Frage kommende Abtauschoperation.} Nxe5 26. fxe5 $6 { Bringt den Laeufer auf a1 in eine passive Situation, zu empfehlen war Bxe5 Rd3} Rxd1 27. Rxd1 Rd8 { Nur der Zug rechtfertigt den Abtausch und vergroessert den schwarzen Vorteil.} 28. Qe1 Rxd1 29. Qxd1 Bg5 30. Kf2 $2 {Der Zug ist ein Fehler, aber der Vorteil von Schwarz bleibt auch bei staerkeren Zuegen von Weiss bestehen} (30. Qe2 Qd7 31. Kf2 Qd3 32. Qxd3 exd3 33. Nb1 b5 34. Nd2 )Qh6 31. Nc2 Qxh2 32. Qd5+ Kf8 33. e6 {Nicht viel besser war:} (33. Qd6+ Be7 34. Qc6 Bh4+ 35. Ke2 Qxg2+ 36. Kd1 Qg4+ 37. Kc1 f4 38. exf4 Qxf4+ 39. Kb2 Qxe5+ 40. Kb1 Qe6 )Bh4+ 34. Ke2 Qxg2+ 35. Kd1 Qf1+ 36. Kd2 Qd3+ { Das Endspiel hatte ich als vorteilhaft fuer Schwarz berechnet.} 37. Kc1 Qxd5 38. cxd5 g5 $2 {Ein impulsiver Zug - besser Lg3} 39. Bf6 h6 {Die beiden des Nachziehenden sind staerker, zumal Springer und Koenig von Weiss passiv stehen.} 40. b4 {Droht nichts, ist also ein Tempoverlust, in Frage kam:} (40. Bd8 Bb7 41. Bxb6 Bxd5 42. Bxc5+ Ke8 43. Nd4 f4 44. exf4 gxf4 45. Nf5 Bg5 46. Ng7+ Kd8 47. Kd2 Be7 48. Bb6+ Kc8 49. Bd4 Kc7 50. Kd1 e3 51. Ke2 Bg5 52. Kd3 Kc6 53. Be5 f3 54. e7 Bxe7 55. Nf5 Bg5 56. Nxe3 Be6 )Bg3 41. bxc5 bxc5 42. Na3 Bb7 43. Nc4 Bxd5 44. e7+ Kf7 45. Nb6 Bc6 {Leider war das der einzige Sieg in der durch Personalausfall geschwaechten 3. Mannschaft.} 0-1 [Event "Kurt Richter Gedenkturnier"] [White "Klaus Kapr"] [Black "Fabian Schmidt"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2024.11.03"] [WhiteElo "1827"] [BlackElo "1971"] [PlyCount "115"] {Als Anziehender kommt auch mal Koenigsgambit in Frage, aber nicht zu oft.} 1. e4 e5 2. f4 d5 3. exd5 exf4 4. Nc3 {Besser ist Sf3} Nf6 { Zum Vorteil fuehrt Dh4} 5. Bb5+ {d4} Bd7 (5... c6 6. dxc6 Nxc6 7. Nf3 Bb4 )6. Bc4 Bg4 7. Nf3 Be7 8. O-O O-O 9. d4 Nbd7 10. Bxf4 {Nach einigen Ungenauigkeiten, die Schwarz nicht ausnutzte, kam Weiss gut aus der Eroeffnung heraus.} Nb6 11. Qe2 {Dd3} Re8 12. Bb5 Rf8 13. Bc4 Re8 14. Bb5 Rf8 15. Bc4 {Nun stand eine dreimalige Stellungswiederholung auf dem Brett, wie der PC sagt, ich habe es in der Partie nicht verstanden. Ich haette richtigerweise vor dem Zug den Schiedsrichter holen sollen und auf die dreimalige Stellungswiederholung mit dem Textzug hinweisen sollen. Ich war unsicher beim Zaehlen, ob immer die gleiche Partei am Zuge war. Mein direktes Remisangebot wurde abgelehnt.} h6 16. h3 Bf5 {Hier steht der Laeufer ungedeckt, das sollte man vermeiden. In Frage kamen zwei Fortsetzungen:} (16... Bd6 17. Be5 Bh5 )(16... Bxf3 17. Rxf3 )17. Bb3 Re8 18. Be5 {Ich sah hier nur die etwas guenstigere Position mit dem zentralisierten Laeufer von Weiss. Hier gab es aber zwei vorteilhafte Fortsetzungen von Weiss, die die Nachteile des ungeschuetzten Laeufers des Nachziehenden offen legen.} (18. Ne5 Bd6 19. Qf3 Bh7 20. Rae1 )(18. Bxh6 gxh6 19. Ne5 Bh7 20. d6 Bxd6 21. Bxf7+ )Nbxd5 { Besser war:} (18... a5 19. a4 Bh7 )19. Nxd5 Nxd5 20. Qb5 Be6 21. Qxb7 Qd7 22. Qa6 Nb4 23. Bxe6 Qxe6 24. Qxe6 fxe6 25. c3 Nd5 {Im Ergebnis auch von 16. ... Lf5 erhielt Weiss einen Mehrbauern und die bessere Stellung.} 26. Rfe1 c5 27. Rad1 c4 28. Bg3 Bf6 29. Nd2 Rac8 30. Bd6 { Ein starker Zug, wie mein Gegner hinterher kommentierte.} Rc6 31. Bc5 Nb6 32. Bxb6 axb6 33. d5 Rd6 34. dxe6 b5 35. Ne4 Rc6 36. Nd6 Rd8 37. Nxb5 Rxd1 38. Rxd1 Rxe6 39. Nd6 Re2 40. Nxc4 {Mit drei Mehrbauern sollte der Sieg moeglich sein. Ich haette als Schwarzspieler das Handtuch geworfen. Der Rest verlangt nur Aufmerksamkeit.} Bh4 41. Kh2 Bg5 42. Rd4 Bc1 43. a4 Bxb2 44. Nxb2 Rxb2 45. a5 Ra2 46. Rd5 Kf7 47. Rb5 Ke6 48. Rb6+ Kd5 49. Rg6 Rxa5 50. Rxg7 Ra6 51. h4 Ra4 52. g3 Ra6 53. h5 Ke5 54. Rg6 Rxg6 55. hxg6 Kf6 56. Kh3 Kxg6 57. Kh4 Kg7 58. Kh5 {Das Kurt-Richter-Gedenkturnier wurde 1981 ins Leben gerufen. Diesmal wurde es von der SG Narva und der SSV Rotation gemeinsam sehr gut organisiert. Es fand im Robert-Havemann-Saal im Rathaus Mitte statt. Sieger wurde der FM Juergen Brustkern mit 6,5 Punkten aus 7. Der Berichterstatter erzielte 4,5 Punkte und der andere Friesenspieler Andre Baumgaertner 2 Punkte.} 1-0 [Event "BMM 2. Runde"] [White "Carlos Argote"] [Black "Peter Weiss"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2024.10.13"] [WhiteElo "1967"] [BlackElo "1832"] [PlyCount "104"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 {ok - kein Sweschnikow} g6 4. O-O Bg7 5. c3 Nf6 6. Re1 O-O 7. e5 Ne8 8. d4 cxd4 9. cxd4 Nc7 10. Ba4 { Nach 10 Minuten nachdenken:} b5 11. Bc2 d6 { Weitere 10 Minuten. Weiss besitzt das Zentrum. Schwarz versucht es anzugreifen. } 12. Qe2 Bg4 13. Qe4 Bxf3 14. gxf3 d5 { Schweren Herzens gespielt. So viel zum Angriff auf das Bauernzentrum.} 15. Qd3 Nb4 16. Qe2 Nxc2 17. Qxc2 Qd7 {Ein nuetzlicher Zug. Staerkt die weissen Felder und laesst die Tuerme frei laufen.} 18. Qe2 Rac8 19. Be3 Ne6 20. Nd2 { Da waere Spiel auf der C-Linie. Im 20. Zug habe ich noch 12 Minuten auf der Uhr und entscheide mich wieder fuer den Zentrumsangriff.} f6 21. Nb3 fxe5 22. dxe5 {Nimmt man den d-Bauern? Was mache ich auf Lh6?} Rc4 23. Rad1 Nf4 24. Bxf4 Rcxf4 {A Tempo schlage ich mit dem C-Turm mit Angriff auf der F-Linie und unterschaetze:} 25. Nd4 {Das Problem ist, dass der Springer alle Felder kontrolliert. Es aergert mich, dass ich nicht den f-Turm genommen habe. Dame h3 sieht stark aus - dass das durchschlaegt sehe ich nicht.} a6 26. a4 Rc8 {Neue Idee mit 4 Minuten auf der Uhr. Mein Gegner hat noch reichlich Zeit. Er wird trotzdem unruhig und faengt an schneller zu ziehen.} 27. axb5 Rc4 28. Qe3 Bh6 29. e6 Qd6 30. Kh1 {Das geht nicht.} Rh4 31. Qe5 Qxe5 32. Rxe5 Rcxd4 33. Rxd4 Rxd4 34. bxa6 Ra4 35. Rxd5 Rxa6 36. Re5 Rb6 37. Kg2 Rxb2 38. Re4 Kg7 39. Kg3 Rd2 40. Kg2 Rb2 {40 Zuege - geschafft. Der Kampf steht 3:3. Mein Gegner laest sich den Rest zeigen.} 41. Kg3 Bd2 42. f4 Rb4 43. Re2 Bxf4+ 44. Kg2 Bd6 45. h3 Kf6 46. Kf3 Be5 47. Kg2 Kxe6 48. Kf3 Kf5 49. Ra2 Rb3+ 50. Kg2 Rb2 51. Ra7 Rxf2+ 52. Kg1 Bd4 0-1 [Event "Vereinsmeisterschaft 5.Runde"] [White "Olaf Bandsom"] [Black "Stefan Kr�ger"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2024.11.15"] [WhiteElo "1669"] [BlackElo "1683"] [PlyCount "93"] {Die letzte Runde der Vereinsmeisterschaft, eine Runde wurde Kampflos ausgetragen, eine wurde vorgespielt und ging Remis aus und Petry konnte sich gegen Klemmer durchsetzen, jetzt geht es vorne an den ersten 3 Brettern spannend zu um den Turniersieg, wo es noch nicht ganz so klar anfangs war.} 1. e4 c5 2. Nf3 d6 {Wir spielen Sizilianisch.} 3. Bc4 Nc6 4. c3 g6 5. O-O Bg7 6. h3 a6 7. a4 Rb8 $6 {Tb8 war nicht der beste Zug.} 8. Qe2 Qc7 9. Na3 Nf6 10. Nc2 O-O 11. d4 {Zentrum angreifen} cxd4 12. cxd4 b5 13. axb5 axb5 { Eigentlich war ich gluecklich das ich jetzt die offene Linie habe.} 14. Bd3 Na5 15. Bd2 Nb3 16. Ra3 Nxd2 17. Qxd2 Bd7 18. Rfa1 { Tuerme auf der a Linie verdoppeln.} Rb7 19. Nb4 Rc8 20. e5 dxe5 21. Rc3 { War nicht der beste, aber ich stehe immer noch gut. dxe5 das waere hier der beste gewesen, die Qualitaet gewinne ich hier zwingend.} Qb8 22. Rxc8+ Bxc8 23. dxe5 Ne8 {Hier steht der Springer sehr passiv, und die Figuren von Schwarz sind generell sehr passiv.} 24. Nc6 $2 (24. Na6 Qa7 25. Qc1 Be6 26. Nc5 {Ich gewinne hier die Qualitaet.} )Qc7 25. Rc1 Qb6 26. Nxe7+ { Wahrscheinlich gewinne ich den b Bauern.} Rxe7 27. Rxc8 Bxe5 28. Nxe5 Rxe5 29. Qb4 Kg7 30. Qc3 {Turm fesseln} f6 31. Rc6 Qb8 32. Rc5 b4 33. Qc4 Re1+ $6 34. Bf1 Nd6 35. Rc7+ Kf8 (35... Kh8 36. Qc5 Qb5 {Die wichtige Ressource } )36. Qc5 {Verliert schon Material jetzt} Rxf1+ { Wahrscheinlich ein Zeitnot Zug, nichtsdestotrotz stehe ich auf Gewinn.} 37. Kxf1 Qb5+ 38. Qxb5 Nxb5 39. Rb7 {Abtausche die mir zu gute kommen.} Nd6 40. Rxb4 Ke7 41. Ke2 Ke6 42. Rb6 Kd5 43. Rxd6+ {Ich gebe die Qualitaet wieder, aber der Freibauer sollte auch in 100 Jahren ausreichen um die Partie zu gewinnen.} Kxd6 44. Kd3 h5 45. Kd4 g5 46. Ke4 Ke6 47. g4 1-0 [Event "2. Berlin U25 Open"] [White "Viet Anh Nguyen"] [Black "Robert Steinkamp"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date ""] [WhiteElo "1783"] [BlackElo "1692"] [PlyCount "91"] 1. e4 c6 2. Nc3 d5 3. Nf3 dxe4 4. Nxe4 Bf5 $16 {Und der Gegner spielt eine Variante die fuer mich schon sofort +1 ist, die gleiche Variante hatte ich tatsaechlich auch in Runde 1} 5. Ng3 Bg6 6. h4 h6 7. Ne5 Bh7 8. Qh5 { droht Matt auf f7} g6 9. Qf3 Nf6 10. Qb3 $1 {Der Gegner steht einfach schlecht, Weiss steht hier vollkommen auf Gewinn, b7 haengt und f7 droht mit Matt} Qd5 11. Qxb7 Qxe5+ 12. Be2 Qd6 { Der Gegner hat das Matt auf c8 gesehen.} 13. Qxa8 Bg7 $18 { Der Gegner macht es mir leicht und spielt nicht die kritische Variante.} 14. Qxa7 O-O 15. O-O c5 16. d3 Nc6 17. Qa6 Nd5 18. Ne4 Qe6 19. Re1 $5 { Sxc5 waere einfach gegangen, ich hab Geister gesehen.} Nd4 20. Qa4 $2 Nb4 21. Bd1 {Hier dachte ich, dass Ld1 alles zusammenhaelt, ich alles danach dann abtausche mit a3 oder c3 und ich stehe dann einfach gut.} Qd5 { eigentlic h hatte ich gedacht, dass der Gegner f5 machen wuerde und ich dann c3 mache, was ich vorrausberechnet hatte, aber auf einmal droht Ta8 und ich hab gar keine Felder mehr fuer meine Dame, das war der Schreckmoment, habe ich jetzt die Partie weggeworfen?} 22. Nc3 $1 {greift die Dame an} Qb7 23. a3 { Versucht alles abzutauschen.} Ra8 24. Rxe7 $3 {Durch Sc3 hatte ich die e-Linie aufgemacht und gesehen, dass aufeinmal alles haengt und sogar potenziell Matt auf der Grundreihe mit Lxh6 als Idee droht.} Rxa4 25. Rxb7 Ra8 26. Be3 Nbxc2 27. Bxc2 Nxc2 28. Rc1 Nd4 29. Bxd4 { Jetzt alles abtauschen und einfach langweilig alles ausspielen.} cxd4 30. Nd5 g5 31. Rcc7 Re8 32. Re7 Rf8 33. Nb4 {Einfach den Bauern decken.} Bf6 34. Red7 Re8 35. Kf1 Bg6 36. hxg5 hxg5 37. a4 {Anton laeuft} Ra8 38. Ra7 Rb8 39. Rdb7 Rc8 40. Ke2 Re8+ 41. Kd2 g4 42. Nc6 Bg5+ 43. Kd1 Bxd3 44. Nxd4 Bg6 45. Nc6 {Der Gegner hat keine Schaecher.} Kf8 46. Rb8 { Aufgabe} 1-0 [Event "BMM 3. Runde, 17.11.2024"] [White "Henry Oelmann 1923"] [Black "Thilo Brauer 1766"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "104"] 1. Nf3 {Schiete! Damit waren 90% meiner Vorbereitung im Eimer, weil nun kein Awerbach mehr moeglich war.} Nf6 {Aber Koenigs-Indisch schon noch!} 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. d4 O-O 5. e4 d6 6. h3 {Ein Zug, der verriet, dass er sich mit Le3 aufstellen wollte, ohne in Sg4 zu laufen.} e5 7. d5 a5 8. Be2 Na6 9. O-O Nc5 10. Qc2 Bd7 {Hier spielt alle Welt Sh5 (->f5,Sf6). Ich gab diesem Zug jedoch den Vorzug, weil er seltener gespielt wird und mir immer noch Plaene mit c6+b5 vorschwebten, falls sich die Gelegenheit boete, was bei unserem Wolga-Gambit-Spezialisten Stefan Luedtge waehrend der illustren Analyse beim Italiener auf Wohlgefallen stiess.} 11. Ne1 c6 12. Be3 Ne8 13. Bxc5 {Es ist gen erell im Koe-Ind keine gute Idee fuer Weiss, seinen schwarzfeldrigen Laeufer gegen einen Springer abzutauschen. Die positionelle Schwaeche des Doppelbauern gleicht die Schwaeche der schwarzen Felder einfach nicht auf.} dxc5 14. Nd3 b6 15. Rad1 Qh4 {Ein kleiner Schreckmoment fuer meinen Gegner, denn dort sieht die Dame bedrohlich aus und alle Damenfluegel-Aktivitaeten muessen erstmal abgeblasen werden.} 16. Ne1 f5 17. Nf3 Qe7 18. Qd2 Nf6 19. exf5 gxf5 20. dxc6 {Ein fragwuerdiger Abtausch, denn nun hat er seinen schwarzfedrigen Laeufer fuer nen Null-Overt hergegeben und laesst meinen weissfeldrigen schoen auf seine Koenigsstellung strahlen.} Bxc6 21. Qd6 Qxd6 {Ein heller rei ertoente im Pizza-Keller und ich spuerte foermlich den beruechtigten Peter-Hoehne-Klaps auf dem Hinterkopf! In der Tat war das ein glatter Feiglingszug fuer einen waschechten Koenigs-Inder. Viel mehr dem Geiste und der Dynamik der Stellung entsprechend haette hier Db7! kommen muessen. Ich wollte aber meinen schoenen e5-Bauern nicht hergeben, aber Ralf warf ein, dass nach D:e5 Tae8 (jemand warf hier drollig ein "Na, willste och noch den f5 nehmen?!") der typische Koe-Ind-Angriff allmaehlich Formen annaehme. Mein Zug weht Weiss eine leichte Brise in die Segel.} 22. Rxd6 Bxf3 23. Bxf3 e4 24. Be2 Rab8 25. Na4 Ne8 {Mit dem Plan der Route c7-e6-f4 und etwas Aktivitaet. Erst hier habe ich Fritz hinzugeholt, denn bekanntermassen haben Computer keine Ahnung von Koenigs-Indisch.} 26. Rxb6 Rxb6 27. Nxb6 {Au Backe! Das geplante Sc7 geht ja gar nicht wegen der Gabel auf d7. Aber Fritz bleibt hier ueberraschend cool und spuckt gerade mal Minimalvorteil fuer Weiss aus. Das sah ich aber etwas anders.} Bd4 28. b3 Nc7 29. Rd1 Rf6 $2 {Die Zeit wurde langsam knapp und ich wollte den Springer aus meinem Lager vertreiben. Fritz drehte maechtig am Zeiger: von 0.15 auf 0.7 oder so. Richtig war Tb8, S:d5 S: d5, cd a4 - auf diesem Konzept des Bauerndurchbruchs am Damenfluegel fusst die ganze schwarze Remis-Idee, welche ich ueberhaupt nicht auf dem Radar hatte.} 30. Nd5 {Puh, wenigstens ging dieser Teil meines Plans auf. Sc8 ist wesentlich unangenehmer.} Nxd5 31. cxd5 Rd6 $2 {Wiederum a4 und Turmschwenk war angesagt (weiter Radarausfall). Zum Glueck setzte mein Gegner in der Folge nicht optimal fort und laeuft spaeter sogar in eine kleine Falle.} 32. Kf1 Kg7 33. Bc4 h5 34. Ke2 Kf6 {Mit Remisangebot nach Freigabe vom Teamchef Marko.} 35. f3 Ke5 {Jetzt steht Schwarz schon hauchduenn besser laut Fritz, doch lebte ich etwa von hier an nur noch vom Zeitbonus.} 36. fxe4 fxe4 37. Rf1 Rg6 {Das hatte mein Gegner wohl glatt uebersehen: Weiss verliert 2 Bauern, da er den g2 nicht decken kann.} 38. Rf8 Rxg2+ 39. Ke1 $6 Rxa2 40. Re8+ {Nun stand ich vor der Gretchen-Frage: Rueckzug mit Kd6 oder vorwaerts mit Gebruell mit Kf4. Ein zufaelliger Blick auf meine Uhr gab mir jetzt einen Schreck: 4 Sekunden!} Kf4 {Fritz zeigt -1.23 an = total gewonnen fuer Schwarz. Und hier geschah etwas sonderbares: ich verstand meine Uhr nicht. Da stand ploetzlich ein "P" mit einer 30. Ich bin davon ausgegangen, dass meine Zeit abgelaufen war. Aber mein Gegner reklamierte nichts, weil er tief in der Stellung zu stecken schien. Aus mir heute unerfindlichen Gruenden bin ich nicht aufgestanden, um unseren Schiri Stefan zu fragen, was da mit meiner Uhr los ist. Er haette mich dann aufgeklaert, dass dies die extra 30 Minuten nach der Zeitkontrolle waren und alles i.O. sei. Mein gesunder Menschenverstand war jedoch irgendwie voellig paralysiert, ich bin sitzen geblieben, unwissend geblieben und habe obendrein noch viel zu schnell weitergespielt, in der Hoffnungen, das Blaettchen meines Gegnern wuerde auch fallen. Keine Ahnung welchen Bock ich da melken wollte...} 41. d6 Ke3 42. Kf1 Ra1+ {Das macht "nur" Remis. In der Analyse plaedierte Ralf voellig richtig auf Tf2+, aber der naechste Gewinn-Zug entging uns allen: Td2! Das haelt den weissen d-Bauern auf. Das entscheidende Detail hier ist, dass wenn Weiss versucht mit dem d-Bauern durchzulaufen, wird er mit einer schicken Kombi im Eck matt gesetzt, die ich leider nicht fand - wer sie findet, kriegt ein Bier vom Praesidenten! Ich spielte weiter im "Blitzmodus".} 43. Kg2 h4 44. Rf8 Ra2+ 45. Kh1 Rf2 46. Rg8 Be5 $6 {Besser war aber Lf6 mit Td2 und der Bauern wird aufgehalten, aber ich fuehlte mich schon sehr unwohl und sah das Damoklesschwert schon bedrohlich niederkommen.} 47. d7 Bc7 48. d8=Q Bxd8 49. Rxd8 Kf3 50. Kg1 Rg2+ 51. Kf1 Rb2 $6 { Hier schnauft Fritz schon, um das Remis noch zu halten...} 52. Ke1 e3 $4 { ..aber erst das verliert das "unverlierbare" Remis. Natuerlich sollte hier weiter am Bauerndurchbruch Ta2+a4+T:a4 gearbeitet werden. Den Rest der Tragoedie erspare ich Euch. Euer Kopfschuetteln geschieht zu recht. Ich hatte dennoch einen tollen Tag: eine spannende Partie, alte Schachfreundewiedergesehe n, ein paar gute Schluck Bier zusammen genossen und mich mit dem Ergebnis versoehnt, denn endlich hab ich wieder zum Schach zurueck gefunden!} 1-0

Gewinner: Viet Anh Nguyen

[Event "BMM Runde 2 Friesen 3"] [White "Viet Anh Nguyen"] [Black "John Lange"] [Site "lichess.org"] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2023.11.12"] [WhiteElo "1470"] [BlackElo "1608"] [PlyCount "51"] 1. e4 {Sooo b6 natA1/4rlich laut Engine sofort +1 fA1/4r mich, wie werde ich das wohl bestrafen?} b6 $2 2. d4 d5 {Joa Skandinavisch halt, nur schlecht} 3. exd5 Qxd5 4. Nc3 Qd7 5. Qf3 {Die Idee hinter Df3 ist sehr einfach, wir merken: Wir kAPnnen viele Dinge drohen und dabei viele Entwicklungstempi mitnehmen} c6 6. Bc4 {Droht Matt und entwickelt} e6 7. Be3 Bb7 8. O-O-O {Die Dame auf auf d7 steht sehr suboptimal auf einer halb offenen Linie also stellen wir dort einen Turm hin und halten uns die Option d5 frei um alles aufzureiAYen} b5 9. Be2 Bb4 10. Ne4 { Der Springer steht einfach gut auf e4 und droht vlt. mal Sc5} Na6 { Er fANngt an ungewollte ZA1/4ge machen zu mA1/4ssen} 11. a3 { Einfach Prophylaktisch} Ba5 12. Bf4 { d6 wANre doch ein schAPnes Feld fA1/4r den Springer} Bc7 13. Nc5 { wie angekA1/4ndigt fangen wir jetzt an die d Linie aufzureiAYen, b7 hANngt und Dc8 ist einfach nichtgut} Nxc5 14. dxc5 Qe7 15. Bd6 { Freibauer der sehr gefANhrlich ist} Bxd6 16. cxd6 Qd7 17. Qg3 { Wir nehmen ein Tempo auf g7 mit um den Springer zu entwickeln} f6 18. Nf3 Nh6 19. Nd4 {Eigentliche Idee vlt. mal Sb3 und Sc5 und einfach gewinnen, aber ich merke hmmmm... vlt. kann man ja mal mit e6 opfern Lh5 wANre dann vlt. gut} Rd8 20. Nxe6 $3 {Und es knallt bei Schwarz, alles wird angegriffen, der Turm, der g7 Bauer, Lh5 droht fast Matt und die Schwarze Stellung wird ohne Gnade aufgerissen} Nf5 21. Bh5+ g6 $22 22. Bxg6+ hxg6 23. Qxg6+ Qf7 24. Qxf5 {Wir haben 3 Bauern mehr und der Schwarze KAPnig hat AngstzustANnde} Bc8 25. Rhe1 Rd7 26. Ng5+ {Er gibt auf, eine sehr schAPne aber doch sehr einfache Partie, die Partie zeigt wie man mit einfachen Mitteln schnell einen Vorteil erspielen kann.} 1-0

Gewinner: Roberto Villueala

[Event "BMM21/22 Berlin"] [White "Roberto Villuela"] [Black "Reinhold Zwingel"] [Site "Berlin"] [Round "5"] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2022.07.03"] [PlyCount "71"] 1. Nf3 d5 2. c4 c6 3. b3 Nf6 4. Bb2 Bg4 5. e3 (5. Ne5 {ist eine Alternative} )Nbd7 6. Be2 Qb6 7. d3 {laesst Raum fuer den Damenspringerl, ohne die vom Laeufer kontrollierte Diagonale zu beeintraechtigen.} (7. Qc2 {Diese Alternativ e ist strategisch besser. Wenn Schwarz auf c4 schlaegt, kann Weiss mit dem b-Bauern schlagen und ein Bauern naeher an Zentrum bringen.} )dxc4 8. dxc4 O-O-O 9. Nbd2 e6 10. a3 { Erster Schritt zu einem Bauernangriff auf die Damenfluegel.} c5 { d6 ist das beste Feld fuer den Laeufer. Deshalb, nach} (10... Bd6 11. b4 { wird stoerend fuer Schwarz} )11. O-O {In Erwartung des Vormarschs von Bauern auf die Flanken, macht Sinn den Koenig aus dem Zentrum zu entfernen und die Tuerme an den Damenfluegel zu bringen.} (11. Ng5 { Ich hatte auch dieses taktische Motiv} Bxe2 12. Qxe2 {Ich gewinne den f-Bauer, aber es ist eine Abweichung vom urspruenglichen Plan: der Bauernmarch am Damenfluegel.} )Bd6 12. e4 Bc7 13. Qc2 Rhg8 {Dieser Schritt erscheint langsam. Deshalb nutze ich die Gelegenheit, meine Bauern nach vorne zu werfen.} 14. b4 a6 15. Rfb1 Nh5 16. bxc5 Qxc5 17. Bd4 Qc6 18. h3 { eine impulsive Reaktion} (18. Be3 {war meine erste Absicht} )(18. c5 { aber dieser Vorstoss ist angesichts der Stellung und des urspruenglichen Plans des Bauernmarsches angemessener. Das Feld c4 wird fuer den Springerzugaenglich} )Nf4 19. Bf1 Bxf3 20. Nxf3 {Ich war mit meinem Laeuferpaar zufrieden. Die naechste Aufgabe ist, ihnen mehr Aktivitaet zu bieten.} e5 { Ich kam zu dem Schluss, dass dieser Vorstoss mich favorisiert, weil er die Diagonale des schwarzen Laeufers schliesst.} 21. Be3 g5 22. Ne1 (22. Nd2 { Ich hatte diesen Zug als zweite Option, aber ich verwarf ihn mit derBegruendung , dass ich einen Turm auf die zweite Linie stellen sollte, um die Tuerme auf der b-Linie zu verdoppeln und die Rochade eventuell zu verteidigen. In diesem Fall war der Springer auf d2 ein Hindernis.} )g4 23. c5 gxh3 24. g3 { Mein Verteidigungsplan war, den Koenig vor den schwarzen Bauern zu stellen und ihn als Schild zu benutzen.} Nf6 25. Bxf4 h2+ 26. Kh1 exf4 27. Bh3+ { ein notwendiges Schach, um den schwarzen Koenig zu zwingen, auf einunguenstiges Feld auf der b-Linie zu ziehen.} Kb8 28. Bg2 {Die Stellung ist kompliziert und mit gefaehrlichen Drohungen von beiden Seiten. Ausserdem hatte jeder von uns noch etwa fuenf Minuten Zeit. Der Zeitdruck machte es schwierig, die besten Zuege zu finden. Gluecklicherweise kam mein Gegner mit dieser Situation nicht gut zurecht und spielte einen falschen Zug.} Be5 { Aus der Sicht meines Gegners hatte dieser Zug eine enorme Attraktivitaet. Erstens, weil er den e-Bauern blockierte, und die Diagonale meines Laeufers schloss. Zweitens, weil er gleichzeitig meinen Turm angegriffen hat. Es sah nach einem guten Zug aus, und er hatte keine Zeit, nach einem besseren zu suchen.} (28... fxg3 { waere jedoch der direkteste Weg gewesen, das Spiel zu definieren.} 29. f3 )29. Rb6 {Von hier aus und mit praezisem Spiel hat Weiss die besten Chancen.} Qc8 30. Rab1 {derselbe Zug fuer jeden anderen Damenrueckzug im 29. Zug} fxg3 31. c6 Ng4 {Schwarz hat mit Nxf2 eine gefaehrliche Mattdrohung, aber ich habe die Initiative, weil meine Figuren zuerst mit seinem Koenig in Kontakt kommen.} 32. Rxb7+ Ka8 33. fxg3 Bxg3 34. Rxf7 { Der Turm trifft gerade noch rechtzeitig ein, um die Bedrohung zu stoppen} Rgf8 (34... Nf2+ 35. Rxf2 Bxf2 36. Qxf2 {Auch diese Variante ist gut fuer Weiss, weil der schwarze Koenig in einer prekaereren Lage ist als der weisse Koenig.} )35. c7 Bxc7 36. e5+ {Schwarz gab auf} 1-0 [Event "Vereinsmeisterschaft"] [White "Mankel,Luca"] [Black "Kapr,Klaus"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1/2-1/2"] [Date "2022.07.15"] [PlyCount "102"] {In die Kommentare des Nachziehenden sind Gedanken aus der spaeteren gemeinsamen Analyse gelangt. Das Spiel in der Vereinsmeisterschaft weckte meinen Ehrgeiz, nicht zu schnell zu verlieren.Wir trainieren zusammen und beide profitieren davon, der Juengere aber mehr.} 1. d4 d5 2. Nf3 Nf6 3. g3 e6 4. Bg2 Be7 5. O-O O-O 6. b3 b6 7. Bb2 Bb7 8. c4 Nbd7 9. Nc3 Rc8 10. Rc1 c5 11. cxd5 Nxd5 {Bisher ist alles Theorie.} 12. Qd3 {Ein aktiver Zug, der die Dame auf die Diagonale b1-h7 stellt, was in Verbindung von Sg5 und Freilegung der Laeuferdiagonale Angriffspotezial verspricht.} Nb4 (12... Nxc3 13. Bxc3 Nf6 {ist korrekter im Sinnen des Ausgleichs.} )13. Qb1 Bxf3 (13... cxd4 14. Nxd4 Bxg2 15. Kxg2 Nf6 {mit Gleichgewicht. Die naheliegenden Zuege muss man nicht nur sehen sondern auch machen. Im Streben nach mehr geraet Schwarz ins Hintertreffen.} )14. Bxf3 cxd4 15. Nb5 e5 16. Nxa7 Rxc1 17. Rxc1 Qb8 18. Nb5 Nc5 (18... Nf6 {war vorzuziehen} )19. a3 Nxb3 20. axb4 Nxc1 21. Bxc1 { Schwupps, ein Bauer ist weg.} Qe8 ({ Noetig war aktives Spiel im Zentrum mit} 21... f5 )22. Nc7 Qa4 23. Nd5 Bd8 (23... Bd6 {ist wohl besser} )({Die Kombination} 23... Qd1+ 24. Kg2 Bg5 25. e3 Qe1 26. Qb2 {bringt nichts.} )24. e3 Re8 25. Kg2 dxe3 26. Bxe3 Qb5 27. h4 h5 28. Nc3 (28. Qe4 {mit Zentralisierung der Dame erscheint mir staerker.} )Qc4 29. Ne4 Be7 30. b5 g6 31. Bg5 Kg7 32. Bxe7 ({ Der Abtausch erleichtert Schwarz das Atmen stattdessen geht die Zugfolge:} 32. Qa1 Qxb5 33. Qa7 Bxg5 34. Nxg5 Rf8 35. Ne6+ )Rxe7 33. Ng5 f6 {Schwarz hat die unmittelbaren Drohungen abwehren koennen und so ist der weiAYe Vorteil durch einige ungenaue Zuege zusammengeschrumft. WeiAY spuert das und spielt riskant weiter.} 34. Bxh5 {Fuer mich ein Blitz aus heiterem Himmel, fuer den Anziehenden eine voraus gesehene Kombination.} (34. Ne4 Rd7 { zielt auf Ausgleich.} )gxh5 ({ Den richtigen Zug habe ich vor Schreck gar nicht gesehen:} 34... e4 35. Bxg6 fxg5 36. Bh5 Qd5 37. hxg5 e3+ 38. Bf3 Qxg5 39. Qd3 exf2 40. Kxf2 Qe5 { und WeiAY muss um das Remis kaempfen.} )35. Qh7+ {WeiAY gewinnt.} Kf8 36. Qh8+ Qg8 37. Qxf6+ Ke8 38. Qxb6 ({Statt den Bauern zu schlagen war aktives Spiel gegen den beengt stehenden schwarzen Koenig angebracht:} 38. Qc6+ Kf8 39. Qd6 Qc4 40. Qd8+ Re8 41. Nh7+ Kg8 42. Qxe8+ Kxh7 43. Qxh5+ Kg7 44. Qxe5+ )Qd5+ {mit Ausgleich.} 39. Kh2 Rb7 ({Staerker ist ein Spiel im Zentrum mit} 39... e4 )40. Qg6+ Kd8 41. Qxh5 Rxb5 42. Qh8+ Kc7 43. h5 ({ Die Aktivierung der WeiAYen Dame haelt den wieder gewonnen Vorteil fest:} 43. Qh7+ Qd7 44. Qe4 Qc6 45. Qf5 Qd7 46. Qf6 )e4 {endlich} 44. Qh7+ Kb6 45. Nxe4 Qd1 ({Zum klaren Remis fuehrt:} 45... Qxh5+ 46. Qxh5 Rxh5+ {Ich war mir aber ueber das Endspiel T gegen S mit 2 B nicht im Klaren. So wird es noch einmal spannend.} )46. Qg6+ Ka5 47. g4 Qf3 48. h6 Re5 49. h7 (49. Ng3 { Der Zug gewinnt, da der Turm passiv auf der 5. Reihe verbleiben muss. Nach} Qxf2+ 50. Kh3 Re3 51. Qf5+ Qxf5 52. gxf5 {laufen die Bauern.} )Rxe4 50. Qxe4 Qxe4 51. h8=Q Qf4+ {Mit Dauerschach bzw. Verlust beider Bauern. WeiAY bot Remis an. Das Remis hing wiederholt am seidenen Faden. Was habe ich gelernt: Wenn ich aktiv spiele, bei jedem Zug gegnerische Drohungen erkenne und eventuell selbst eine Drohung aufstelle, dann kann ich gegen einen staerkeren Spieler bestehen. Naheliegende Zuege sind meistens gut, ein Spiel auf Materialgewinn ist oft mit Risiko verbunden.} 1/2-1/2

Gewinner: Klaus Kapr

[Event ""] [White "Lehmann 2284"] [Black "Kapr 2002"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "6"] [Result "0-1"] [Date "2019.10.21"] [PlyCount "50"] 1. e4 {[%mdl 8192]} d5 2. exd5 Nf6 3. c4 e6 (3... c6 { ist einfacher fA1/4r beide Seiten.} )4. dxe6 Bxe6 5. Nf3 Nc6 (5... c5 6. Be2 Nc6 7. Nc3 Be7 8. d3 O-O 9. O-O Re8 )6. Be2 (6. d4 Bb4+ 7. Nc3 Ne4 8. Bd2 Nxd2 9. Qxd2 Bg4 10. Qe3+ Qe7 11. O-O-O O-O-O )Bc5 { Nun steht Schwarz gut. WeiAY nahm in der ErAPffnung und spANter viel Zeit.} 7. O-O O-O 8. a3 a5 9. d3 Re8 10. Nc3 Bg4 (10... Bf5 11. Bf4 Nd4 12. Nxd4 Bxd4 13. Qd2 Bxc3 14. bxc3 Rxe2 15. Qxe2 Bxd3 16. Qd2 Bxf1 )11. Bg5 h6 12. Bh4 g5 (12... Bf5 13. Nb5 Nd4 14. Nbxd4 Bxd4 15. Qd2 Rxe2 16. Qxe2 Bxd3 17. Qd2 Bxf1 18. Rxf1 Bc5 )13. Bg3 Qd7 14. h4 (14. h3 Bh5 15. Nb5 Re7 16. Rc1 Rae8 17. Rc2 Qd8 18. Rd2 Bb6 19. Qc2 Bg6 20. Re1 Nh5 21. Bh2 Nd4 22. Nbxd4 Bxd4 23. Qb3 c5 24. Nxd4 Qxd4 )Nh5 15. Nd5 $2 (15. Bh2 Rxe2 16. Nxe2 Bxf3 17. gxf3 Qh3 18. hxg5 hxg5 )Rxe2 16. d4 (16. Qxe2 Nxg3 17. Qd2 (17. Nf6+ Kg7 ))Bxf3 17. dxc5 Bxd5 $2 (17... Qg4 18. gxf3 Qxf3 19. Qxe2 Qxe2 20. hxg5 Nd4 21. c6 bxc6 22. Nf6+ Nxf6 23. gxf6 Nf3+ 24. Kh1 Qxc4 )18. cxd5 (18. Qxe2 Nxg3 19. fxg3 Qe6 20. Qxe6 Bxe6 21. b3 Kg7 22. Rab1 Ne5 23. hxg5 hxg5 $19 )Nxg3 19. fxg3 Rae8 20. dxc6 (20. Rc1 Nd8 21. b4 gxh4 22. gxh4 Qg4 23. Rf2 R8e3 24. Qf1 Rxf2 25. Qxf2 Re2 26. Qf3 Qd4+ 27. Kf1 Rd2 $19 )Qxc6 21. Rf3 (21. Rf2 Rxf2 22. Kxf2 Qxc5+ 23. Kf1 Re5 24. g4 Re4 25. g3 Qe5 26. Qf3 Re3 27. Qf2 Qe4 )g4 22. Rf2 Qxc5 23. Qf1 Rxb2 24. Rc1 (24. Re1 Rxe1 25. Qxe1 Kg7 $19 )Qb6 25. Rc4 {1} (25. Kh2 Qxf2 26. Qxf2 Rxf2 $19 )Rxf2 0-1 [Event ""] [White "Andreas Mai 1919"] [Black "Jan Holger Neuenb�umer 1866"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "5"] [Result "1-0"] [Date "2019.12.01"] [WhiteElo "1919"] [BlackElo "1866"] [PlyCount "79"] {Am Sonntag, den 1.12. zur 3. BMM-Runde ging es gegen Kreuzberg 3 gegen einen alten bekannten von der Trainerausbildung: Jan Holger Neuenbaeumer. Die Einreichung der Partie ist besonders im Hinblick auf die Eroeffnung zu begruenden um diese Variante weiter zu popularisieren gegen Sizilianisch.} 1. e4 c5 2. Nc3 {Der geschlossene Sizilianer, eine der eher ausweichenden Antworten auf c5. Paul Meyer-Dunker meinte dazu einmal, dass das etwas fuer alte Maenner ist ohne Gewinnambitionen. Hierbei geht es jedoch um ein anderes System statt dem normalen fianchettierten Laeufer auf g2.} Nc6 3. Bb5 g6 { Der Laeufer hat leider nur ein kurzes Leben mit dem einen Ziel sich auf c6 gegen den Springer abzutauschen. Dies soll in unbekannte Bilder fuer den alteingesessenen Sizilianisch-Spieler und gleichzeitig leichte und gut umsetzbare Plaene fuer Weiss fuehren. Eine Alternative fuer Schwarz ist 3. ... -Sd4.} 4. Bxc6 dxc6 5. d3 Bg7 6. Be3 b6 7. Qd2 Nf6 8. h3 {Der normale Zug hier ist einfach 8. Lh6. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der fertige Aufbau solider ist und spiele daher lieber h3 um dem Sprigner das Feld g4 zu nehmen.} Be6 {Dieser Zug spiegelt meine bisherigen Erfahrungen wieder. Schwarz kann sich nicht auf seine normalen Plaene verlassen und ist von Anfang an gezwungen selbst Schach zu spielen. Oft kommt es dadurch innerhalb der ersten 15 Zuege zu schwer nachvollziehbaren Entscheidungen.} 9. Nge2 Qd7 10. Nf4 { Auch hier ist die Standardidee mit Lh6 besser, aber Sf4 sah nun einfach mal so gut aus.} Rd8 {Schwarz hat sich damit fuer die kurze Rochade entschieden, wodurch der Angriff rollen kann.} 11. g4 Qd6 12. O-O-O Bc8 13. Ng2 Qe6 14. Kb1 $14 {Ja, da muss man ein wenig aufpassen...} (14. f4 Nxe4 15. Nxe4 Qxa2 16. c3 $11 )O-O 15. f4 Ne8 16. f5 $16 Qd7 17. Bh6 Qd4 18. Bxg7 Qxg7 19. h4 Nc7 20. h5 $18 g5 $2 {Die Idee ist klar, den Koenigsfluegel zu machen, aber so geht das nicht wirklich.} 21. h6 Qf6 22. e5 Qxe5 23. Qxg5+ {Auch hier haette der ruhigere Zug Tde1 in eine leicht bessere Stellung gefuehrt, aber nun kommt es zu einer forcierten Abwicklung.} (23. Rde1 Qf6 24. Ne4 Qe5 25. Nxg5 )Kh8 24. Rhe1 Qf6 {Eine tolle forcierte Abwicklung, dachte ich mir dann, die mich nun zwischen ganzen 6 Varianten entscheiden lies.} 25. Qxf6+ { Immerhin habe ich mich fuer den besten entschieden.} (25. Qg7+ Qxg7 26. hxg7+ Kxg7 $14 )(25. Qh4 Qxh4 26. Nxh4 e6 $14 )(25. Qf4 Nd5 26. Nxd5 cxd5 $16 )(25. Qe3 Nd5 26. Nxd5 cxd5 $18 )(25. Ne4 Qxg5 26. Nxg5 e6 $14 )exf6 26. Re7 Rd7 27. Rde1 Rfd8 (27... Rg8 { Das waere noch ein Versuch gewesen Sand in die Augen zu streuen.} 28. Rxd7 Bxd7 29. Re7 Rxg4 30. Rxd7 Rxg2 31. b3 $18 )28. Nf4 Rxe7 29. Rxe7 Re8 30. Rxe8+ Nxe8 31. Ne4 Ba6 32. Nh5 c4 33. dxc4 (33. d4 $1 { Einfach vorbeiziehen ist halt besser.} )Bxc4 34. Nhxf6 Bd5 $2 {Der letzte Versuch mit der Hoffnung auf Sxd5. Aber auch das wuerde nicht mehr viel helfen. } 35. Nxe8 (35. Nxd5 cxd5 36. Nc3 Nc7 $18 )Bxe4 36. Nd6 Bd5 37. c4 Bg2 38. Nxf7+ Kg8 39. Ne5 Kf8 40. f6 {Nach dem der Koenig auf h8 fest sass, darf er sich nun auf f8 bequem einrichten. Daraufhin gab Schwarz auf, was zur Fuehrung im Mannschaftskampf fuehrte. Der Gegner bestaetigte mir danach, dass dies eine recht unbekannte Variante fuer ihn sei und noch nicht viel Zeit darin investiert worden ist. Etwas, dass ich bisher von jedem meiner Gegner hoerte.} 1-0 [Event ""] [White "Peter Weiss 1832"] [Black "Martin Ziegler 1906"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "4"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "59"] {BMM 8. Runde bei Queerspringer - beide Mannschaften spielen gegen den Abstieg. } 1. d4 Nf6 2. Nc3 d5 3. e4 {Blackmar-Diemer Ausgangsstellung. Dannach bin ich immer gespannt, wie die Partie weitergeht. Gleiche Partien gibt es nicht.} Nxe4 4. Nxe4 dxe4 5. Bc4 b6 { Sag ich doch. Mal sehen wie der weitere Aufbau von Schwarz aussieht.} 6. Be3 Bb7 7. f3 e6 8. Qe2 Qf6 9. O-O-O {Solche Stellungen strebe ich an. Man hat das ganze Brett zum spielen. Die f-Linie geht auf und Zeitvorteil habe ich auch.} Bd5 {Was fuer ein Zug!} 10. Bxd5 exd5 11. fxe4 dxe4 12. Nh3 c6 { noch so einer} 13. Rhf1 Qe6 {Jetzt tanke ich Zeit. Gut - Sg5 bietet sich natuerlich an, aber ich will mehr. In meinem Kopf kristallisiert sich ein Plan - das wird ein Selbstlaeufer.} 14. d5 {Macht die d-Linie auf.} Qd7 15. Bg5 cxd5 {So habe ich mir das vorgestellt. Ich tausche die Tuerme gegen die Dame und dann mit den 3 Figuren auf den Koenig in der Mitte.} 16. Rxd5 Qxd5 17. Rd1 Qxd1+ 18. Qxd1 {Mit dem Koenig nehmen habe ich nicht in Betracht gezogen.} Nc6 19. Qd5 Rc8 20. Qxe4+ Be7 {Tja. Was habe ich mir bei dieser Stellung nur gedacht. Wenn Schwarz zur Rochade kommt schwimmen mir die Faelle weg.} 21. Bxe7 Nxe7 22. Nf4 {Zeit nehmen - Vorteil ist weg - Plan fassen. Dame raeumt Bauern ab. Auf keinen Fall die Springer tauschen, denn eine alte Weisheit sagt ja: Dame und Springer setzen Matt.} Kd7 23. Qd4+ Kc6 24. Qxg7 Ng6 { Sieht logisch aus, ist aber ein strategischer Fehler: Springer gehoert an den Koenig!} 25. Qf6+ {Mittlerweilen fuehle ich mich wieder super stark. Der Koenig ist im Feld und kann sich nicht verstecken.} Kb5 26. Nd5 Rhf8 27. Qd6 {schreit foermlich nach...} Rfd8 28. Nc7+ { Schwarz muss den Springer nehmen und dann gibts den naechsten Selbstlaeufer.} Kc4 29. b3+ Kc3 30. Nb5# 1-0 [Event ""] [White "Ilya Rosmann 2323"] [Black "Paul Meyer-Dunker 2064"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "3"] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "52"] {Lichtenberger Sommer} 1. e4 {Fuer mich war es eine spannende Ausgangssituation gegen einen starken Gegner. 5/6 und an Brett 4 in der 7. Runde des Lichtenberger Sommers spielend gegen FM Ilya Rosmann, fast 2300 DWZ war ein guter Zeitpunkt zu testen, wie viel das intensivierte Training seit Beginn des Jahres so gebracht hat.} e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 f5 {Das Jaenisch Gambit. Eines der wenigen gut spielbaren Gambits fuer Schwarz. Ich hab mir diese Variante zur Meisterklasse 2019 im April angeeignet und konnte sie hier erstmals gegen einen richtig starken Spieler testen.} 4. d3 {Dieser Zug geht den extrem scharfen Varianten die nach Sc3 entstehen koennen aus dem Weg ist aber auch wunderbar spielbar.} fxe4 5. dxe4 Nf6 6. O-O d6 7. a4 $6 Be7 8. Nc3 $2 {Das ist schon ein extrem ungenauer Zug. Wenn Schwarz problemlos kurz rochieren darf, ist angenehmes Spiel eigentlich garantiert.} (8. Bc4 $14 { ist eigentlich Pflicht!} )O-O 9. h3 {verhindert Lg4, kann aber sehr zweischneidig sein weil der Bh3 auch immer potenziell zur Angriffsmarke wird.} Qe8 10. Nd5 Bd8 11. Re1 Kh8 {Wichtige Prophylaxe um allerlei Drohungen in der a2 - g8 Diagonale aus der Stellung zu nehmen. Schwarz kann sich in Ruhe optimal hinstellen, es gibt keinen Grund fuer ueberstuerzte Aktionen} 12. Ra3 Qg6 13. Bg5 {Ich erwartete eigentlich} (13. Nh4 Qf7 14. Bxc6 bxc6 15. Nxf6 Bxf6 16. Rf3 $10 )Bxh3 {Sieht verlockend aus, ist aber ueberhastet. Die Maschine will stattdessen folgende Fortsetzungen:} (13... Bd7 $15 )(13... Nxd5 14. exd5 Bxg5 15. Nxg5 Qxg5 16. dxc6 b6 $15 )14. gxh3 {Ungenau. Stattdessen} (14. Nh4 Qxg5 15. Rxh3 Ng4 16. Rf1 $10 )h6 15. h4 hxg5 16. Nxg5 $2 { Der erste grosse Fehler, bei dem die Maschine von 0.00 auf -2.00 umspringt} (16. hxg5 $10 )Nh5 $2 (16... Nxe4 )(16... Nd4 17. Bc4 c6 18. Nb4 Nh5 19. Rh3 Ba5 20. c3 Bxb4 21. cxb4 Rf4 $19 {Mit enormer Schwarzer Druckstellung} )17. Qg4 Nd4 {Diesmal wird Sd4, wenn nun auch mit anderen Drohungen, nicht uebersehen. Die Drohungen Sc2 und c6 plus die kaputte Koenigsstellung und Fesselung in der G-Linie sind zuviel. Game Over.} 18. Bc4 Nxc2 19. Ree3 Nxa3 20. Rxa3 c6 21. Ne3 d5 22. exd5 Rf4 23. Qe6 Qb1+ 24. Kg2 Bxg5 25. hxg5 Qxb2 26. Nd1 Rxf2+ {Somit ging es mit 6/7 in die letzten 2 Runden. Dort konnte ich das Turnier zwar mit 0/2 leider nicht mehr veredeln, was aber immerhin blieb waren einige schoene Siege gegen 3 Leute ueber 2100, knapp 40 Elo und 23 DWZ Punkte, das Gefuehl sich auch gegen Konkurrenz bis 2300 nicht mehr verstecken zu muessen und ein vom Trainer nach oben korrigiertes Trainingsziel fuer die naechsten Monate.} 0-1 [Event ""] [White "Lutz, Lothar, Stefan"] [Black "Klaus, Andre, Wolfgang"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "2"] [Result "1/2-1/2"] [Date "2019.07.09"] [PlyCount "87"] {Trainingslager Pobierowo} 1. e4 c5 2. Nc3 Nc6 3. g3 g6 4. Bg2 Bg7 5. Nge2 e5 6. O-O d6 7. d3 Nge7 {Der geschlossene Sizilianer ist wieder in Mode.} 8. Be3 O-O 9. Qd2 Be6 10. Bh6 Nd4 11. Bxg7 Kxg7 12. f4 f5 13. Rf2 Qd7 14. Raf1 Rae8 15. Kh1 h6 16. b3 Rf7 17. a4 Ref8 { Wer zuerst die Zentrumsbauern tauscht, geraet in Nachteil.} 18. Qc1 { Raetselhaft, aber die Dame peilt die lange Diagonale an.} Nec6 19. Nd5 Nxe2 20. Rxe2 fxe4 (20... exf4 21. Nxf4 g5 { war wohl etwas staerker. Man muss dem Gegner immer wieder Aufgaben stellen.} )21. Bxe4 Nd4 22. Ref2 Bf5 23. Bg2 Bh3 24. Qe1 Bxg2+ 25. Kxg2 Qc6 26. Qe4 exf4 27. Nxf4 Qxe4+ 28. dxe4 g5 29. c3 gxf4 30. cxd4 fxg3 {Abruchstellung. Es folgte noch die Analyse. Das Stellungsgleichgewicht wurde waehrend der ganzen Partie nur gering gestoert. Hier eine moegliche Fortsetzung:} 31. Rxf7+ Rxf7 32. Rxf7+ Kxf7 33. dxc5 dxc5 34. Kxg3 Ke6 35. Kf4 b6 36. h4 a6 37. e5 b5 38. axb5 axb5 39. Ke4 c4 40. bxc4 bxc4 41. Kd4 c3 42. Kxc3 Kxe5 43. Kc4 Kf5 44. Kd3 {Die kollektive Bewertung im und nach dem Spiel wurde von allen als Gewinn betrachtet.} 1/2-1/2 [Event ""] [White "Klaus Kapr 1991"] [Black "Michael Schulz 2233"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "1"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "63"] {In der 9. Runde traf ich auf die Nr. 1 der Startrangliste. Bei der Durchsicht seiner Partien wurde klar, dass er mehrere Antworten auf 1.e4 spielt, was meine Vorbereitung erheblich abkuerzte.} 1. e4 g6 2. d4 c6 3. Nc3 d5 4. Nf3 Bg7 5. Be3 Nf6 6. e5 Ng4 7. Bf4 h5 8. Qd2 b5 9. Bd3 Na6 10. O-O-O Nc7 { Schwarz steht nach der Eroeffnung etwas schlechter.} 11. h3 Nh6 12. Kb1 a5 13. Rde1 {gleich Tdg1} a4 14. Ne2 { Prophylaxe! Dem Gegner bei seinem Angriff kein Tempogewinn anbieten.} Ne6 15. Be3 Qb6 16. Reg1 Nf5 17. Bxf5 gxf5 18. Nh4 Nf8 19. Ng3 {Die Verlagerung der weissen Figuren zum Koenigsfluegel wurde von Michael in der Analyse geruegt.} e6 20. Qd1 b4 21. Nxh5 Rxh5 22. Qxh5 a3 $2 { Etwas staerker war... f4} 23. b3 f4 24. Nf3 {Von dem Textzug, der den Springer unter Figurenopfer in Angriffsposition bringt und die f-Linie fuer die Tueme oeffnet, war mein Gegner offenbar ueberrascht. Der alternative Laeuferrueckzug wird vom emotionslosen PC bevorzugt.} (24. Bc1 Qxd4 25. Nf3 Qc3 26. Qg5 Ng6 27. h4 Ba6 28. Rh3 Bd3 29. Nd4 Qxd4 30. Rxd3 Qxe5 31. Qxe5 Nxe5 )fxe3 25. fxe3 c5 $2 (25... Ba6 26. Ng5 Ra7 27. Rf1 Bxf1 28. Rxf1 Qb7 29. c4 )26. Ng5 Ra7 27. Rf1 Ba6 28. Nxf7 {Die beiden anderen Fortsetzungen sind auch gut: 28.Txf7 oder 28.dxc5. Ich wollte den Springer aktiv stellen und liebaeugelte mit den Mattdrohungen auf der 8. Reihe nach Sd6.} Re7 29. Nd6+ Kd8 30. Rf7 Qc7 (30... Rxf7 31. Qxf7 cxd4 32. Qxg7 Nd7 33. Qg8+ Kc7 34. Qxe6 Qc5 35. Ne8+ Kd8 36. Nf6 Bb5 37. Nxd5 Kc8 )31. Rxg7 cxd4 32. Qh8 1-0

Gewinner: Michael Regel und Klaus Kapr

[Event ""] [White "Jan Elsing 2028"] [Black "Julian N�ldner 1985"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "5"] [Result "1-0"] [Date "2018.12.09"] [PlyCount "99"] {Stadtliga Runde 4. Mein Gegner ist 16 Jahre alt und hat sich in kurzer Zeit auf fast ELO/DWZ 2000 gesteigert.} 1. c4 Nf6 2. Nc3 e6 3. Nf3 d5 4. cxd5 exd5 5. d4 {Ich habe mich entschieden, die Partie besonders ruhig anzulegen. Wird nicht ganz klappen.} c6 6. Bg5 Be7 7. e3 h6 8. Bh4 Bf5 9. Bd3 Bxd3 10. Qxd3 O-O 11. O-O Nbd7 12. Rad1 Re8 13. Nd2 Nf8 (13... Bd6 $5 14. e4 dxe4 15. Ndxe4 Be7 16. f3 Qb6 17. Bf2 Nd5 18. Qc2 $11 )14. f3 c5 $6 (14... Ne6 15. Rfe1 a6 16. Nb3 Nd7 17. Bxe7 Qxe7 18. e4 dxe4 19. fxe4 $13 )15. Bxf6 $16 Bxf6 16. dxc5 d4 17. Nce4 $1 {Hier bleibt er jetzt knapp 30 Zuege stehen und beherrscht viele wichtige Felder, um dann schliesslich zur mattsetzenden Figur zu werden.} (17. exd4 $2 Qxd4+ 18. Qxd4 Bxd4+ 19. Kh1 Bxc3 20. bxc3 Re2 $132 )dxe3 18. Nc4 $1 {Das dynamische weisse Springerduo legt los.} Qxd3 19. Rxd3 Be5 $6 {fuerchtete Sxf6} (19... Ne6 20. Nxf6+ gxf6 21. c6 bxc6 22. Re1 Rad8 23. Rexe3 $16 {4 Bauerninseln bei Schwarz. Hier spielt nur Weiss auf Sieg, aber es ist bei exaktem Spiel vermutlich noch Remis.} )20. Nxe3 $6 (20. b4 $5 { setzt sofort auf den Freibauerkandidaten.} b6 21. c6 b5 22. Ncd6 Re7 $16 )Bxb2 $6 (20... Red8 21. Rfd1 Rxd3 22. Rxd3 Ne6 23. Nf5 g6 24. Nxh6+ Kg7 25. Ng4 Bd4+ 26. Ngf2 Bxb2 27. Rd7 Bd4 28. Kf1 $16 { Schwarz hat etwas Gegenspiel fuer den Bauern.} )21. Rb1 Be5 22. Rxb7 Ne6 23. Nf5 $1 {Fuer mich der beste Zug der Partie, auch wenn er nicht sonderlich effektvoll aussieht. Der Sf5 laehmt gemeinsam mit dem Kollegen auf e4 den schwarzen Koenigsfluegel fuer den Rest der Partie.} Reb8 $2 {Diese Ungena uigkeit sollte die schwarze Stellung eigentlich nicht mehr verkraften. Aber..} 24. Rdd7 $6 {Rechenfehler. Es gewinnt} (24. c6 $1 Nd8 25. Ne7+ Kf8 26. Rdd7 $1 Ke8 27. Nf5 $1 { Dieses ueberraschende Rueckkehrmotiv hatte ich leider uebersehen.} Nxb7 28. Re7+ Kf8 29. cxb7 Bd4+ 30. Kf1 g6 31. bxa8=Q Rxa8 32. Ned6 gxf5 33. Rxf7+ Kg8 34. Rd7 $18 {Das waere die Grossmeister-Gewinnnvariante gewesen.} )Rxb7 25. Rxb7 Rb8 26. Rxa7 $6 {Technisch gesehen ein Fehler, aber praktisch ein recht guter Gewinnversuch im Vergleich zu} (26. Rxb8+ $6 Bxb8 27. Ne7+ Kf8 28. Nc6 {So wollte ich bei 24. Tdd7 gewinnen. Aber:} Bf4 29. Nxa7 f5 30. Nd6 g6 {Der Bc5 geht verloren und Schwarz behaelt beide Leichtfiguren. Das will man nicht, da schwer zu gewinnen.} )({Und dann war da noch} 26. c6 $1 Nd8 27. Rxb8 Bxb8 28. Nd4 Be5 29. Kf1 $1 $18 {So waere es noch gegangen. Es wartet noch etwas Arbeit, aber die Stellung duerfte gewonnen sein.} )Rb1+ 27. Kf2 Bxh2 $11 {Oh Schreck, die Idee Lg1+ war mir entgangen. Jetzt muss ich die Partie noch einmal gewinnen. Zum Glueck klappt das recht ansprechend, und das trotz beiderseitiger Zeitnot.} 28. Ra8+ (28. Ke2 { waere der andere Gewinnversuch gewesen.} )Kh7 29. c6 Rc1 30. Ne7 Rc2+ 31. Ke3 {Jetzt zuckte beim Gegner die Hand schon Richtung f7-f5, um dann zu stutzen und es geschah ueberraschend} Nc7 $2 (31... f5 $2 32. Kd3 $1 { und die Blockade auf c7 broeckelt. Noch nicht gewonnnen, aber fast.} )(31... Rxg2 $1 32. Kd3 Rg1 $1 $11 { Der Computer zeigt natuerlich keine Nerven und haelt so das Remis.} )32. Rf8 $1 $18 {Darauf hatte ich nur gewartet und nahezu a tempo gezogen. Jetzt geht es dem eingeklemmten schwarzen Koenig an den Kragen. Diesmal lasse ich keine Luft mehr ran.} Rxa2 33. Rxf7 Ra3+ 34. Kd4 { Schwarz wird kein Dauerschach haben.} h5 {Hier verbrauchte Schwarz die letzte Bedenkzeit und lebte dann vom Bonus. Ich war immer bei etwa 3 Minuten.} 35. g3 {Hier gewann schon vieles.} Bg1+ 36. Ke5 Ra5+ 37. Kd6 Nb5+ 38. Kd7 Ra7+ 39. Ke6 Nd4+ 40. Kd6 $1 {Jetzt komme ich auf die fuenfte Reihe, ohne das das Turmschach von der Seite geht. Das ist der entscheidende Fortschritt. Der weisse Koenig wird zur starken Figur.} Nb5+ 41. Ke5 { Schwarz hat die Zeitkontrolle geschafft, aber die Stellung ist glatt verloren.} Bd4+ (41... Nd4 42. Kf4 Ne6+ 43. Kf5 Nd4+ 44. Kg5 { Da wollte ich hin. Der Gag ist:} Nxf3+ 45. Kf4 {Der Springer hat sich verlaufen und die Schachs sind alle. Eine Aufgabestellung,} )42. Kf5 { Droht toedlich Sg5+} Kh6 43. Ng8+ {Hier konnte ich mich endlich zuruecklehnen. Die Arbeit war geschafft. Es folgt noch zur Freude der Kiebitze} Kh7 44. Rxa7 Nxa7 45. Ne7 {Der schwarze Koenig bleibt abgeklemmt. Weiss gewinnt mindestens eine Figur. Schwarz versucht noch} Nb5 (45... g6+ 46. Ke6 Kg7 47. c7 Bb6 48. Nf6 Bxc7 49. Ne8+ Kf8 50. Nxc7 { waere das prosaische Ende gewesen und war gut zu berechnen.} )46. Ng5+ Kh8 47. Kg6 {Das laesst man sich natuerlich nicht entgehen. Es wird matt!} Nd6 48. c7 {Das Ablenkungsmotiv erfreut die Mannschaftskollegen. Auf zum Italiener! } Bb6 49. c8=Q+ Nxc8 50. Nf7# {Ein schoenes Schlussbild} 1-0 [Event ""] [White "Michael Regel 1670"] [Black "Peter Grunewald 1659"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "4"] [Result "1-0"] [Date "2018.11.19"] [PlyCount "55"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 g6 { Der Gegner waehlt mit seinem letzten Zug den Drachenaufbau im Sizilianer.} 5. c4 {Dagegen spiele ich, die meines Wissens nach staerkste Eroeffnung mit dem sogenannten Maroczy Bind, Erkennungsmerkmal sind die weissen Bauern auf e4 und c4, die eine sehr starke Kontrolle ueber das Zentrum und insbesondere ueber das Feld d5 ermoeglichen, welches der wichtigste Durchbruch des Schwarzen ist. Kann Schwarz kein d5 spielen, ist er meist zu Passivitaet gezwungen!} Bg7 6. Be3 d6 7. Nc3 Nf6 8. Be2 Bd7 9. O-O Qc8 {9. .. Qc8 ist Bereits ein sehr ungewoehnlicher Zug, Hauptidee ist natuerlich Ng4 zu ermoeglichen, um meinen Laeufer auf e3 zu befragen, welcher natuerlich gebunden an die Deckung meines d4 Springers ist. Am naheliegendsten waere dann der Abtausch auf g4 und die Abgabe des Laeuferpaars. Da diese Komplikationen unnoetig sind, sollten Sie direkt verhindert werden!} 10. f3 O-O 11. Qd2 Ne8 12. Rac1 {Den Turm entwickeln , Ihn auf die Linie der gegnerischen Dame bringen (was natuerlich ein taktisches Ziel darstellt) und prophylaktisch den a1 Turm aus der Diagonale des g7 Laeufers bringen. Den Turm rechtzeitig aus der Diagonale des Laeufers zu bringen, ist sehr ratsam, da man dem Gegner in Zukunft kein Angriffsziel auf der a1 - h8 Diagonale gibt! (Das gilt natuerlich generell auch fuer die h1 a8 Diagonale, also bringt eure Tuerme in Sicherheit, bevor es zu spaet ist!} Nc7 {Langsam merkt man wie Schwer es fuer den Gegner ist, sich aus seiner Passivitaet zu befreien.} 13. Kh1 {Nichts ueberstuerzen, die Ruhe bewahren und den Koenig prophylaktisch in Sicherheit bringen.} Be6 14. Nd5 {Was bedeuten beide Springer im Zentrum? Aerger! Und so droht man natuerlich schon Nxc6 und Nxe7 mit Damengewinn. Und selbst ein grosser Abtausch mit [14. .. Bxd5 15. cxd5 Nxd4 16. Bxd4 Bxd4 17. Qxd4] ist sehr gut fuer Weiss, weil der Springer auf c7 kaum Perspektiven hat ins Spiel zu finden. } Bxd4 15. Bxd4 Qd8 16. Be3 {Hier hatte ich auch die Moeglichkeit mit 16. Bc3 den Laeufer auf der langen Diagonale zu lassen, um spaeter eine Damenbatterie auf der Diagonale zu meinem Vorteil zu nutzen. Das ist allerdings laut Computer auch nur minimal besser als meine Fortfuehrung.} f6 17. Rfd1 b6 18. b4 Bxd5 19. cxd5 Ne5 20. f4 Nf7 {Schaut man sich die Springer auf c7 und f7 an, warten diese nur vergeblich darauf irgendwann aktiv ins Spiel zu finden, waehrend das Laeuferpaar des Weissen nur noch darauf wartet, bis sich die Stellung etwas oeffnet und Sie ueber das ganze Brett scheinen koennen!} 21. Rc2 Qd7 22. Rdc1 Rfc8 23. a4 e5 {Hier haette ich etwas besser spielen koennen mit [24. dxe6 Nxe6 25. Qd5], weil die a2 g8 Diagonale sehr sehr schwach wird und Schwarz riesige Probleme bekommt. Ich hatte den Zug 24. exe6 voellig uebersehen, hatte aber stattdessen eine sehr interessante Idee.} 24. b5 Ne8 25. Rc6 Nd8 {(Scheint) fast so als haette ich uebersehen, dass Nd8 den Turm angreift und wohl moeglich einen Abtausch der Tuerme herbeifuehrt, sollte ich den Turm auf c8 schlagen oder mit meinem Turm beispielsweise wieder auf c2 zurueckgehen.} 26. fxe5 {Und jetzt stellt sich Schwarz die Frage ob Geiz geil ist und man die Qualitaet mitnehmen kann. [26. . . Nxc6 27. dxc6 Qe7 28. Bc4+ Kh8 29. exf6 Nxf6 30. Rf1 Rf8 31. Bd4] und Schwarz ist hoffnungslos verloren mit den Laeufern, die die ganze schwarze Koenigsstellung dominieren. ''Bescheidene'' +9.2 Punkte gibt der Computer fuer Weiss in dieser Variation. Geiz ist wohl doch nicht so geil!} fxe5 27. Rf1 {Und immer noch lasse ich meinen Turm ganz frech auf c6 stehen und bringe stattdessen meinen anderen Turm in den Angriff. Sollte Schwarz sich dieses mal dazu entscheiden die Qualitaet zu nehmen, ist er schon wieder aussichtslos verloren, wobei Weiss sogar viele Moeglichkeiten hat, um eine sehr klare Gewinnstellung zu bekommen. Beispielsweise mit [27. .. Nxc6 28. dxc6 Qe6 29. Bg4! Qxg4? 30. Qd5+] und Matt folgt kurz darauf. Oder [27. .. Ncx6 28. dxc6 Qe6 29. Qc3] Bc4 auf dem Weg und die weissen Figuren sind kurz davor die schwarze Stellung zu zerfetzen. Der Gegner hatte aber nicht so viel Lust das ganze auch noch auf dem Brett zu sehen und entschied sich lieber fuer ein schnelleres Ende.} Qg7 28. Bh6 {Einer der beiden entscheidenden Siege an diesem BMM Spieltag, der uns, der dritten Mannschaft, einen weiteren Punkt bescherte [Es endetete 4 : 4]. Ein Punkt mehr zum Nichtabstieg! In diesem Sinne hoffe ich, dass euch meine Partie gefallen hat und Ihr Etwas fuer eure eigenen zukuenftigen Spiele mitnehmen konntet!} 1-0 [Event ""] [White "FM Dirk Paulsen 2291"] [Black "Klaus Kapr 1956"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "3"] [Result "0-1"] [Date "2018.10.06"] [PlyCount "36"] {Bei der Berliner Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft am 6.10.18 traten wir mit der Mannschaft (Paul Mayer-Dunker, Jan Elsing, Klaus Kapr, Luca Mankel) an. Wir erzielten von 26 Mannschaften den 14. Platz und bestaetigten damit unsere Soll-Platzierung. Es war eine spannende Meisterschaft mit tollen Partien. Jeder von uns konnte einen oder mehrere Siege einfahren. Natuerlich war die Fehlerquote teils zu hoch. Eine unterhaltsame Partie wollte ich gerne vorstellen.} 1. d4 d5 2. c4 e5 3. dxe5 d4 4. e4 Nc6 5. f4 f6 6. exf6 Nxf6 7. e5 {Ein Fehler.} Bb4+ 8. Nd2 Ng4 $19 9. Bd3 O-O 10. Ngf3 Rxf4 11. Qe2 Rxf3 12. Qxf3 Ncxe5 13. Qg3 Nxd3+ 14. Qxd3 Bf5 $1 15. Qg3 Qe7+ 16. Kf1 Re8 17. Nf3 Qe2+ 18. Kg1 Qd1+ {Im Schnellschach gelingt auch mal eine schoene Partie gegen einen staerkeren Gegner.} 0-1 [Event ""] [White "Beratungspartie "] [Black "Pobierovo"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "2"] [Result "1/2-1/2"] [Date "2018.07.10"] [PlyCount "60"] {Lutz, Wolfgang, Lothar - Klaus, Stefan..........Eine Beratungspartie mit je 1 h Bedenkzeit und anschliessender Stellungsabschaetzung bildet traditionell den Hoehepunkt im jaehrlichen Trainingslager in Pobierovo.} 1. d4 d5 2. c4 e5 3. dxe5 d4 4. Nf3 Nc6 5. a3 Nge7 6. Bf4 Bg4 (6... Ng6 {ist vorzuziehen. Der Springer gehoert meist dort hin, der Laeufer hatte auch andere Moeglichkeiten.} )7. Nbd2 Ng6 8. Bg5 (8. g3 {haelt das Gleichgewicht} )f6 (8... Be7 { Ist im Sinne der Figurenentwicklung staerker.} )9. exf6 gxf6 10. Bh4 Bh6 (10... Qe7 {mit Vorbereitung der langen Rochade ist vorzuziehen} )11. Bg3 O-O (11... Qe7 {Setzt den Kampf um Vorteil fort.} )12. Qc2 Qd7 (12... Re8 { Mit Druck auf der e-Linie.} )13. Rd1 Rfe8 14. Ne4 Kg7 15. e3 { Staerker ist die Abwicklung:} (15. Nc5 Qe7 16. Nb3 )Qf5 16. Bd3 dxe3 { Die Zeitnot ging hier von Weiss auf Schwarz ueber.} (16... Bxf3 17. gxf3 Qxf3 18. O-O dxe3 19. Nxf6 Qxf6 20. fxe3 Bxe3+ 21. Kh1 Qg5 { Haelt den schwarzen Vorteil fest.} )17. O-O e2 18. Qxe2 Bxf3 { Der Zug verschenkt den kleinen Vorteil.} (18... Nf4 19. Bxf4 Qxf4 )19. Qxf3 Qxf3 20. gxf3 f5 21. Nc5 f4 {Zielt auf Figurengewinn, aber mit 2 Mehrbauern als Ersatz haelt Weiss die Stellung in der Balance.} 22. Bxg6 hxg6 23. Rd7+ Kg8 24. Rxc7 fxg3 25. hxg3 Re7 26. Rxe7 Nxe7 27. b4 (27. Rd1 )b6 28. Ne4 Rc8 29. c5 bxc5 30. Nxc5 a5 {Die Bedenkzeit war abgelaufen. Die seltene Eroeffnung - Albins Gegengambit - konfrontierte beide Seiten mit ungewohnten Stellungsbildern. Die Eroeffnung verdient mehr Beachtung. Die kollektive Abschaetzung der Endstellung ergab, dass die Partie ahrscheinlich remis enden wuerde. Waehrend der ganzen Partie wurde das dynamisches Gleichgewicht nicht wesentlich gestoert. Beide Seiten streuten einige unsaubere Zuege ein.} 1/2-1/2 [Event ""] [White "Olaf Bandsom"] [Black "FM Siegfried Weber"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "1"] [Result "1/2-1/2"] [Date "2018.04.22"] [WhiteElo "1699"] [BlackElo "2231"] [PlyCount "98"] {D94: Gruenfeldindisch (Geschlossenes System) Ein Einsatz als Ersatzspieler am 8. Brett in der 2 Mannschaft. Der Gegner war nominell klar staerker, hatte aber wohl in letzter Zeit wenig Praxis.} 1. e4 g6 2. d4 Bg7 (2... h5 )3. Nf3 c5 4. c3 cxd4 5. cxd4 d5 6. exd5 Nf6 7. Nc3 Nxd5 8. Bc4 Nb6 9. Bb3 O-O 10. O-O Bg4 11. Be3 Nc6 12. h3 Bxf3 13. Qxf3 Na5 14. Bc2 Nbc4 15. Rab1 Rc8 16. Rfc1 b6 ({ Schwarz konnte hier mit Vorteil einen Bauern gewinnen.} 16... Nxe3 17. fxe3 Nc4 18. Rd1 Nxb2 19. Rxb2 Rxc3 20. Be4 )17. Ne2 (17. Qe2 )Nxe3 18. Qxe3 Nc4 (18... e5 )19. Qd3 Nd6 20. Bb3 Bh6 21. Rxc8 Qxc8 22. Re1 Bg7 23. Rc1 Qd7 24. Qf3 Rc8 (24... Nf5 25. Qc6 Qd8 26. Qb7 )25. Rxc8+ Qxc8 26. Qc3 Qd7 27. Qf3 Bf6 28. Qa8+ {Nach dem 28. Zug hatte ich nur noch 5 Minuten Bedenkzeit.} Kg7 29. Qf3 Qb5 ({Ein weiterer Bauer ginge Verlustig nach:} 29... Qf5 30. Qxf5 Nxf5 )30. Nc3 (30. g4 )Qb4 31. Nd5 Qe1+ 32. Kh2 Bxd4 33. Ne3 Bxb2 34. Nd5 h5 35. Nc7 (35. g4 e6 36. Nf4 Bd4 )Bf6 (35... Be5+ 36. g3 h4 { mit entscheidendem Vorteil.} 37. Nd5 Nf5 38. Nf4 Bd4 39. Nh5+ Kg8 40. Kg2 hxg3 )36. g3 h4 37. g4 Be5+ 38. Kg2 Qe4 39. Ne8+ Kg8 (39... Kf8 40. Nxd6 Qxf3+ 41. Kxf3 Bxd6 42. Bc4 )40. Nxd6 (40. Bxf7+ {Gleicht aus, aber mit nur 2 verbleibenden Sekunden vor der ZUe geschah der Textzug.} )Qxf3+ 41. Kxf3 Bxd6 {Ein Endspiel mit ungleichfarbigen Laeufern endet oft remis. Schwarz sollte den Koenig aktivieren und durch aktives Spiel auf beiden Fluegeln den Gegner unter Druck setzen.} 42. Ke4 e6 43. f4 Kg7 (43... f5+ 44. Ke3 Kf7 45. gxf5 gxf5 )44. f5 exf5+ 45. gxf5 g5 46. Kd5 Bc5 47. Ke5 f6+ (47... g4 48. hxg4 h3 49. Bd5 )48. Ke6 ({Besser war:} 48. Ke4 g4 49. hxg4 h3 )Ba3 ({ Klaren Vorteil versprach:} 48... g4 49. hxg4 h3 50. Bd1 h2 51. Bf3 Ba3 )49. Bd1 Bb2 {Der Durchbruch auf g4 ist vorerst verhindert. Schwarz koennte nun endlich seinen Koenig aktivieren und versuchen, den Mehrbauern am Damenfluegel einzusetzen. Aber ein Remis ist hier schon eher wahrscheinlich und wir trennten uns friedlich.} 1/2-1/2

Gewinner: Peter Weiss

[Event ""] [White "Peter Weiss 1842"] [Black "Dr. Heinz Wirth 2005"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "3"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "65"] {Mannschaftskampf gegen Weisse Dame 3} 1. d4 Nf6 2. Nc3 d5 3. e4 dxe4 4. Bg5 c6 5. Bc4 Nbd7 6. f3 {was sonst} Nb6 7. Bb3 e3 {lehnt das Bauernopfer ab.} 8. Nge2 {Ich nehme den Bauern erst einmal nicht. Er laeuft mir ja nicht weg.} e6 9. Ne4 Nbd5 10. O-O h6 11. Bh4 Be7 12. Qc1 g5 { Dass er sich das traut, damit habe ich ueberhaupt nicht gerechnet.} 13. Be1 Nf4 {Da haben wir den Salat. Nehme ich den Springer raus? Ne.} 14. Qxe3 Nxe2+ 15. Qxe2 Qxd4+ {verliert den wichtigen d-Bauern. Aber ich habe Entwicklungsvorsprung und meine Laeufer bekommen viele Felder.} 16. Kh1 Nxe4 17. fxe4 Qxb2 {Der zweite Bauer ist weg. Trotzdem fuehle ich mich nicht unwohl. Es steht fast alles fuer den Angriff bereit.} 18. Qf3 Rh7 19. Bc3 Qa3 20. Rad1 Bd7 21. Rd4 {richtet sich gegen die Rochade} c5 { Auf den weissen Feldern bin ich stark.} 22. Rxd7 Kxd7 { Es gibt viele Moeglichkeiten. Konkretes sehe ich nicht.} 23. Bf6 {droht Lxe6} Qa6 24. e5 Rc8 25. Rd1+ ({Da rechne ich die ganze Zeit an den weissen Feldern rum und sehe dann nicht die Kombination.} 25. Bc4 Qxc4 26. Qxb7+ Rc7 27. Rd1+ Qd4 28. Rxd4+ cxd4 29. Qb5+ Kc8 30. Qe8+ Kb7 31. Bxe7 )Ke8 26. Qe4 Rd8 {... stehe auf Matt, weg ist mein Angriff} 27. Re1 Bxf6 28. exf6 Rh8 29. h3 Rd4 {Die Zeit wird knapp,} 30. Qe3 Qd6 31. c3 Rd2 32. Qe4 { Der letzte Trick.} Qc6 33. Ba4 1-0 [Event ""] [White "Bart Karstens ELO 2271"] [Black "Dirk Floor ELO 2225"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "2"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "101"] {Publikumspartie gespielt auf ein grosses Brett draussen im Schachkiez von Utrecht.} 1. e4 d5 2. exd5 Qxd5 3. Nc3 Qa5 4. Bc4 Nf6 5. d3 c6 6. Bd2 Qc7 7. Qe2 e6 8. O-O-O b5 9. Bb3 Be7 10. Nf3 Nbd7 11. d4 Nb6 12. Ne5 O-O 13. g4 a5 14. a4 b4 15. Ne4 Nxe4 16. Qxe4 Bb7 17. Nxf7 Rxf7 18. Bxe6 Bd6 19. b3 Kh8 20. Bxf7 Qxf7 21. Rhe1 Rf8 22. f4 {Der Wert dieser Eroeffnung und der Kombination auf f7 sind gar nicht sicher aber nach 22.f4 habe ich die Stellung im Griff. Schlagen auf f4 fehlt am Ende auf Matt auf e8.} Kg8 23. f5 c5 24. Qe6 $1 Qxe6 25. Rxe6 Nc8 26. dxc5 Bxc5 27. Be3 $1 {Die Frage welche Figuren getauscht werden muessen ist immer schwierig. Ich glaube dass ich die Lage hier mit Damentausch auf den 24. Zug und Laeufertausch auf den 27. Zug richtig beurteilt habe.} Bxe3+ 28. Rxe3 h5 29. h3 hxg4 30. hxg4 Bc6 31. Re5 Bf3 32. Rd4 Na7 33. Re6 Rc8 34. g5 Nc6 35. Rdd6 {Optimale Zentralisierung!} Kf8 36. f6 Rc7 37. g6 {Noch ein schoenes Bild.} Rc8 38. Rd7 gxf6 39. Rxf6+ Kg8 40. Rxf3 Ne5 41. Rff7 Nxd7 42. Rxd7 Rc5 43. Rb7 Rc6 44. g7 Rd6 45. Rb5 Ra6 46. Rg5 Ra7 47. Kd2 Rd7+ 48. Ke3 Rc7 49. Kd3 Rc3+ 50. Kd2 Rh3 51. Rxa5 {und Schwarz gab auf.} 1-0 [Event ""] [White "Dennis K�tterheinrich"] [Black "Fritz Baumbach"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "1"] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "56"] 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nf3 Nf6 4. e3 Be7 5. Nc3 O-O 6. Bd2 {recht verhalten} b6 7. cxd5 exd5 8. Rc1 Bf5 9. Be2 Nc6 {nach laengerer Ueberlegung} 10. O-O Na5 11. Ne5 c5 12. Nb5 Nb7 13. Nxa7 $5 { Diesen Zug hatte ich nicht gesehen, er ist allerdings auch nicht gefaehrlich.} Rxa7 14. Nc6 Qd7 15. Nxa7 Nd6 16. dxc5 bxc5 17. Rxc5 Qxa7 18. Ra5 Qb6 19. b3 {Besser war Db3, weil Weiss trotz des nach 19. ... Dxb3 entstehenden Doppelbauern Bewegungsfreiheit fuer seine Figuren bekommt.} Rc8 20. Ra6 Qb7 21. Ba5 {Ein missglueckter Versuch, den verlaufenen Ta6 wieder zu befreien. } Nc4 22. Rxf6 Bxf6 23. bxc4 dxc4 24. Qa4 c3 25. Bf3 Qa6 26. e4 Be6 27. Qb4 {auch 27. Tc1 Le5 28. Ld1 Ta8 29. Lxc3 Dxa4 30. Lxa4 Lxc3 haette nicht mehr geholfen.} Qxf1+ 28. Kxf1 c2 {Weiss gibt auf.} 0-1

Gewinner: Uwe Sabrowski

[Event "LISO 2016"] [White "Klaus Kapr"] [Black "Martin Kapp"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "5"] [Result "1-0"] [Date "2016.08.14"] [PlyCount "53"] 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Bb4 4. e5 c5 5. Bd2 cxd4 6. Nb5 Bc5 7. Qg4 Ne7 $2 ({ Besser ist} 7... g6 8. b4 Bf8 9. Nf3 Nc6 10. a3 Nh6 11. Qf4 a6 12. Nbxd4 Nxd4 13. Qxd4 Nf5 14. Qb2 Bd7 15. Bd3 Bg7 {und Schwarz steht gut.} )8. b4 { Durch den taktischen Schlagabtausch kommt Weiss anhaltend in Vorteil. Der Gegner war offenbar von 5.Lb4 ueberrascht und hat die Folgen falsch bewertet.} a6 9. bxc5 axb5 10. Qxg7 Rg8 11. Qxh7 Qc7 12. Nf3 Qxc5 13. Bd3 Nd7 14. O-O Nf8 15. Qh5 Bd7 16. Rab1 Ra4 17. a3 {Deckt den a-Bauern und bereitet Lb4 vor.} Nfg6 18. Rfe1 { Wie spielt man eine bessere Stellung - durch Aktivieren der eigenen Figuren und Vorbeugen eines schwarzen Gegenspiels.} (18. Bb4 { - die Drohung ist staerker als die (sofortige) Ausuebung.} )Rc4 (18... Qxa3 {laesst weisses Spiel am Damenfluegel zu:} 19. Ng5 Rh8 20. Qf3 Nf5 21. Qe2 Qe7 22. Bxb5 Ra8 23. Ra1 Rc8 24. Ra7 )19. Ng5 Rxc2 20. Bb4 Qc8 21. Qh7 Nxe5 ({ Gerechnet hatte ich mit:} 21... Rf8 22. Bxg6 Nxg6 23. Bxf8 )22. Bxc2 Rxg5 23. Rxe5 Rg8 24. Bd3 Bc6 25. Rbe1 Qd8 26. Rxe6 fxe6 27. Rxe6 { Eine kleine Ueberraschung in der Eroeffnung und etwas Sorglosigkeit durch Schwarz entschieden die Partie gegen eine staerkeren Gegner mit immerhin 2305 Elo-Punkten.} 1-0 [Event "15. Lichtenberger Sommer"] [White "Simon,Ralf-Axel"] [Black "Sabrowski,Uwe"] [Site ""] [Round "7.12"] [Annotator "6"] [Result "0-1"] [Date "2016.08.19"] [WhiteElo "2162"] [BlackElo "2104"] [PlyCount "66"] 1. Nf3 Nf6 {Um Ralf-Axel, der leider fast immer mit der Bedenkzeit auf Kriegsfuss steht, nicht gleich vorbereitungstechnisch reinzulaufen diesmal Koenigsindisch} 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. d4 O-O 6. Be2 e5 7. O-O Nc6 8. d5 Ne7 9. Ne1 {das war nach ein paar Partienstudien immer der Hauptzug von ihm} Nd7 (9... Ne8 {das probierte neben Hartmut Badestein auch mehrere andere. Weiss kam immer schnell zu c5 und Schwarz muehte sich seinen Angriff voranzubringen} 10. Nd3 )10. Be3 f5 11. f3 f4 12. Bf2 g5 13. Rc1 Rf7 14. Nd3 Bf8 {das sind die thematischen Umgruppierungen, leicht zu merken und wenn Weiss etwas Angst bekommt auch sehr wirksam} 15. b4 Nf6 16. c5 Bd7 17. b5 h5 { weiter im Text} 18. c6 bxc6 19. bxc6 Bc8 20. Nb5 g4 21. Kh1 (21. Nxa7 g3 22. hxg3 fxg3 23. Be3 Nexd5 $1 )Ng6 22. Re1 h4 23. Bg1 Nh5 {auch in dieser Partie kam das Phaenomen der schwarzen Bedrohung zum tragen. Ralf sah wohl zu viele Moeglichkeiten fuer mich und ich fuehle mich in solchen Stellungen ja auch sauwohl} 24. Nf2 Ng3+ 25. hxg3 hxg3 26. fxg4 Qh4+ 27. Nh3 f3 $1 28. Bxf3 Nf4 29. Be3 {das vertraegt die Stellung nicht mehr} (29. Rc2 a6 30. Nc3 Nxh3 31. gxh3 Qxh3+ 32. Bh2 {haelt den Laden geradeso zusammen} )Nxh3 30. gxh3 Qxh3+ 31. Kg1 Qh2+ 32. Kf1 Bxg4 33. Rc2 Bh3+ {schoene Kreuzfesselungen} 0-1 [Event "Friesenpokal"] [White "Baumbach,Fritz"] [Black "Bandsom,Olaf"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "7"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "69"] {Am 17.9.2016 war es soweit, der Pokalkampf gegen Fritz Baumbach. Ich hatte schwarz, es kam zum Gruenfeld -Indisch} 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 d5 4. cxd5 Nxd5 5. e4 Nxc3 6. bxc3 Bg7 7. Nf3 c5 8. Bb5+ Bd7 {Springer raus evtl besser.} 9. Bxd7+ Nxd7 10. O-O O-O 11. Rb1 b6 12. Bg5 Nf6 13. Qe2 Qc7 14. Rfd1 Rfd8 15. d5 Ng4 16. h3 Ne5 17. Nd2 Re8 18. f4 Nd7 {ca 0.5 + fuer Weiss} 19. e5 { Hier ueberlegte ich lange es sah so aus, als wenn mich die Bauern ueberrennen ich hatte nichts zu verlieren und oeffnete die Koenigsstellung.} f6 { was ein starker Zug war was auch Fritz sagte. Mit dem Zug e5 zeigte der Computer + - 0 der Zug e5 sah gut aus war aber nicht der beste vonWeiss} 20. Qc4 {und jetzt konnte man einen leichten Vorteil mit schwarz erzielen angucken auf dem Brett und nicht gleich weiterlesen.} Kh8 {Ich sah ihn nicht spielte Kh8 und leichter Vorteil 0.4 fuer Schwarz sicherlich wuerde bei gleichstarken Gegner glaube ich die Partie trotzdem remis ausgehen aber darum geht es ja nicht. } (20... b5 21. Rxb5 Nb6 22. Rxb6 Qxb6 23. Bh4 Kh8 )21. exf6 exf6 22. Bh4 f5 23. Re1 Nf6 24. Re6 Rxe6 25. dxe6 Qd6 26. Nf3 Qd5 { was micht jetzt richtig auf die verlierer Strasse brachte (Damentausch)} 27. Qxd5 Nxd5 28. Rd1 Nc7 { Springer schlaegt den c Bauern haette noch kleine Gegenwehr gegeben. } (28... Nxc3 29. Bd8 Bf8 30. Rd7 Kg8 31. e7 Bxe7 32. Bxe7 Ne2+ 33. Kf2 Nxf4 )29. e7 Re8 30. Rd7 Ne6 31. Ng5 Bf6 32. Nxe6 Bxh4 33. Rd8 Rxd8 34. exd8=Q+ Bxd8 35. Nxd8 { Aufgabe. Frueher hatte ich gegen so starke Spieler immer gleich verloren so konnte man etwas mithalten und bekam Lob vom Gegner obwohl Fritz immer etwas besser stand. Es war ein schoenes Gefuehl gegen so einen starken Spieler mal spielen zu duerfen. Es war eine schoene Partie fuer mich obwohl ich verlor.} 1-0 [Event "BSW/Bahn AG - Schweden"] [White "F. Baumbach"] [Black "N. Malmdin "] [Site ""] [Round ""] [Annotator "8"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "67"] 1. d4 Nf6 2. c4 c5 3. d5 {In den meisten frueheren Partie habe ich Ben-Oni vermieden und 3. Sf3 gespielt, z. B. 3. ... cxd4 4. Sxd4 e5 5. Sb5 Lc5.} e6 4. Nc3 exd5 5. cxd5 d6 6. e4 g6 7. Nf3 Bg7 8. Be2 O-O 9. O-O Re8 10. Nd2 Na6 11. f3 Nc7 12. a4 b6 { Eine normale Stellung im modernen Ben-Oni mit verteilten Chancen.} 13. Nc4 Ba6 14. Bg5 Bxc4 15. Bxc4 h6 16. Bh4 g5 17. Bg3 Nh5 {Keine gute Idee. Der Springer kommt nicht auf das Feld f4 und wird 3 Zuege spaeter das Ziel eines Angriffs.} 18. Bf2 a6 19. g3 Qd7 20. f4 Nf6 21. e5 {Die unglueckliche Stellung des schwarzen Springers hat diesen Erfolg bringenden Vorstoss ermoeglicht. 21. ... dxe6 22. d6 mit grossem Vorteil.} Nh7 22. e6 Qe7 23. exf7+ Qxf7 24. fxg5 Nxg5 25. Bxc5 {mit Gewinnstellung.} Qe7 26. Bd4 {Auch 26. Lxb6 war gut, aber ich wollte nach 26. ... Tab8 27. a5 den Laeufer nicht abseits stellen.} Rab8 27. h4 Nf7 28. Bxg7 Kxg7 29. Qg4+ Kh8 30. Qh5 Qe3+ 31. Kg2 Rg8 32. Rf3 Qd2+ {Ein Racheschach bringt keine Rettung mehr.} 33. Kh3 Ne5 34. Ne4 { Scharz gab auf} 1-0 [Event "Trainingslager Polen"] [White "Sabrowski, L�dtge, Bandsom"] [Black "K�hnemund, Weiss, Junge"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "9"] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "52"] {Beratungspartie im Trainingslager. 30 Zuege, je eine Stunde Bedenkzeit. Die Mannschaften wurden gelost. Team Sabrowski eroeffnet mit e4. Team Kuehnemund entscheidet sich fuer Franzoesisch. (Kommentiert von Peter Weiss)} 1. e4 e6 2. d4 d5 3. e5 c5 4. c3 Qb6 5. f4 {Lutz ist wohl der einzige, der Franzoesisch spielt. Spontan kam die Ansage, das f4 ungenau ist.} Nc6 6. Nf3 Nh6 { So spielt man das also.} 7. Bd3 Bd7 {Der Druck auf d4 wird groesser} 8. Bc2 Rc8 9. Qd3 cxd4 10. Nbd2 {Weiss steht nach 10 Zuegen mit einem Bauern weniger da.} dxc3 11. bxc3 {Die schwarze Seite beraet sich. Jeder hat ja seine eigenen Vorlieben. Und es dauert eine ganze Weile, bis Wolfgang den richtigen Zug findet..} Ng4 12. Qe2 Nb4 {Von Peter a Tempo vorgeschlagen.} 13. Nd4 Rxc3 14. N2b3 Nxc2+ ({Computer spielen} 14... Rxc2 15. Nxc2 Bb5 16. Qxg4 Nxc2+ 17. Kd1 Nxa1 )15. Nxc2 Rxc2 16. Qxg4 (16. Qxc2 Bb4+ 17. Bd2 Qf2+ 18. Kd1 O-O )Qf2+ 17. Kd1 {Die haelfte der Zuege ist gut geschaft. Schwarz hat +4,5. Die Bedenkzeit ist fast weg. Auf Matt spielen oder abwickeln?} Qxg2 ({ Computerzug} 17... Ba4 18. Be3 Qxe3 19. Kxc2 Qf2+ 20. Kd1 Qb2 21. Rc1 Qxa2 )18. Qxg2 Rxg2 {Schwarz ist erbost, dass die weisse Seite nicht das Handtuch schmeist. Die weisse Antwort: Wer nicht matt setzt ist selber Schuld. Auf Grund der knappen Bedenkzeit wurde in den Blitzmodus geschaltet.} 19. Be3 b6 20. a4 Bb4 21. a5 bxa5 22. Nxa5 O-O 23. Nb7 h6 24. Rxa7 Bc6 25. Nd6 d4 { Noch ein schoener Zug a Tempo. Wo soll der Laeufer hin?} 26. Bc1 (26. Bxd4 Rd2+ 27. Kc1 Bxh1 )Bf3# {Franzoesisch - Respekt.} 0-1

Gewinner: Andreas Mai

[Event "Schnellschachturnier, Playchess server"] [White "Karstens,Bart"] [Black "NN"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "31"] {Eine Kurzpartie. Kurt Richter hat einst 666 Kurzpartien. Eine hohe Schule der Schachtaktik (Berlin 1966) veroeffentlicht. Diese Partie wurde wohl gepasst haben zu Richters Sammlung. Schnellschachturnier, Playchess server } 1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 a6 6. Qf3 {Kapitel 13 in Schach Ohne Scheuklappen 5 (2006) ist an dieser Zug gewidmet unter den Titel 'Df3: Nur ein weiterer legaler Zug? Der Autor erwaehnt dass hier fast alles probiert ist. Nebst den Hauptvarianten: Le3, Lg5, Lc4, Le2, f4 gab es an dieser Stelle auch a4, g3, h3, Ld3, f3 und Tg1. Die Idee von Df3 ist offenbar dass Weiss nach dem thematischen Najdorf-Zug 6...e5 7.Sf5 hat, und etwas besser steht. Daneben will Weiss sich aufstellen mittels Le3, 0-0-0 und dann g4-g5 wobei die Dame nach g3, g2 oder sogar e2 gestellt werden kann.} Nbd7 7. Be3 {Laut der Autor ist 6/\Sbd7 einer den Hauptzuegen. Auf 7.Le3 wird eine Aufstellung mit e6 empfohlen.} Qc7 8. O-O-O Ne5 9. Qg3 Nc4 {Schwarz strebt das Laeuferpaar an. Diese Strategie ist nicht ohne Logik aber hier bleibt er i. d. Entwicklung zurueck.} 10. Bxc4 Qxc4 11. e5 { "Wer Vorteil hat muss angreifen." (W. Steinitz)} dxe5 ({Oder} 11... Nd5 12. Nxd5 Qxd5 13. exd6 Qxd6 {(Zu gefaehrlich ist m.E. 13...Dxa2 14.dxe)} 14. Qxd6 exd6 15. Bf4 {Lf4 mit grossem Vorteil.} )12. Qxe5 Ng4 {Sind Laeufer wirklich starker als Springer? Weiss droht 13.Sb5, auf 12/\e6 kommt 13.Sf5, also der einzige Zug war 12/\Ld7. Aber auch danach steht Weiss besser weil Schwarz es schwierig hat seine Entwicklung am Koenigsfluegel zu vollenden.} 13. Qd5 Nxe3 ({Nicht} 13... Qxd5 14. Nxd5 Nxe3 15. fxe3 Rb8 16. Nc6 bxc6 17. Nc7# )({Springer koennen doch auch etwas! Am besten ist} 13... Qc7 14. Ndb5 axb5 15. Nxb5 Qa5 16. Qc4 Nxe3 17. Nc7+ Qxc7 18. Qxc7 Nxd1 19. Rxd1 Bf5 20. Qxb7 Rd8 21. Rxd8+ Kxd8 22. a4 { usw. 14.fxe gibt Uebergang zu diesen Varianten. Es wurde aber gespielt:} )14. Qd8+ Kxd8 15. Ne6+ Ke8 16. Rd8# {Matt. Der Ueberraschungszug 6.Df3 haette nicht besser wirken koennen als in dieser Partie! } 1-0 [Event "Vereinspokal"] [White "Kapr,Klaus"] [Black "Sabrowski,Uwe"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2015.01.23"] [PlyCount "66"] 1. e4 c5 2. Nf3 e6 {Erwartet hatte ich Sweschnikow. Dabei haette ich versucht, im Mittelspiel um einen Vorteil zu kaempfen.} 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Bc5 5. Be3 ({ Die Fortsetzung} 5. Nb3 Bb6 6. Nc3 Nc6 {ist mir besser bekannt. Ich fragte mich, warum 5.Le3 schlecht sein sollte und wollte mir das in der Partie zeigen lassen.} )Qb6 6. Nc3 ({Der Computer bevorzugt} 6. b4 Bxb4+ 7. c3 Be7 (7... Bc5 8. Nd2 a6 9. Qg4 Bf8 )8. Nb5 Qc6 9. Nxa7 Qc7 10. Nb5 Qc6 11. e5 Nh6 12. Bxh6 gxh6 )Nc6 (6... Qxb2 7. Ndb5 Bxe3 8. Rb1 )7. Na4 Qa5+ 8. c3 Bxd4 9. Bxd4 Nxd4 10. Qxd4 e5 11. Qd1 ({Besser ist} 11. Qb4 {Ich verzichtet auf den Zug, da ich mit dem c-Bauern nicht zum Rande hin schlage wollte. Die kuenftige Struktur Sa4, Bb4 und c3 sieht nach dem Textzug aber etwas instabil aus.} )Nf6 12. Bd3 d5 (12... b5 13. Nc5 O-O { Diese Fortsetzung ist fuer den Nachziehenden etwas guenstiger.} )13. b4 Qc7 14. exd5 O-O 15. O-O Bg4 {Der Zug bringt Schwarz in Nachteil.} ({Vorzuziehen war} 15... e4 16. Be2 Qe5 17. c4 b5 18. cxb5 Nxd5 19. Qb3 Be6 20. Bc4 e3 21. Qb2 Qxb2 22. Nxb2 Nxb4 23. fxe3 Nc2 24. Rac1 Nxe3 25. Rf3 Nxc4 26. Nxc4 Rad8 27. Rf4 Bxc4 28. Rfxc4 )16. f3 Bh5 17. Re1 (17. Qb3 Rad8 18. c4 b5 19. Nc5 bxc4 20. Bxc4 {Diese Fortsetzung war staerker, leider sah ich das nicht.} )({ Einige Zeit berechnete ich die folgende Variante:} 17. d6 Qc6 18. b5 Qd5 (18... Qd7 19. Nc5 )19. g4 ({Ich sah nur:} 19. c4 Qd4+ { , was mich nicht so recht gefiel.} )Bg6 20. Bxg6 hxg6 21. Qxd5 Nxd5 22. c4 Nb6 {und Weiss hat einen gesunden Mehrbauern.} )Rfe8 18. Qc2 Nxd5 19. Bxh7+ Kf8 20. Be4 Nf4 21. Nc5 b6 (21... Bg6 22. Rad1 Bxe4 23. Qxe4 Rad8 { war fA1/4r Schwarz weniger nachteilig.} )22. Na6 ({Noch staerker war} 22. Bxa8 bxc5 23. Be4 f6 )Qc4 23. Bxa8 Qxa6 ({Vorzuziehen war} 23... Rxa8 24. Qh7 f6 25. Qh8+ Qg8 26. Qxg8+ Kxg8 27. g3 Nd3 28. Re3 Nb2 )24. Bc6 Re6 25. b5 Qa3 26. Qh7 $4 ({Ein typischer Fehler. Im falschen Moment setzte ich auf wilde taktische Loesungen, statt positionell sauber fortzusetzen. Dabei uebersah ich die Drohungen der schwarzen Dame auf der 2. Reihe. Richtig war:} 26. Rad1 g6 27. g4 Bxg4 28. fxg4 a6 )Qc5+ $2 ({Klaren Vorteil verspricht} 26... Qb2 27. Qh8+ Ke7 28. Qe8+ Kf6 29. Qd8+ Kg6 30. Be4+ f5 31. Bxf5+ Kxf5 32. Qf8+ Rf6 33. Qxg7 Bxf3 )27. Kh1 Rh6 (27... Qf2 28. Qh8+ Ke7 29. Qxg7 Bg6 30. Rg1 { rettet auch nicht mehr.} )28. Qf5 Re6 29. Rad1 Bg6 {Erst wollte ich die Dame wegziehen, bis ich nach einigen Minuten die Schlusskombination sah.} ({Besser war} 29... g6 30. Qc2 a6 31. Bd7 Rf6 32. g4 Bxg4 33. Bxg4 axb5 34. Qe4 Qf2 35. Rg1 Qc5 36. Rd8+ Kg7 37. Rc8 Qe7 )30. Rd8+ Ke7 31. Re8+ Kd6 32. Rd1+ Nd5 33. Rxe6+ fxe6 { Es wurde eine kampfbetonte Pokalpartie mit beiderseitigen Fehlern.} 1-0 [Event ""] [White "Bart Karstens "] [Black "Vaclav Svoboda "] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1/2-1/2"] [Date ""] [PlyCount "117"] {Weiss: Bart Karstens DWZ 2298 Schwarz: Vaclav Svoboda DWZ 2406 Schachfreunde Berlin III - S.C. Friesen Lichtenberg I, 1. Brett Berliner Landesliga, Saison 2015-2016, 1. Runde, 8.11.15. } 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Qc7 5. Nc3 e6 6. Qd3 Nf6 {6. ...a6} 7. Ndb5 Qb8 8. Qg3 d6 { Nicht Damentausch wegen Schwaeche auf c7.} 9. Be3 a6 10. Nd4 {10.Lb6, mit Drohung Lc7 oder Sc7 sieht attraktiv aus aber fehlt auf 10/\axb 11.Sxb5 Sxe4 12.Dh4 Ta4!} Bd7 {Zu dieser Stellung kam es meiner Database nach nur zwei mal: Mons-Movsesian 2014 und Motylev-Bukavshin 2015. Also es gibt hier viel Neues zu untersuchen. Die Idee: aktive weisse Dame gegen etwas passive schwarze Kollegin ist interessant genug.} 11. Bd3 Be7 12. O-O g6 { Vielleicht nicht noetig.} 13. f4 O-O 14. Rae1 Qc7 15. Nf3 $5 b5 16. e5 Nh5 17. Qf2 dxe5 18. Bb6 {Zu dieser Stellung kam es auch in Kovalevskaya-Kurtsidze 2001 aber mit Turm auf d1 statt e1. Bzw. 18.fxe Sxe5 19.Sxe5 Dxe5 20.Ld4 Dg5! ist unklar.} Qb8 19. fxe5 b4 20. Ne4 f5 {Falls jetzt 20...Sxe5 21.Sxe5 Dxe5 22.g4! (22.Ld4 Dc7 23.g4 f5!?) 22...Sg7 23.Ld4 gefolgt von Sf6 und Weiss steht auf Gewinn.} 21. exf6 Nxf6 22. Nxf6+ Bxf6 23. Bc5 Bxb2 {Gibt die Qualle weil er die Dame nicht auf f7 rein lassen will, aber 23...Tf7!? 24.Sg5 Ld4 war doch moeglich.} 24. Bxf8 Qxf8 25. Qg3 Qg7 {Materiell geht es fuer Schwarz: Laeuferpaar + Bauer fuer eine Qualitaet, aber positionell steht Weiss viel besser.} 26. Kh1 Bc3 $6 27. Rd1 Ne7 28. Bc4 Nf5 29. Qc7 Rc8 30. Qb7 Nd4 31. Bb3 Re8 32. Nxd4 Bxd4 33. Qxb4 Be5 34. Qe4 Bb8 35. Rf3 {35.Lxe6! Kh8 36.Tfe1} Bc8 36. Qc6 {36.Lxe6! Kh8 37.Dc6! und Ende Partie.} Qe7 37. Ba4 Rf8 38. Rxf8+ Qxf8 39. Bb3 {Zeitnot war hoch. Viel einfacher ist 39.De8 mit Uebergang zum gewonnen Endspiel.} Kg7 40. Qc3+ {Sophisterei: 40.Lxe6.} Kg8 41. Qh3 Qf6 42. Re1 Kg7 {42.Kf7? Dxh7!} 43. Bxe6 Bb7 44. Bb3 { Besser war Lc4 und dann Tf1. Jetzt bekommt Schwarz gefaehrliches Gegenspiel.} Be4 $1 45. Qd7+ Kh6 46. Qd2+ Kg7 47. Qd7+ Kh6 48. Qh3+ Kg7 49. c3 { Strebt Damentausch an. Stark war, wie schon am 45. Zug, Lg8!} Qf2 50. Rd1 Bf4 {Cool gespielt. 51.Td7 Kf6 52.De6 Kg5 bringt nichts.} 51. Bc4 h5 52. Bd3 Ba8 53. Bxa6 {53.Tf1! Dd2 54.Lxg6 +-} Qxa2 54. Bf1 Qf2 55. Qd7+ Kh6 56. Qd8 $2 {55.Df7!} Be3 {Es hat noch zu wenig Zeit gegeben um die neu entstandene Schwaeche auf g1 bei mir ins Bewusstsein ein zu dringen zu lassen. Weiss muss jetzt Dauerschach geben. Gluecklicherweise gewann Hermann 'der Grosse' im selben Moment seiner Partie und holte der entscheidende Punkt! Also 4,5-3,5 fuer uns.} 57. Qh8+ Kg5 58. Qe5+ Kh6 59. Qh8+ 1/2-1/2 [Event "Stadliga B BMM"] [White "Kapr,Klaus"] [Black "Pflantz,Mike"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2015.03.22"] [PlyCount "35"] {Franzoesisch 1, es ist die letzte Runde in der BMM in der Stadtliga B. Die 3. Mannschaft von Kreuzberg braucht noch einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg und trat mit starker Aufstellung an. In unseren vier Weisspartien spielte der Gegner viermal (4x) Franzoesisch. Offenbar bereiten sich unserere Gegenspieler eroeffnungsbezogen im Kollektiv vor.} 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Bb4 4. Bd2 { Ein altmodischer Zug, der keinen Vorteil aber eigenstANndiges Spiel verspricht. } Ne7 (4... dxe4 5. Qg4 (5. Nge2 Nf6 6. Nxe4 Nxe4 7. Bxb4 Nc6 8. Ba3 Qf6 9. f3 Nd6 10. Bxd6 cxd6 11. Qd2 Bd7 12. O-O-O O-O 13. Qf4 )Nf6 6. Qxg7 Rg8 7. Qh6 )5. Bd3 dxe4 6. Nxe4 (6. Bxe4 Qxd4 7. Nf3 Qb6 )Qxd4 7. Nf3 Bxd2+ 8. Qxd2 Qd8 {Der Rueckzug verliert Zeit und gibt Weiss besseres Spiel.} ({ Der PC empfiehlt das Schlagen auf b2, aber der gesunde Menschenverstand und die Schachpolizei warnen davor:} 8... Qxb2 9. O-O Nbc6 10. Qg5 Ng6 11. Qg3 f5 12. Rfb1 Qa3 13. Neg5 O-O 14. Bc4 Qe7 15. Re1 )9. O-O-O Nec6 $2 ({ Besser war die Figurenentwicklung} 9... Nbc6 10. Qc3 O-O 11. Neg5 Nd5 12. Bxh7+ Kh8 13. Qc4 f6 14. Nxe6 Bxe6 15. Qh4 )10. Qc3 f6 11. Neg5 Qe7 12. Nxh7 Qf7 13. Rhe1 e5 $2 ({Figuren sollten entwickelt werden:} 13... Nd7 )({ Ich hatte eher gerechnet mit:} 13... Rxh7 14. Bxh7 g6 15. Ng5 fxg5 16. Qh8+ )14. Nxe5 (14. Nhg5 )fxe5 15. Rxe5+ {Bei dieser ueberlegenen Stellung macht das Opfern Spass, aufpassen muss man aber immer, besonders im Mannschaftswettbewerb.} Ne7 ({Rechnen musste ich auch mit:} 15... Nxe5 16. Qxe5+ Be6 17. Ng5 Qf6 18. Qxe6+ Qxe6 19. Nxe6 Kd7 20. Bf5+ { bis hier habe ich geschaut und hielt die weisse Stellung fuer klar besser.} )16. Ng5 {Eine Figur ist geopfert, uebertreiben wollte ich diesen Weg aber nicht und deswegen nutze ich den Zeitgewinn durch den Angriff auf die Dame.} (16. Rxe7+ {Dieser Einschlag haette dagegen schneller und schoener gewonnen.} Kxe7 17. Qxc7+ Nd7 18. Re1+ )Qf4+ 17. Kb1 Qf6 18. Ne4 {Schwarz fand keine vernA1/4nftige Fortsetzung mehr. Eine unterhaltsame Partie, in der Schwarz von der ErAPffnungsvariante irritiert wurde. Aus den 4 Franzosen erzielten wir 3 Punkte und insgesamt ein letztlich friedliches Unentschieden. Es folgen die beiden FranzAPsischpartien von Uwe Keil und Andreas Mai aus dem gleichen Wettkampf.} 1-0 [Event "Stadtliga B"] [White "Keil,Uwe"] [Black "Sprotte,Norbert"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2015.03.22"] [PlyCount "57"] {Franzoesich Nr. 2, kommentiert von K. Kapr nach Anmerkungen von Uwe.} 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Bb4 4. e5 c5 5. a3 Bxc3+ 6. bxc3 Qa5 7. Bd2 Qa4 8. Nf3 b6 9. Bd3 Ne7 10. O-O Ba6 11. Bg5 Nec6 (11... Nbc6 { , es sollte der andere Springer entwickelt werden.} )12. Be3 Nd7 13. Ng5 { WeiAY will den Gegner am KAPnigsflA1/4gel beschANftigen, damit dieser nicht das strategisch bessere Spiel bekommt.} Bxd3 14. Qxd3 Rc8 ({Schwarz hat die ersten 14 Zuege schnell gespielt, waehrend der Anziehende schon fast eine Stunde investierte hat. Der Textzug ist ungenau, staerker war} 14... Ne7 )15. f4 {Nach dem VorstoAY fA1/4hlte sich Uwe wohl.} Ne7 { Schwarz hatte bessere Moeglichkeiten:} (15... cxd4 16. cxd4 h6 17. Nf3 Ne7 )(15... h6 16. Nf3 Ne7 )16. f5 {Nun laeuft der Angriff.} Nxf5 17. Rxf5 c4 18. Qf1 exf5 19. Qxf5 Rf8 20. e6 ({ Initiative ist wichtig, der Computer dagegen denkt materiell:} 20. Qxh7 )fxe6 21. Qxe6+ Kd8 22. Qxd5 Rc6 ({Schwarz war schon in Zeitnot, besser war} 22... Qc6 )23. Ne6+ Rxe6 24. Qxe6 Kc7 25. d5 Rf6 26. Qe4 Kb7 27. Bd4 Rg6 28. Qf5 Qb5 ({Noetig waren} 28... Ka6 {oder} )(28... Nf6 )29. a4 {Schwarz verliert eine Figur, keine fehlerfreie Partie ( zum Glueck ! ) aber dafuer nicht uninteressant in der Angriffsfuehrung. Ein Sieg im Franzosen am 1. Brett. Leider war es die erstmal letzte Partie von Uwe fuer unserer Mannschaft. Er wechselt zu einem fusslaeufig erreichbaren Club. Schade, aber verstaendlich.} 1-0 [Event "BMM, Stadtliga B"] [White "Mai,Andreas"] [Black "Steinhardt,Lutz"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2015.03.22"] [PlyCount "61"] {FranzAPsisch 3. Die letzte Runde der BMM hatte eine doppelte Aoberraschung fA1/4r mich parat. ZunANchst FranzAPsisch mit Sf6 und dann noch der Aljechin-Chatard-Angriff den ich ein halbes Jahr zuvor unseren Kindern gezeigt habe, aber nie selber gespielt habe. 1:0 fA1/4r das Training. } 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Nf6 4. Bg5 Be7 5. e5 Ng8 ({ Der SpringerrA1/4ckzug ist schwach, laut Theorie war} 5... Nfd7 6. Bxe7 { nAPtig.} )6. h4 Bxg5 7. hxg5 Qxg5 8. Nf3 Qe7 { Verlangsamt die schwarze Entwicklung dank Sg8 noch mehr.} 9. Qd2 Nc6 10. O-O-O Bd7 11. Qg5 {Ein fragwA1/4rdiger Bluff, die Idee ist den Damentausch durch den schwer zu vertreibenden Springer abzulehnen.} g6 ({Schwarz spielt besser } 11... Qxg5+ 12. Nxg5 h6 13. Nf3 Nge7 )12. Nb5 Rc8 { verliert Bauern nach Damentausch durch Sg5} (12... O-O-O )13. Qf4 {Der Bluff mu ss zurA1/4ckgezogen werden, Ziel ist jedoch erreicht, die Stellung liegt in TrA1/4mmern.} a6 14. Nc3 Kf8 {Nun wird die Intention von g6 erst wirklich klar, der KAPnig mAPchte noch immer in die Ecke.} 15. Bd3 Kg7 16. Rh2 Nb4 17. Be2 h6 18. Rdh1 f5 ({ Der A1/4bliche VorstoAY im Franzosen wANre auch im 18. Zug noch gut} 18... c5 19. a3 Nc6 20. dxc5 )19. g4 g5 20. Qg3 ({Besser war} 20. Qd2 f4 21. a3 Nc6 22. Kb1 Rf8 )f4 { Erwartet und gewollt, die Dame ist auf der Suche nach einem guten Feld.} 21. Qg1 c5 22. dxc5 Qxc5 {Ups! Sxc2/a2, da droht ja doch mehr als berechnet, gut das man das noch reparieren kann.} 23. Qd1 {Die weiAYe Damen ist zurA1/4ck in der Brettmitte und das Spiel steht etwa gleich.} Ne7 24. a3 Nbc6 ({ In Vorteil kommt der Nachziehende nach} 24... Nxc2 25. Qxc2 d4 26. Nxd4 Qxd4 )25. Bd3 {Alle Figuren sind in Position, wANre man doch nur noch einmal dran...} b5 {Oh! Danke fA1/4r das noch einmal dran sein. } 26. Rxh6 Rxh6 27. Rxh6 Nf5 {Scheinbar blanke Verzweiflung, schlechte Zeit und das A1/4berzeugende gegnerische Pokerface waren wohl zu viel.} ({ Der Textzug verliert schnell, besser war} 27... Kxh6 28. Qh1+ Kg7 29. Qh7+ Kf8 30. Nxg5 Nxe5 31. Qh8+ Ng8 32. Qxe5 Qc7 33. Nxe6+ Bxe6 34. Qxe6 Re8 35. Qxa6 Qc5 36. Kb1 Qxf2 37. Qd6+ Re7 )28. gxf5 Kxh6 29. Qh1+ Kg7 30. f6+ Kf7 31. Qh5+ {Der Aljechin-Chatard-Angriff fA1/4hrte zu einer unterhaltsamen Partie, in der am Ende WeiAY das bessere HANndchen hatte. Damit ging eine schAPne Saison ohne Niederlagen fA1/4r mich zu Ende. Die nANchste wird noch besser!} 1-0 [Event "Offene Seniorenmeisterschaft von Meckle"] [White "F. Baumbach"] [Black "G. Schumacher"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "84"] 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nc3 Nf6 4. Nf3 Be7 5. e3 {Diesen passiven Zug hatte ich bei der Vorbereitung in mehreren Partien meines Gegners gesehen.} O-O 6. Bd3 dxc4 7. Bxc4 c5 8. O-O cxd4 9. exd4 {Jetzt ist die typische Stellung Bd4/ Be6 entstanden. Ich spiele sie lieber mit Schwarz und versuche, die Schwaeche des Isolani auf d4 auszubeuten.} Nc6 10. a3 a6 11. Re1 b5 12. Ba2 b4 { Kampf um das Feld d5.} 13. Ne4 Qb6 14. Qd3 Qb5 15. Bc4 Qf5 {An diesem Zug habe ich lange ueberlegt. Fuer Schwarz ist es wichtig, einem Endspiel nahe zu kommen und moeglichst Figuren zu tauschen. Die beste Antwort war hier 16. Sxf6+ Lxf6 17. Dxf5 exf5 18. axb4, wonach die Stellung ausgeglichen ist. Weiss greift jetzt fehl und geraet langsam in die Defensive.} 16. Bg5 $2 Nxe4 17. Bxe7 Nxe7 18. Rxe4 Bb7 19. Re3 Qxd3 20. Rxd3 Rfc8 21. Ne5 Bd5 22. b3 a5 23. f3 bxa3 24. Rxa3 Rc7 25. Rd2 f6 26. Bxd5 Nxd5 27. Nc4 Rb7 { Genauer war 27. ... Tb8.} 28. Re2 Nc7 29. Rc2 Nb5 30. Rxa5 Rd8 31. Rd2 Nxd4 32. Ra3 e5 33. Kf2 Kf7 34. Ke3 Kg6 {Der lange Marsch beginnt. Weiss haette jetzt einfach ausharren und das spaeter entstehende Endspiel mit 3 gegen 4 Bauern am Koenigsfluegel verteidigen sollen. Aber das ist nicht jedermanns Sache, auch die nahende Zeitknappheit spielte eine Rolle (Es wurde ohne Zeitbonus gespielt. )} 35. Ke4 Rdb8 36. Ra6 Kh5 37. h4 $2 Nxb3 38. g4+ Kxh4 39. Rh2+ Kg3 40. Raa2 Nc5+ 41. Kf5 {Jetzt kommt das Ende mit Schrecken.} g6+ 42. Kxf6 Kf4 { nebst Matt. Ein kurioses Bild, beide Koenige stehen auf der falschen Seite!} 0-1

Gewinner: Klaus Kapr

[Event ""] [White "Kapr"] [Black "Kachibadze"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "2"] [Result "1-0"] [Date "2013.12.28"] [PlyCount "65"] {B92: Sizilianisch (Najdorf-Variante mit 6.Le2) Das 7. Winter-Open von Zugzwang 95 e.V. war wieder gut organisiert. Etwas stoerte die Enge zwischen den Stuhlreihen. Mein Spiel war wechselhaft. In den ersten zwei Tagen erzielte ich 3,5 aus 4 und danach kamen 3 Niederlagen. Fuer mich war u.a. die Begegnung mit Georg Kachibadse bemerkenswert. Vor zwei Jahren verlor ich bei dem Turnier gegen den gleichen Gegner in der gleichen Variante sang- und klanglos. Kachibadze ist mit ELO 2309 ein taktisch starker starker Nachwuchsspieler. Ich erwartete wieder eine Katastrophe und hoffte irgendwie ein Remis zu erreichen. Damals hatte ich die Bauernzuege a4 und f4 gespielt. In spaeteren Partien kombinierte ich die Bauernzuege a4 und f3. Heute beschraenkte ich mich auf den Vorstoss f4 und war damit ganz zufrieden.} 1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 a6 6. Be2 e5 7. Nb3 Be7 8. O-O Be6 9. f4 exf4 {Das Schlagen kommt eigentlich zu frueh. Der schlechte Sb3 kommt ueber d4 leicht ins Spiel.} 10. Bxf4 Nc6 11. Kh1 O-O 12. Nd4 Nxd4 {Auch der Tausch erleichtert das weisse Spiel. Der Springer gehoert besser nach e5.} 13. Qxd4 Qc7 14. Rad1 Rad8 15. Qe3 Qc5 16. Qg3 {Statt eines Damentauschs, der die schwarze Stellung staerkt, wirft die weisse Dame einen indirekten Blick auf den schwarzen Koenig. Taktischen Verwicklungen ging ich bewusst aus dem Weg.} Kh8 17. Be3 Qa5 18. Bd4 {Weiss spielt im Zentrum und betont solide. Ich hatte den Eindruck, dass Schwarz nur auf meine Fehler wartete. War das seine Strategie? Spaeter hat er mir das knapp bestaetigt.} Rg8 19. a3 Rc8 20. Rfe1 h6 { Eine Schwaechung der Koenigsstellung} 21. Bf3 Nh5 { Dieser Scheinangriff treibt die Dame auf ein besseres Feld.} 22. Qf2 Nf6 23. e5 {Die weissen Figren sind besser koordiniert und die Dame des Nachziehenden leidet etwas unter Raumnot.} dxe5 24. Rxe5 Qc7 25. Qe3 Rcd8 ({ Ausgleich bot} 25... Rge8 26. Re1 $11 )26. Re1 Bd6 $2 ({Anfaenglich spielte meine Gegner betont leicht und schnell. Als meine sonst ueblichen Fehler aus Leichtsinn unterblieben, blickte er mich wiederholt verwundert an. Langsam geriet er in Zeitnot, konnte aber keine richtige strategische Linie entwickeln, es unterliefen ihm weitere Ungenauigkeiten.} 26... Qd7 $5 {ist erwaegenswert.} 27. Nd5 Rge8 28. Bb6 Rc8 29. Nxe7 Qxe7 {ergibt etwa gleiches Spiel.} )27. Re4 ({Schwarz war schon in hoher Zeitnot, obwohl bei jedem Zug 30SekundenZeitgutschr ift erfolgte. Mein Gegner war sichtbar aufgeregt, in der Kuerze der Zeit konnte er aber die Stellung noch zusammen halten.} 27. Rxe6 fxe6 28. Bxf6 gxf6 29. Qxh6+ Qh7 30. Qxf6+ Qg7 31. Qxe6 Bf4 $18 32. Nd5 { Das waere wohl die richtige Fortsetzung gewesen, aber ich wollte mehr und riskierte den Vorteil wieder zu verlieren.} )Kh7 (27... Be7 28. Rf4 Rxd4 29. Rxd4 $16 Bc5 30. Qf4 {gibt Weiss ebenso Vorteil.} )28. Rh4 (28. Bb6 Qe7 29. Bxd8 Rxd8 30. Rd4 {war einfacher und deswegen besser.} )Qe7 { Ich wollte nun aber den Punkt und fand die praktisch entscheidende Fortsetzung. } 29. Qg5 Bb8 $4 { Das letzte Eigentor in hoher Zeitnot. Eine etwas bessere Option war:} (29... Ng4 30. Ne4 f5 31. Bxg4 fxe4 32. Bf5+ Bxf5 33. Qxf5+ g6 34. Rxh6+ Kxh6 35. Qh3+ Kg5 36. g3 {Aber in Zeitnot kann das niemand berechnen.} )30. Be4+ Nxe4 31. Qxe7 {Die Partie war entschieden, aber meine Gegner blitzte noch etwas weiter.} Rd7 32. Qb4 Bd6 33. Qa4 {Georg reichte mir wortlos die Hand.} 1-0 [Event ""] [White "Baumbach"] [Black "Hobusch"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "1"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "65"] {13. Offene Seniorenmeisterschaft M.-V. in Binz Der Ostseekurort Binz ist fuer mich ein besonderes Erfolgsparkett. Schon als 17-Jaehriger habe ich dort ein Turnier gewonnen, einen Ausscheidungswettkampf der "DDR-Jugend-Kernmannschaft". 1968 wurde ich dort DDR-Studentenmeister und schliesslich gewann ich vor 2 Jahren die Seniorenmeisterschaft M.-V. mit 7,5 aus 9 vor J. Ljubarski , H. Liebert, P. Rahls und B. Raedeker je 7. Zu diesen 3 Turnieren ist ein kleiner Artikel in "Schach" 3/2012 mit der Ueberschrift "Hattrick in Binz" erschienen. Mein Start in diesem Jahr, wieder in dem komfortablen Hotel Binztherme, war zunaechst nicht so erfolgversprechend. Nach der 6. Runde hatte ich 4,5 Punkte war, aber trotzdem etwas deprimiert, weil ich gerade 2 Remisen gegen schwaechere Gegner hinter mir hatte. In der 7. Runde fuehrte mich das Los mit dem zweiten teilnehmenden Friesenspieler Uwe Bade zusammen (bei 174 Teilnehmern schon ein grosser Zufall), was ein friedliches Ende hatte. Nach diesem "Ruhetag" war ich frisch fuer die beiden letzten Partien und konnte zweimal gewinnen. Mit einem dritten Platz bin ich wieder sehr zufrieden! Abschlussstand (bitte die ersten 10 aus dem Internet "M.-V. Schachsenioren" entnehmen). In der nachfolgenden Partie gegen Hobusch gelang mir ein ueberzeugender Angriff. } 1. d4 Nf6 2. Nf3 {Damit wird das Budapester Gambit vermieden, was in den Partien meines Gegners gelegentlich zu sehen war.} b6 3. c4 Bb7 4. Nc3 e6 5. e3 Bb4 6. Bd3 c5 7. O-O Bxc3 8. bxc3 Ne4 9. Nd2 Nxd2 { 9. ... Sxc3 geht wegen 10. Dc2 natuerlich nicht.} 10. Bxd2 d6 11. e4 e5 12. Qg4 Qf6 13. f4 Qg6 14. Qh3 Nc6 15. fxe5 { Hier habe ich lange ueberlegt, auch 15. d5 kam in Betracht.} dxe5 16. d5 Ne7 17. Rf3 Bc8 18. Qh4 Qg4 19. Qf2 O-O 20. Rf1 {Die weissen Figuren sind zum Angriff bereit, aber die schwarze Stellung ist noch ziemlich fest.} Qh5 21. Be2 ({ Der normale Zug, 80% der Spieler wuerden ihn wohl machen. Rybka zeigt jedoch} 21. Bg5 $1 Qxg5 22. Rxf7 Bf5 23. h4 Qh6 24. Rxe7 { auch 24. Txf8+ Txf8 25. exf5 ist gut} Qd6 25. Rxg7+ Kxg7 26. exf5 Rae8 27. Be4 Qh6 28. g4 {mit grossem Vorteil} )Qg6 22. Rg3 Qd6 23. Bh5 Ng6 { Noch kann Schwarz die weissen Drohungen abwehren. Jetzt war 23. Lxg6 hxg6 24. h4 am chancenreichsten.} 24. Rf3 $2 {uebersieht die schwarze Antwort} Ba6 $1 25. Qe2 Rae8 $2 {besser Dd7} 26. Bg4 Re7 27. Bf5 Rb8 28. a4 Qd8 29. Rh3 { Nach ungenauen Zuegen von Schwarz hat Weiss eine Gewinnstellung und kann die Partie effektvoll beenden.} Nf8 30. Bxh7+ $1 Nxh7 31. Qh5 f6 32. Qxh7+ Kf7 33. Rxf6+ {aufgegeben} 1-0

Gewinner: Andreas Mai und Peter Weiss

[Event "BMM Stadtliga Brett 1"] [White "Nitsche-Hahn,Raphael"] [Black "Weiss,Peter"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "8"] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "70"] {BMM 1. Runde gegen Empor.} 1. d4 g6 2. Nf3 Bg7 3. e3 {Meine Vorbereitungen gegen IM Urban waren hinfaellig. Mein junger Gegner bevorzugt offenbar ruhige Stellungen.} d6 4. Be2 c5 5. O-O cxd4 6. exd4 Nf6 7. Bg5 O-O 8. Re1 Qb6 { Ein bisschen stoeren.} 9. Qc1 Nc6 10. c3 e5 11. dxe5 dxe5 12. Bc4 Re8 { Nach laengeren Nachdenken gespielt. Die Schwaeche f7 muss ich im Auge behalten. } 13. Bxf6 {Von solchen Zuegen bin ich immer ueberrascht.} Bxf6 14. Nbd2 {Droht Se4 gefolgt von Sg5. Aergerlich.} Bf5 15. Ne4 Bxe4 16. Rxe4 Rad8 17. Bb3 {Sehe ich nicht. Erst spaeter wird mir klar, dass die Dame von b2-Deckung weg soll.} Rd3 {Ein Kraftzug.} 18. Ng5 { Da haben wir den Salat. f7 ist eben schwach.} Bxg5 { Ob das richtig ist? Mein schoener Laeufer.} 19. Qxg5 Qd8 20. Qh6 Qf6 { Alles unter Kontrolle.} 21. Bc4 Rd6 22. Rae1 Red8 {Offene Linie besetzt. Weiss macht Druck auf der e-Linie. Anfangs dachte ich, das der starke weisse Laeufer abgetauscht werden muss. Aber meinen Springer brauche ich zur Verteidigung von e5. Wenn weiss weiterkommen will, muss er irgendwann mit f4 loslegen.} 23. h3 Rd1 {Den findet auch Fritz an erster Stelle. Eigentlich soll ein Turm auf die 2. Reihe.} 24. Qe3 a6 {Gerichtet gegen eventuelles Lb5. Mein Plan zieht vor, den Turm auf die zweite Reihe zu stellen. Die weisse Dame will ich aber vorher weg haben.} 25. Kh2 b5 26. Bb3 R1d3 27. Qc5 { Die Partie haelt sich die Wagge. Ohne e-Bauer stehe ich auf Matt.} Rd2 28. f4 { Die naechsten Zuege habe ich voraus gesehen. Und schon mal zwischengerechnet.} R8d3 29. fxe5 {Konsequent gespielt. Meine Antwort kam ohne zu ueberlegen. } Rxg2+ {Ein Matt sehe ich noch nicht. Es sind ja auch noch einige klaerende Zuege zu machen. Mein Gegner schuettelt mit dem Kopf.} 30. Kxg2 Qf3+ 31. Kg1 Qg3+ 32. Kf1 Qxh3+ 33. Kf2 {Tja, ich sehe immer noch kein Matt.} Qg3+ 34. Kf1 {aber jetzt!} Qh3+ 35. Kf2 Qh2+ {gefolgt von Tf3} 0-1 [Event "BMM12/13 LL Friesen2 - Nord Ost1"] [White "Sabrowski,Uwe"] [Black "Knappe,Stefan"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "7"] [Result "1-0"] [Date "2012.12.02"] [WhiteElo "1988"] [BlackElo "1924"] [PlyCount "85"] {Guter Springer} 1. d4 d5 2. Nf3 Nf6 3. c4 e6 4. Nc3 Be7 5. Bg5 Ne4 {die Partie n gegen die SNOBisten stehen ja schon immer im Fokus der gesamten Saison. In dieser Partie griff mein Gegner zur allseits bekannten Abtauschvariante im Damengambit} 6. Bxe7 Qxe7 7. Rc1 c6 8. e3 Nd7 9. Bd3 Ndf6 $6 { gibt das Feld e5 erstmal in weisse Hand} 10. O-O O-O 11. Ne5 Nxc3 12. Rxc3 Ne4 13. Bxe4 {der Abtausch beider Springer bietet jetzt die fuer diese Partie als Ueberschrift eingeleitete Position Springer e5 gegen ...Laeufer c8} dxe4 14. c5 Qg5 15. f4 Qd8 (15... exf3 $2 16. Qxf3 f6 17. Qf2 { zeigt deutlich die Misere des Schwarzen} )16. Qb1 Qd5 17. b4 f5 18. a4 Bd7 { der Laeufer strebt nach Freiheit} 19. Qb3 Rfd8 20. Rb1 Rab8 21. b5 { im Stile des Minioritaetsangriffs} Be8 22. Qxd5 exd5 23. bxc6 Bxc6 (23... bxc6 {die Linienoeffnung war nicht nach Geschmack meines Gegners} 24. Rcb3 Rxb3 25. Rxb3 Ra8 26. Rb7 {sprechen auch eine deutliche Sprache} )24. a5 Rdc8 25. Rcb3 Kf8 26. a6 {legt die Wunde frei} Rc7 27. Nxc6 Rxc6 28. Rxb7 Ra8 29. Rb8+ Rxb8 30. Rxb8+ Ke7 31. Rb7+ Kd8 32. Rxa7 { ich glaube so moechte man nie stehen wollen} g6 33. Kf2 Kc8 {da der Manns chaftskampf noch voll im Gange war zoegerte mein Gegner mit der Ueberreichung des Handtuches} 34. Ke2 h6 35. h3 g5 36. g3 gxf4 37. gxf4 Rg6 38. Kf2 Rf6 39. Ra8+ {technische Abtragung} Kc7 40. a7 Kb7 41. Rd8 Kxa7 42. Rxd5 Kb7 43. Rd6 1-0 [Event "Playchess server, Partie mit halbe Stu"] [White "Bart Karstens"] [Black "Christian Wolf"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "6"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "93"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. Qe2 {Laut Short 'unmaennlich' New In Chess no. 4 (1992). Aber doch stark genug um Anatoli Karpow zu besiegen! Match Short-Karpow, Halbfinale WM 1992, Ergebnis 6-4.} b5 6. Bb3 Bc5 7. c3 d6 8. d3 O-O {Hier bevorzugte Karpow auch mal h6 um Lg5 zu verhindern.} 9. Bg5 h6 10. Bh4 Be6 11. Nbd2 Qe7 12. Nf1 { Dieser Springer wird eine glaenzende Karriere machen.} Bxb3 13. axb3 Qe6 14. Ne3 Ne7 (14... Bxe3 15. Qxe3 Qxb3 16. Bxf6 Qxb2 17. O-O gxf6 18. Qxh6 { usw. ist zu gefaehrlich.} )15. O-O Bb6 16. b4 c6 17. Ra3 {Es ist nicht viel aber immer hat Weiss 'etwas'. Falls jetzt 17..a5 so 18.Tfa1 a4 19.b3 und einer Bauer faellt.} Ra7 18. Rfa1 Rfa8 19. Qe1 a5 20. bxa5 Rxa5 21. Rxa5 Rxa5 22. Rxa5 Bxa5 23. Qa1 { Die Idee von De1, jetzt erobert Weiss die einzige offene Linie und kommt rein.} Bb6 24. Qa8+ Kh7 25. Nf1 {Weil Schwarz nicht mehr tauschen kann auf e3 drohen jetzt unangenehme Damenzuege. Deshalb bietet Schwarz Damentausch an, aber der Preis dafuer ist eine Schwaechung der Bauernstellung am Koenigsfluegel.} Qc8 26. Qxc8 Nxc8 27. Bxf6 gxf6 28. Ng3 { Dafuer behalt man Springer, es gibt Loecher auf f5 und h5.} Ne7 29. Kf1 d5 30. Ke2 Kg6 {Hilft nur Weiss. Nach z.B. 30/\Ld8 muss Weiss nicht 31.Sh4 Sg6 32.Sgf5 Sf4 spielen weil Schwarz ausreichend Gegenspiel bekommt. Nach etwa 31. Sh5 Kg6 32.g4 dxe 33.fxe c5 34.h4 c4 35.Sg3 Kh7 36.h5 La5 37.Sh4 kommt Weiss endlich mit einem Springer nach f5 mit grossen Vorteil.} 31. Nh4+ Kh7 32. Nhf5 Ng6 33. Nh5 Bd8 34. g3 { Das ist der Unterschied, der schwarze Springer ist kaltgestellt.} dxe4 35. dxe4 Nf8 36. Nhg7 {Da tanzt der Baer!} Ne6 37. Ne8 Ng5 38. f3 Ne6 39. Ned6 Kg6 40. Nb7 Bb6 {40/\c5 war etwas besser aber nach 41.Sbd6 b4 42.Kd3 wird Schwarz es auch nicht halten koennen.} 41. Ne7+ {Es formt sich ein Tanzpaar.} Kh7 42. Nxc6 Bg1 43. Kf1 Be3 44. Nb4 Bc1 45. Nd3 Be3 46. Nd6 Kg7 47. Nxb5 {Beobachten Sie bitte noch einmal die Rundgaenge der Springer: b1-d2-f1-e3-f1-g3-h5-g7-e8-d6-b7-d6-b5 und g1-f3-h4-f5-e7-c6-b4-d3 und davon in harmonischer Zusammenklang 13 Springerzuegen aus den letzten 17 Zuegen!} 1-0 [Event "12. Lichtenberger Sommer "] [White "Olaf Bandsom"] [Black "Silvio Alten"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "5"] [Result "1/2-1/2"] [Date "2013.08.23"] [WhiteElo "1717"] [BlackElo "1862"] [PlyCount "86"] 1. e4 c5 {Sizilianisch} 2. Nf3 g6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Bg7 5. Nc3 Nc6 6. Be3 Nf6 7. Qd2 O-O 8. Be2 b6 9. O-O-O Bb7 10. f3 e6 11. h4 h5 12. Bg5 Ne7 13. Ndb5 d5 14. e5 Nd7 15. f4 f6 16. exf6 Nxf6 17. Nd4 Kf7 18. Qe3 { Den Druck auf den e Bauern erhoehen.} Qc8 19. Ncb5 Rd8 {Hier ueberlegte ich 20 Minuten. Das Figurenopfer muss von schwarz angenommen werden.} 20. Nc7 Qxc7 21. Qxe6+ Ke8 22. Bb5+ Kf8 23. Qxf6+ {Damenopfer die ich im naechsten Zug zurueck bekam (laut Fritz 11 der 3 beste zug) f5 bester De5 2 bester Zug} Bxf6 24. Ne6+ {Springergabel} Kf7 25. Nxc7 Rac8 26. Na6 Nf5 27. Bxf6 { mit remis Angebot von mir (obwohl ich einen Bauern mehr hatte spielte mein Gegner weiter ( Socker ) :-)} Kxf6 28. Rd2 {Springer raus waere besser.} Nd6 29. Bd3 b5 {Hier wendete sich das Blatt Springerverlust (a4 bester Zug). So ein Mist dachte ich. Diese schoene Partie noch weggeworfen, aber ich spielte Krawall.} 30. f5 gxf5 31. Rf1 Bxa6 {Figur weniger} 32. Bxf5 Nxf5 33. Rdf2 Rc6 34. Rxf5+ Kg6 35. Rg5+ Kh6 36. Rff5 Rg6 37. Rxh5+ Kg7 38. Rxd5 Rgd6 39. Rhg5+ Kf7 40. Rdf5+ Rf6 41. Rxf6+ Kxf6 42. g4 b4 43. Rf5+ Kg7 {Hier bot mei n Gegner remis was ich annahm ich spielte die Partie in der Analyse mit 2 Oberligaspielern nach der eine sagte ich stehe besser der andere sagte schwarz fritz 11 0.3 fuer mich Ich fand die Partie durch das Figurenopfer schoen was andere auch sagten und deshalb obwohl auch Fehler drin sind entschloss ich mich Sie reinzustellen Turm und 5 Bauern - Turm Laeufer und 2 Bauern } 1/2-1/2 [Event "BMM 2012/13"] [White "Andreas Mai"] [Black "Wolfgang Vandre"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "4"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "59"] 1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. Bc4 e6 4. Nc3 a6 5. a4 Nc6 6. O-O Nd4 7. d3 Ne7 { Wie so oft spielt man gegen einen starken Gegner, der sich in seinerEroeffnung sehr gut auskennen wird. Also werden einfach mal etwas ungewoehnlichere aber stets legitime Zuege gemacht. Dies bringt haeufig den Gegner zu laengerem Ueberlegen und verfuehrt zu Fehlern, wenn weiterhin nach allgemeiner Theorie gespielt wird. Das Resultat hierbei ist ein enormer Entwicklungsvorsprung.} 8. Nxd4 cxd4 9. Ne2 Nc6 10. f4 d5 {Einen isolierten Doppelbauern im Zentrum als Angebot, da ist es schwer nein zu sagen. } 11. exd5 exd5 12. Ba2 Bg4 { und wieder wird wertvolle Zeit zum entwickeln der Figuren verschwendet, da: } 13. h3 Bc8 14. Ng3 Be7 15. Qf3 Nb4 16. Bb3 O-O {Schwarz sieht sich nun nach 16 Zuegen noch weit entfernt von der fertigen Entwicklung. So etwas muss man versuchen auszunutzen.} 17. Bd2 Qd6 {Ab hier kann man sich Gedanken um das Abholen des Doppelbauerns machen. Es ist die Frage, ob 1 oder 2 Bauern den Abtausch der Figuren rechtfertigen wuerden. Aber, man kann sich auch erstmal noch besser aufbauen, Schwarz goennt Weiss die Zeit.} 18. Kh1 Rd8 19. Rae1 Nc6 20. Re2 b5 21. Rfe1 g6 {Oha, da unterlief ihm aber ein Schnitzer. Figuren stehen alle bereit, verdoppelte Tuerme auf der freien Linie, ja, nun kann man angreifen.} 22. f5 Bb7 {Schwarz hat die Entwicklung abgeschlossen, kann ja nun nur noch bergauf gehen. } 23. Bf4 Qd7 {Nun beginnt ein weiterer Verbuendeter seine Arbeit. Der Gegner hat nur noch knappe 10min auf der Uhr, also kann man sich mal Zeit nehmen und einen Plan zurechtlegen. } 24. Bh6 Bh4 25. Nh5 { Sieht auf den ersten Blick schon etwas gewoehnungsbeduerftig aus. Meine Rechnung war: Plan a) 25. ... - xh5, vielleicht schmeisse ich ja auch einfach eine Figur weg. Es folgt dann 26.Dxh5 mit Mattdrohung also kriege ich die Figur zurueck und stehe weiterhin gut, vermindere aber den eigentlichen Stellungsvorteil. b) 25. ... - xf5 , 26. g3 ok, brauch man nicht mehr weiterzurechnen. c) einfach stehen lassen, naja, leicht gesagt, aber gute Zuege wollten sich nicht zeigen. aber es kam zu d)} Qxf5 { Gut, dass man sich Zeit genommen hat um alles durchzurechnen. Denn } 26. Qxf5 gxf5 27. g3 Be7 28. Rxe7 Nxe7 29. Rxe7 {verlief genau nach Plan d). Nun haengt der Laeufer auf b7. Wird dieser gerettet folgt ein boese Ueberraschung mit 30. Sf6+ - Kh8 31. Txf7 und dem Matt auf h7. Hat der Gegner leider gesehen. Daher kam es zu} Rd6 30. Bf4 {Bei Androhung von zumindest Qualitaetsverlust, Zeitnot und ein wenig zerknirscht von der eigenen Leistung gab der Gegner auf. Das war leider der einzige volle Punkt im Mannschaftskampf fuer uns. Aber, wir sind nicht abgestiegen, also lief doch alles ganz gut.} 1-0 [Event "Winter Open 2012"] [White "Kapr,Klaus"] [Black "Emig,Edgar"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "3"] [Result "1-0"] [Date "2012.12.30"] [PlyCount "37"] {Ich habe in der Stadtliga im Dezember gegen denselben Spieler Erfahrungen gesammelt. Nach etwas ungenauer Eroeffnung spielte er in Mittel- und Endspiel immer staerker, wir einigten uns damal auf Remis. Auf dem Weg zum Spielort sprach ich heute frueh ich mit Sportfreund Emig. Er teilte mir mit dass er in seiner (russichsprachigen) Heimat in der Kategorie eines Meisters spielte. Nach einigen Jahren der Pause mit dem Schach versucht er nun seine fruehere Spielstaerke wieder zu finden. } 1. e4 Nf6 2. e5 Nd5 3. Nc3 {Eine selten gespielte Nebenvariante. Was sonst, wenn der Gegner mehr von der Theorie versteht.} Nxc3 4. bxc3 d6 5. f4 dxe5 6. fxe5 Nc6 7. Nf3 Bg4 (7... g5 8. Bb5 g4 9. Nd4 Qd5 10. Qe2 Bg7 )8. d4 e6 9. Rb1 Qd5 10. Be2 Na5 { Ein Tempoverlust.} (10... O-O-O 11. Bg5 Rd7 {war besser.} )11. O-O Be7 12. Bg5 Bd8 {Ein weiterer Tempoverlust.} (12... f6 13. exf6 gxf6 14. Ne5 fxe5 15. Rb5 Qc6 16. Rxe5 Bxg5 17. Bxg4 )13. Bxd8 Rxd8 14. Ng5 Bxe2 15. Qxe2 Rd7 16. Qh5 { Der weisse Angriff entscheidet die Partie.} Re7 17. Rxf7 g6 18. Rxe7+ Kxe7 19. Qh4 {19. Dh6 war noch staerker. Schwarz gibt auf.} (19. Qh6 Re8 20. Nxh7 Kd8 21. Nf6 )1-0 [Event "Winter-Open 2012"] [White "Kapr,Klaus"] [Black "Stegmann,Jens"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "2"] [Result "1-0"] [Date "2012.12.28"] [PlyCount "61"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 d6 5. Nc3 g6 6. Be3 Bg7 7. Qd2 Nf6 8. f3 a6 (8... O-O {Die Rochade war hier oder im naechsten Zug angezeigt. Nun krankt das schwarze Spiel an der zu spaeten Rochade.} )9. O-O-O Bd7 10. g4 Rc8 11. h4 {Die ungenaue Zugfolge (a6, Ld7, Tc8) des Nachziehenden erlaubt Weiss den Rauser-Angriff, ohne den weissen Laeufer in der Eroeffnung zu ziehen. Der Tempogewinn zahlt sich spaeter aus.} h5 12. g5 Nh7 13. f4 Qa5 14. Kb1 Bg4 15. Be2 Bxe2 (15... Nf8 16. f5 Be5 17. Rhf1 Rh7 18. Nb3 Bxc3 19. bxc3 Qe5 20. f6 Bxe2 21. Qxe2 Ne6 22. fxe7 Kxe7 23. Bd4 Ncxd4 24. cxd4 Qb5 25. Qe3 Kd7 )16. Ndxe2 {Die sich gegenseitig deckenden Springer wehren vorteilhaft alle Drohungen von Schwarz ab, zudem wird Druck auf der d-Linie vorbereitet.} Nf8 17. Rhf1 Nd7 18. e5 O-O 19. exd6 exd6 20. Qxd6 Rfd8 21. Qd5 Qb4 22. Qf3 (22. a3 )Nf8 23. a3 Qc4 24. f5 Rxd1+ 25. Rxd1 Bxc3 26. Nxc3 Qxh4 27. Ne4 Ne5 28. Nf6+ Kg7 29. Qxb7 (29. Qd5 {Die zentralisierte Dame haette entscheidende Drohungen aufgestellt, Materialismus ist nur manchmal richtig.} )Rc6 {Schwarz hatte nur noch etwa 7 Minuten Zeit, aber dieser im Blitzmodus erfolgte Zug, beendet das Spiel rasch.} (29... Qc4 { war staerker, verliert aber auch.} 30. Bd4 Qxc2+ 31. Ka2 Qxd1 (31... Qxf5 32. Bxe5 Qxe5 33. Qxc8 Qe6+ 34. Qxe6 Nxe6 35. Ne4 )32. Bxe5 gxf5 33. Qxc8 Kg6 34. Qxf8 f4 35. Qh6+ Kf5 36. g6 )30. Bd4 Rd6 31. Ne8+ 1-0 [Event "20"] [White "Olaf Bandsom "] [Black "Ullrich Mitschke "] [Site ""] [Round ""] [Annotator "1"] [Result "1-0"] [Date ""] [WhiteElo "1682"] [BlackElo "1467"] [PlyCount "31"] 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 {franzoesisch} Nf6 4. Bg5 Be7 { Ich entschloss mich mal wieder Agressiv zu spielen mit.} 5. e5 Nfd7 6. Bxe7 Qxe7 7. Bd3 a6 {a6 damit wenn er c5 spielt nicht Sb5 kommt.} 8. Qg4 O-O 9. f4 Qb4 10. O-O-O {Lange Rochade wenn Dame d4 schlaegt kommt Lh7 Damenverlust deswegen kam vom Gegner} f5 11. Qh4 Qxd4 12. Nf3 Qb4 {Jetzt zeigt schon der Computer + 3.5 an (Db6 der beste Zug). Damenschach ist auch nicht gut. Ich spielte sofort} 13. Ng5 {mit Dh7 Matt Er opferte den Springer mit} Nf6 14. exf6 Rxf6 15. Qxh7+ Kf8 16. Qh8+ { Er gab auf wegen Dxg7 mit Turmverlust. So war ich nach ca 1 Stunde fertig.} 1-0

Gewinner: Fritz Baumbach

[Event ""] [White "Bart Karstens 2273"] [Black "Olaf Teschke 2261"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "*"] [Date ""] [PlyCount "57"] 1. d4 d5 2. Nc3 Nf6 3. Bg5 Bf5 4. e3 {Ich haette unser Vorsitzender Marko Schmidt versprochen den Berliner 'Schachoriginal' Kurt Richter Ehre zu beweisen. Dies ist tatsaechlich seine Variante. Richter aber spielte hier immer 4.f3 weil Veresov spaeter wechselte zu 4.e3. 4.e3 is etwas ruhiger aber auch weitaus weniger theoretisch. Mann ist also schnell auf eigene Ideen angewiesen.} e6 5. g4 $5 Bg6 { 5...Lxg4 6.Lxf6 Lxd1 7.Lxd8 verliert eine Figur.} 6. Nge2 h6 $5 { Vielleicht am besten.} 7. Bxf6 Qxf6 8. Nf4 Bd6 {8...Lh7 duerfte besser sein. Schwarz muss aber mit Sh5 rechnen z.B. 9.h4 Ld6? 10.Sh5 nebst Sxg7 weil 10... Dg6? scheitert an 11.Ld3.} 9. Nxg6 fxg6 {fxg Vorteil Aktivitaet via f-linie, Nachteil geschwaechter Bauernstellung, was ist wichtiger?} 10. Qe2 $5 O-O { (10...Tf8!?)} 11. h4 $1 c5 $2 {Faellt i.d. Entwicklung zurueck. Vielleicht fuerchte er Einschnuerung mittels f4 aber nach z.B. 11...Sc6 geht 12.f4 nicht wegen 12...Lxf4! usw. Auf 11...Sc6 muss Weiss daher Sb5 oder g4-g5 spielen, auf beide Faelle mit guten Aussichten.} 12. g5 $1 {Natuerlich ergreift Weiss die Initiative. Er bekommt sehr viel Ersatz fuer seinen Bauer.} hxg5 13. hxg5 Qxg5 14. Bh3 $1 {Besser als das etwas schablonenhafte 14. 0-0-0.} Qe7 15. Qg4 Rf6 16. Bg2 {Jetzt droht Sxd5. In manche Variante faellt Bauern b7 nebst Turm a8, siehe Bemerkung beim 11. Zug.} Rf5 {Das einzige.} 17. Qxg6 {aber es steht m.E. doch etwa gleich.} (17. Nxd5 exd5 18. Qxf5 $5 gxf5 19. Bxd5+ Qf7 20. Bxf7+ Kxf7 21. O-O-O )Qf7 $2 {Hier haette Schwarz unbedingt 17/\Tg5 spielen sollen. 18.Sxd5 geht wunderbar nach 18..Txg6 19.Sxe7 Lxe7 20.Lxb7 usw. Nach 18...exd gibt es aber nichts. Deswegen muss Weiss 18.Dh7 Kf7 19.Lf3 spielen, droht Lh5 und f4, mit besseren Aussichten aber es ist noch nicht vorbei, wohl aber nach 17...Df7} 18. Qxf7+ Rxf7 { Etwas besser war 18...Kxf7 19.Sb5 Ke7 (19...Le7 20.Sc7 siehe Bemerkung 11. Zug) 20.e4! (20.dxc Le5 21.f4 a6) 20...Tg5 21.e5 Lxe5 (21...Txg2 22.exd Kd7 23.Sc7) 22.dxe Sc6 23.Kf1+-} 19. Bh3 {Da ist er wieder!} Rf6 {19...Te7 20.Sb5} 20. Nb5 cxd4 {Verzweiflung. 20...e5 21.dxc ist ebenfalls hoffnungslos.} 21. Nxd6 Nc6 22. Nb5 dxe3 23. fxe3 e5 24. O-O-O Rd8 25. Nc7 Nb4 26. a3 Nxc2 27. Nxd5 Rxd5 28. Rxd5 Rc6 29. Kb1 {und Schwarz gab auf. Dass bedeutete gleich 1-0 im Mannschaftskampf die wir auch gewonnen haben aber leider mit zu wenig Gewinnspanne. Wie es im naechsten Saison weiter geht ist noch nicht ganz klar, aber solche Partien fuer Friesen zu spielen, besonders weil es immer so viele 'Schlachtenbummler' gibt, hat mich auf jeden Fall Spass gemacht! Bart Karstens } * [Event ""] [White "O. Rodriguez Vargas/Katalonie"] [Black "F.Baumbach/Deutsche Bahn AG"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "80"] {Wie schlaegt man einen Grossmeister? Anfang April spielte ich in einem Turnier, welches traditionell in jedem Jahr veranstaltet wird, aber trotzdem wenig bekannt ist: die Europaeische Senioren-Mannschaftsmeisterschaft. Sie wird an verschiedenen Orten ausgetragen und ist offen fuer Mannschaften verschiedenster Herkunft, von den Auswahlteams aus Russland oder Deutschland bis hin zu zusammen gewuerfelten Mannschaften mit Phantasienamen wie z.B. "Mattadore Rheinland". Meine erste Teilnahme 2002 in Dresden in der Berliner Mannschaft mit meinen Schachkollegen Hermann Brameyer, Harald Lieb und Peter Rahls wurde erfolgreich mit einem dritten Platz abgeschlossen. Wir spielten Jahr fuer Jahr mit unterschiedlichen Ergebnissen zusammen, bis 2011 die Berliner Mannschaft aus verschiedenen Gruenden nicht mehr vollzaehlig war. Ich wollte aber wegen des besonderen Flairs (Teilnehmer sehr starke Spieler wie Kortschnoj und viele kleine Spieler aus fast allen europaeischen Laendern) weiterspielen und suchte nach einem anderen Platz, den ich in der Mannschaft "Deutsche Bahn AG" fand. In diesem Jahr wurde die Meisterschaft mit 46 Mannschaften im ehemaligen Kaiserbad Rogaska Slatina/Slowenien ausgetragen. Gleich in der ersten Runde traf ich mit Schwarz auf Grossmeister Rodriguez/ Katalonien und hatte mir bestenfalls einen halben Punkt ausgerechnet. Es kam aber anders: } 1. c4 Nf6 2. Nc3 d5 3. d4 e6 {Mit Zugumstellung ist die Partie in das orthodoxe Damengambit gelangt, Weiss waehlt die Abtauschvariante.} 4. cxd5 exd5 5. Bg5 Be7 6. e3 c6 7. Qc2 Nbd7 8. Bd3 {Diese Stellung habe ich mit Weiss und mit Schwarz schon oft auf dem Brett gehabt. Nachdem ich die uebliche Folge 8. /\ 0-0 9. Sf3 oder Se2 10. 0-0 mit einem spaeteren Minderheitsangriff b2-b4-b5 (und, wie ich finde, unbequemen Spiel) mehrfach erdulden musste, suchte ich nach einer anderen Moeglichkeit.} Nf8 9. Nf3 Ne6 10. Bh4 { Auch spielbar ist 10. Lxf6 Lxf6 11. 0-0 wie in der PartieDimitrijeski-Baumbach, Oberliga 2011/12.} g6 11. O-O Ng7 12. Rad1 Bf5 {Damit ist das strategische Ziel, der Abtausch des Ld3, erreicht. Im Nachhinein muss ich allerdings feststellen, dass zunaechst 12. /\ 0-0 vorsichtiger war.} 13. Bxf5 { Nach langem Nachdenken.} Nxf5 14. Bxf6 Bxf6 15. e4 dxe4 16. Qxe4+ Qe7 17. Rfe1 O-O-O $1 18. g4 {Wiederum lange nachgedacht und /\ ein Fehler. Dieser Zug stellt sich spaeter als entscheidende Schwaechung heraus.} Qxe4 19. Rxe4 {Weiss hatte wohl uebersehen, dass 19. Sxe4 (scheinbar mit Figurengewinn) einfach mit 19. /\ Sxd4 beantwortet werden kann, weil der Sf3 haengt.} Nd6 20. Re2 Rhe8 21. Ne5 Bg7 22. f4 f6 23. Nf3 Bh6 { Jetzt wird die Schwaechung durch den Zug 18. g4 sichtbar.} 24. Rxe8 Rxe8 25. g5 fxg5 26. Nxg5 Rf8 27. Ne2 Bxg5 28. fxg5 Rf5 29. h4 Rf3 {Dieser Zug ist zu direkt, verdirbt aber nichts. Die Computeranalyse ergibt in Sekundenschnelle die Folge 29. /\ Sc4! 30. b3 Se3 31. Tc1 Kd7 32. Sg3 Tf4 mit Gewinn.} 30. Kg2 Re3 31. Ng3 Kd7 32. Kf2 Re7 33. b3 Ne4+ { Der Uebergang ins Turmendspiel ist am uebersichtlichsten.} 34. Nxe4 Rxe4 35. h5 gxh5 36. d5 c5 37. Rd3 Rf4+ 38. Ke3 Rg4 39. Rd2 Rxg5 40. Ke4 Kd6 {Weiss gab auf Turniersieger wurde die russische Mannschaft mit Wasjukow am Spitzenbrett mit 15 Mannschafts- und 25 Brettpunkten vor St. Petersburg (15/22,5)und Montenegro (14) /\. Bahn AG (5) und 43. Platz. Die Individualwertung am 1. Brett hat der wie immer phantastisch aufspielende Viktor Kortschnoj (Schweiz) mit 7,5 aus 9 vor Wasjukow und Dontschenko je 6 gewonnen. Ich war mit 5 aus 8 ohne Niederlage auch nicht unzufrieden. Fritz Baumbach } 0-1 [Event ""] [White "Klaus Kapr"] [Black "Andreas Mai"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "*"] [Date ""] [PlyCount "62"] {Vereinsmeisterschaft 2012 - 5.Runde Nach einem guten Spiel soll man ja eine Pause einlegen, hab ich gehoert, welche nun nach 5 Wartejahren vorueber ist. Hier kommt meine zweite eingereichte Friesenpartie:} 1. e4 d6 2. d4 Nf6 3. Nc3 g6 4. Nf3 Bg7 5. Bd3 O-O 6. O-O Bg4 7. h3 Bxf3 8. Qxf3 Nc6 9. Be3 e5 10. dxe5 Nxe5 11. Qe2 Re8 12. f4 Nc6 { Der reine Ausgleich, doch wer macht den ersten und wer den letzten Fehler?} 13. Rad1 Qe7 14. a3 Rad8 {Alles fertig entwickelt, moegen die Spiele beginnen. Die schwarze Idee: Das Zentrum muss weg mit groesstmoeglichem Gewinn, mit d5?} 15. Rfe1 d5 {Ist d5 gut oder schlecht? allgemein heisst es weithin, wer zuerst aufmacht, der verliert. So sah ich es: [1] Haengt da was? 16. e5 - d4, 17. xf6 - Lxf6 (17. ... - Dxf6 verliert mit 18. Se4), Springer oder Laeufer, tja, in der Partie habe ich auf den Springer gehofft, Fritz sagt daraufhin, das waere schlechter fuer mich. [2] Was soll schon passieren? Onkel Fritz meint nur: Ausgleich mit 16. Sxd5 - Sxd5 , 17. xd5 Gespielt wurde nun:} 16. e5 d4 17. exf6 Bxf6 18. Ne4 {Hier wird bereits eine deutlich bessere Stellung fuer Schwarz voraus gesagt und wuerde Weiss eher 18. Ld2 - dxc3 , 19. Dxe7 - Sxe7 , 20. xc3 , leichter Vorteil Schwarz, anraten.} dxe3 19. c3 Bg7 20. Qf3 {Bietet Weiss tatsaechlich 20. ... - Txd3 an? Welch eine boesartige Falle: 21. Txd3 - Dxe4 , 22. Txe3 und weg ist die Partie! Also lieber das Misstrauen walten lassen, auf die Haende setzen und nochmal schauen.} h6 { Irgendwie muss Bewegung rein, vielleicht durch die Dame?} 21. Ng3 Qc5 22. Kh1 Qb6 23. Re2 {Da meckert Fritz bereits heftig und sagt -1.50! Der Vorschlag: 23. f5. Jetz existiert Spielraum fuer Weiss und fuer Schwarz.} Qb3 24. Qf1 {Wirkt stabil jedoch unbeweglich, ob da was zu machen geht? Vorsicht ist mit Lc2 geboten, das koennte schnell gefaehrlich werden, oder?} Rd6 25. f5 {Drueber gekuckt, bisschen rumgerechnet und erstmal als nicht zu bedrohlich eingestuft. Doch was nun selbst ziehen? Lc2 bereitet wahnsinnige Kopfschmerzen, mit dem bitteren Beigeschmack von Se4 und der etwaigen Drohung auf g6 wollte mir das nicht so recht munden.} Ne5 {Schon ist es passiert, von meiner so guten Stellung hat es wieder zum Ausgleich (laut Fritz) gereicht. Alle Ideen mit dem Zug scheinen zwecklos und der Computer meint mit Te5 haette ich immerhin noch Vorteil.} 26. fxg6 {Das war zu viel fuer meinen armen alten Onkel Fritz, von einem Ausgleich zu einer klaren Gewinnstellung haengt sich der Computer "kopfschuettelnd" auf. Spaeter gibt er mit 26. Lc2 - Txd1 , 27. Dxd1 den Ausgleichsweg an.} Rxd3 27. gxf7+ Qxf7 28. Qxf7+ Kxf7 29. Rf1+ Kg8 30. Nf5 Nc4 31. Rf4 Rd1+ {0:1 Der arme Onkel Fritz schien unter der Partie sehr gelitten zu haben. Ungenauigkeiten fuehren zu einem Tau ziehen, welche dem Schach erst die so selten anerkannte Spannung bringt.} * [Event "Simultan in Berlin"] [White "A. Karpow"] [Black "Kapr"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1/2-1/2"] [Date "2012.09.08"] [PlyCount "70"] {Das Simultan begann nach einer Pressekonferenz zur Taetigkeit der gesellschaftlichen Organisationen, in denen Karpow in Russland und im Ausland an verantwortlicher Stelle mitwirkt.} 1. d4 d5 2. c4 Nc6 3. Nf3 Bg4 4. cxd5 Bxf3 5. dxc6 Bxc6 6. Nc3 Nf6 7. f3 e5 (7... e6 {geht auch.} )8. dxe5 Qxd1+ 9. Kxd1 O-O-O+ 10. Kc2 Nd7 11. Bf4 h6 { Der Zug ist unnoetig und schwaecht die Stellung.} 12. h4 Re8 13. e4 Nxe5 14. Rd1 Bc5 15. Bb5 Bxb5 16. Nxb5 f6 17. h5 a6 (17... Rd8 { Mit dem Zug haette Schwarz fasst ausgeglichen.} )18. Nd4 Rhf8 19. Nf5 Rf7 20. Rd5 Bf8 {Weiss steht aktiver. Der Bg7 braucht Deckung.} 21. Rhd1 Nc4 22. b3 Nb6 23. R5d3 Ba3 24. Kd2 Bf8 25. Ke2 Nd7 26. Rc3 Ne5 27. Rd5 Nc6 28. Rc1 Rd8 29. Rxd8+ Kxd8 30. Rd1+ Rd7 31. Rxd7+ Kxd7 32. Bd2 Nd8 33. Kf2 Ne6 34. Kg3 Bd6+ 35. Kg4 c5 {Hier bot Karpow, dem die Ermuedung durch das Simultan und offenbar seine Anreise von Sotschi ueber Moskau nach Berlin ins Gesicht geschrieben war, Remis an, was ich gluecklich akzeptierte. Weiss spielte positionell und taktisch sauber. Ich konnte mit Schwarz die kleinen Fehler nicht vermeiden, die in der Summe haetten verlieren muessen.} (35... Be5 {Damit haette der Nachziehende die Figuren aktiver stellen und um Remis spielen koennen. Nach dem schwaecheren Bauernzug c5 konnte Weiss einfach den Laeufer abtauschen und die Bauern am Koenigsfluegel entscheidend vorruecken. Alle anderen 14 Partien im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur gewann Anatoli Karpow.} )1/2-1/2

Gewinner: Peter Weiss

[Event "Berliner Seniorenmeisterschaft 2011"] [White "Peter Krug"] [Black "Werner P�schel"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2011.02.02"] [WhiteElo "2191"] [BlackElo "2173"] [PlyCount "53"] {Die nachstehende Partie gefaellt mir am besten, da mein Gegner dabei kraeftig mitgeholfen hat. Ich bitte, mit Nachsicht nachspielen, denn meine Kommentare sind sehr holperig und ohne Hilfe von Fritz. Es sind etwa 10-15 Jahre her, dass ich eine Partie zur Veroeffentlichung einreichte. So jetzt geht es los.} 1. e4 d5 2. exd5 Qxd5 3. Nc3 Qd6 4. d4 Nf6 5. Nf3 c6 6. g3 Bg4 7. Be2 e6 8. Bf4 Qb4 {Das ist ein Fehler und der Anfang allen Uebels.} 9. a3 Qb6 10. O-O Nbd7 11. b4 Bxf3 12. Bxf3 Nd5 13. Nxd5 cxd5 { Die Partie ist nun nicht mehr zu halten.} 14. Re1 Be7 15. c4 dxc4 16. d5 e5 17. Bxe5 Nxe5 18. Rxe5 Qd6 19. Qe2 Kd8 20. Re1 Bf6 21. Re8+ Kd7 22. Bg4+ Kc7 23. Qxc4+ Kb6 24. a4 a5 25. R8e6 fxe6 26. Rxe6 Qxe6 27. Qc5+ {aufgegeben Das doppelte Turmopfer hat mir Spass gemacht., zumal mein Gegner als Geheimfavorit fuer die ersten Plaetze gehandelt wurde.} 1-0 [Event "Utrecht Sommer 2011"] [White "Karstens"] [Black "Uildriks"] [Site ""] [Round "7"] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2011.08.17"] [PlyCount "49"] 1. e4 {Fast gleichzeitig mit den Lichtenberger Sommer gab es in Utrecht auch ein Sommerturnier. In der letzten Runde spielte ich eine inhaltsreiche Partie.} e6 2. d4 d5 3. Nc3 Nf6 4. Bg5 dxe4 5. Nxe4 Be7 6. Bxf6 Bxf6 7. Nf3 { Die alte Burnvariante} O-O 8. Bc4 Nd7 9. Qe2 Nb6 10. O-O-O {Keine slechte Idee, Weiss bekommt Entwicklungsvorsprung. Aber einer der allergroessten aller Zeiten, Wassili Smyslow, interpretierte diese Stellung doch anders: 10.Lb3 Ld7 11.0-0 De7 12.Tfe1 Tad8 13.Tad1 La4 14.Lxa4 Sxa4 15.Db5 Sb6 16.c4 c6 17.Db3 Dc7 18.Sxf6 gxf 19.De3 Kg7 20.Se5! und er gewann eindruecksvoll: Smyslow-Stahlberg, Zuerich 1953} Nxc4 11. Qxc4 Be7 {Es drohte 12.Sxf6 Dxf6 13.Dxc7. Jetzt <->droht/^ Schwarz die Stellung auszugleichen mittels Dd5 z.b. 12.The1 Dd5 13.Dxc7 Ld8 und es folgt Dxa2. 13.Dxd5 exd 14.Sc3 mit Doppelangriff auf d5 und e7 bringt auch nichts wegen 14...Lb4. Also} 12. Kb1 Bd7 13. Ne5 Be8 14. d5 Qc8 (14... exd5 15. Rxd5 Qc8 16. Rhd1 c6 17. R5d2 Qf5 18. Nf3 $14 )15. Rhe1 Bd6 (15... f6 16. dxe6 $1 fxe5 17. Rd7 $1 Bf6 18. e7+ Rf7 19. Rd8 $18 )16. Nf6+ $1 (16. dxe6 Qxe6 17. Qxe6 fxe6 18. Nxd6 cxd6 19. Rxd6 (19. Nf3 Bh5 )Rxf2 $11 )(16. f4 Bxe5 17. fxe5 exd5 18. Rxd5 Bc6 $11 )gxf6 (16... Kh8 17. Qh4 h6 18. g4 $1 Bxe5 (18... gxf6 $2 19. Qxh6+ Kg8 20. Rd3 {und Matt in drei} )19. Rxe5 Qd8 20. g5 Bc6 21. Qe4 $1 gxf6 22. Qh4 fxe5 { So lange mann Figuren hat kann mann diese opfern!} 23. Qxh6+ Kg8 24. g6 fxg6 25. Qxg6+ Kh8 26. Qh6+ Kg8 27. Rg1+ Kf7 28. Qxe6# {Eine fantastische Variante!} )17. Qg4+ $6 (17. Qh4 $1 {Es gibt keine Verteidigung gegen das eingreifen der Tuerme auf die dritte Reihe.} Bxe5 (17... Be7 18. Rd3 exd5 19. Rh3 Qf5 20. Ng4 Kh8 21. Rxe7 $18 )18. Rxe5 Qd8 (18... fxe5 19. Qg5+ Kh8 20. Qf6+ Kg8 21. Rd3 )19. Re3 f5 20. Qh6 $1 )Kh8 18. Qh4 Qd8 $2 {Danach laeuft es glaenzend aber hier hatte er mit 18...Le7 noch Widerstand leisten koennen.} (18... Be7 19. Re3 (19. Ng4 Rg8 20. Nxf6 Rg7 21. Rd3 { Ist fast der Partie aber jetzt tauscht er erst auf f6 und dann Dd8!} Bxf6 22. Qxf6 Qd8 $19 )Rg8 20. Rh3 Rg7 21. Rdd3 Bb5 22. Rdg3 Qf8 { Jetzt ist die Dame zur Verteidigung gekommen und es gibt nicht mehr als Remis.} 23. Rxg7 Qxg7 24. Rg3 fxe5 25. Qxe7 Qh6 26. dxe6 fxe6 27. Qxc7 Qf6 28. Rf3 Qg5 29. Rg3 Qf6 30. Rf3 Qg5 31. Rg3 Qf6 32. Rf3 )19. Ng4 Rg8 20. Nxf6 Rg7 21. Rd3 { Achtung! Es droht Th3 und Dxh7.} Be7 {Er hat auf seine 18. Zug gedacht dass der weisse Angriff hier nicht weiter geht. Es gibt tatsaechlich nur einen Zug um weiter zu gehen, aber der gewinnt auch!} 22. dxe6 $1 Bxf6 23. Rxd8 Bxh4 24. exf7 $1 {Am Ende der ganzen Kombination gibt es <->Aljechiner Art/^ noch eine versteckte Pointe. (Ein Aljechin aber wurde natuerlich 17.Dh4! statt 17. Dg4 gespielt haben...) Weniger klar ist 24.Txa8 Tg8 25.e7 f5.} Rxd8 (24... Rxf7 25. Rexe8+ Kg7 26. Rxa8 $18 )25. Rxe8+ {Nach Te8 gabt er direkt auf: 25...Txe8 26.fxeD Tg8 27.De5 Tg7 28.g3 gewinnt einfach. So Schach spielen macht Spass!} (25. f8=Q+ $2 Rg8 $13 )1-0 [Event "Vereinspokal 2011"] [White "Klaus Kapr"] [Black "Peter Weiss"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "48"] {Pokalpartien gegen Klaus sind immer hart umkaempft. In den letzten 3 Jahren, in denen ich mitspielte, gab es 3 Niederlagen und das KO.} 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 e5 6. Ndb5 d6 7. Bg5 a6 8. Na3 b5 { Sweschnikow - die Ausgangsstellung. Das haben wir schon oft gespielt.} 9. Nd5 { Normalerweise spiele ich hier Le7. Der Damenausflug bringt nicht wirklich was.} Qa5+ 10. Bd2 Qd8 11. Nxf6+ Qxf6 {Neuland - fuer mich} 12. c4 { Das Mrkenzeichen von Klaus. Wohin mit meiner Dame?} Qg6 13. f3 { Ein "ungewoehnlicher" Zug. Le7 droht ein bisschen. Obwohl man den Laeufer nicht auf g3 opfern kann.} Be7 14. Kf2 {nun ja} f5 15. cxb5 Nd4 16. exf5 Bxf5 {Vor Lc4 hatte ich jetzt am meisten Respekt. Ob ich mir d5 und Td8 getraut haette, weiss ich nicht.} 17. Be3 O-O 18. Bxd4 exd4 19. Bc4+ Kh8 20. bxa6 {Zwei Bauern weniger und d4 haengt auch. Na dann ...} d5 21. Bxd5 Rad8 22. Qb3 { Jetzt hat Weiss 3 Bauern mehr. Aber die schwarzen Felder entscheiden.} d3 23. Rhd1 Bc5+ 24. Kf1 Qd6 {Droht Dxh2 und Dxd5. Hier gab Klaus auf. Computer haetten nicht Dd6 gespielt - sondern was?} 0-1 [Event "BMM, Stadtliga B"] [White "Kapr"] [Black "Pronobis"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2011.12.04"] [PlyCount "75"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nf6 3. Nxe5 d6 4. Nf3 Nxe4 5. d4 d5 6. Bd3 Bg4 7. O-O Be7 8. Re1 f5 $6 {Diagramm # Der Bauernvorstoss ist zu riskant. Mein Gegner sagte nach der Partie, dass er die ?!-Bewertung aus der Theorie kannte, er versuchte es dennoch. Interessanterweise hatte ich am Vortag im Internetblitz dieselbe Variante auf dem Brett.} ({Besser ist} 8... Nc6 9. c4 Nf6 10. cxd5 Nxd5 11. Nc3 )9. c4 c6 ({Die Rochade waere stellungsgemaesser:} 9... O-O 10. Nc3 Bh4 11. g3 Bf6 12. Be2 Nxc3 13. bxc3 )10. cxd5 cxd5 11. Qa4+ (11. Qb3 { wuerde einen Bauern gewinnen.} Nc6 12. Qxb7 Nb4 13. Qb5+ Kf8 14. Ne5 Bh5 15. Qa4 Nxd3 16. Nxd3 )Kf8 (11... Nc6 { waere als Entwicklungszug besser und geschah in der Blitzpartie.} )12. Ne5 { Diagramm # Dieser Tempogewinn festigt den Vorteil.} Bh5 13. f3 Be8 14. Qb3 Qa5 15. Re2 (15. Nc3 Nxc3 16. bxc3 {Diagramm # Diese Stellung ist fuer Weiss klar gewonnen. Warum habe ich auf den Springerzug nach c3 hier verzichtet? Ich dachte durch Vermeidung von Figurenabtausch den Vorteil ausbauen zu koennen. Statt zu stur zu diesem Prinzip zu stehen, haette mir die konkrete Stellungsbewertung hier weiter geholfen.} )Nd6 16. Bd2 Qa4 17. Qxd5 Nc6 18. Nxc6 Qxc6 19. Qe6 Qd7 20. Qe3 Bf7 21. Bb4 {Diagramm # Die Koordination der weissen Figuren ist nicht optimal. Der aktive Laeuferzug haelt den Weissen Vorteil fest.} ({Es gabe auch andere Fortsetzungen, wie der Computer spaeter zeigte. In der Partie ist alles komplizierter. Dennoch sei eine andere Variante gezeigt:} 21. Nc3 Bf6 (21... Nc4 22. Bxf5 Nxe3 23. Bxd7 Nc4 24. Be1 )22. d5 b6 23. Rae1 )a5 22. Bc5 b6 23. Bb5 (23. Bxb6 { haette einen zweiten Bauern gewonnen.} )Qd8 24. Ba3 Ra7 25. Nc3 Nxb5 26. Nxb5 Rd7 27. Rae1 Bb4 28. Qc3 Bxa3 29. Qxa3+ Kg8 30. Re7 Rd5 $4 { Diagramm # Der entscheidende Fehler.} (30... h5 )31. Nc7 Rxd4 32. Re8+ Bxe8 33. Rxe8+ Qxe8 34. Nxe8 Kf7 35. Nc7 Rd1+ 36. Kf2 Rc1 37. Qb3+ Kf6 38. Qxb6+ { 1:0 Der Punkt war wichtig, damit wir den ersten Mannschaftssieg einfahren konten.} 1-0

Gewinner: Bart Karstens

[Event "SK SGLi2-Frie4 (5)"] [White "Brauer"] [Black "Petkov"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1/2-1/2"] [Date "2010.02.21"] [PlyCount "86"] {Ich moechte meine Partie vom letzten Mannschaftskampf fuer die Friesenpartie einreichen, jedoch nicht weil Sie fulminant Opferkaskaden oder strategisch sensationell gespielt wurde, sondern, weil sie einen besonderen Charakter trug. Meine letzte, ernste Turnierpartie datiert von der BMM 97/98. Es war also fast 12 Jahre her, da ich wieder mal eine Partie spielte und das dann noch fuer Friesen. Ich war auf Kurzurlaub aus meiner Wahlheimat Spanien nach Berlin gekommen und hatte mir im Vorfeld die Aufstellung der SG Lichtenberg 2 angeschaut. Dort sah ich den Namen Peter Petkov, ein Urfriese, der laut eigenem Vernehmen frueher mit Helmut Kuzaj und Dieter Lentschu in der DDR Liga spielte. Ich wuenschte mir nur eines: nur nicht gegen Peter Petkov! Am Spielort nahm ich am 5. Brett fuer Friesen 4 Platz und Peter Petkov betrat den Saal, schritt bis Brett 5 und machte sich zu meinem Leidwesen daran, sich an mein Brett zu setzen. Hallelujah! Die Partie begann recht ruhig und Peter machte ausgangs der Eroeffnung Druck im Zentrum. Es galt ein paar stellungstypische Fallen und Tricks zu sehen, die ich gluecklicherweise auch parieren konnte. Ich nahm eine Auffangstellung ein und wusste noch von frueher her, dass wenn ich den Zentrumsangriff gesund ueberstehe, sich gute Chancen fuer mich am Damenfluegel ergeben wuerden. Wo genau er seinen Fehler machte, weiss ich Abwesenheit meines Partieformulars (das hat Cotton) nicht genau, jedenfalls fuehrte seine Attacke zum ersatzlosen Verlust den Bauern d4. Nach Ta7 und dem zweiten Bauerngewinn war ich mir sicher, dass ich den alten Haudegen auf der Schippe hatte. Aber wer zu frueh rechnet, rechnet doppelt. Im Verlauf der Partie hatte ich mir ein paar Mal die Moeglichkeiten mit Dh6 angeschaut, aber immer ging es nicht. Und dann ging es endlich und ich sah es nicht! Kurzzuegiger Totschlag - unabwendbares Matt! Alles sahen es, aber ich war zu jenem Zeitpunkt in Ideen mit Td7 mit Abholung des Bd6 (+)verliebt[+] oder auch Tf7, um jegliches Gegenspiel in der f-Linie zu unterbinden. Aber neeeeee.....ich finde sowas pseudogeniales wie f2-f4 (??)! Peter entwickelte danach starkes Gegenspiel und holte sich 1 Bauern zurueck. Niels zeigte derweil am Nebenbrett eine super Vorstellung gegen Bandlow (+)Junior[+] und als er seine Partie dann nach technischer Endspielfuehrung matt setzen durfte, nahm ich Peters Remisofferte an, da das Ziel (+)Klassenerhalt[+] mit dem Endstand von 4:4 erreicht war. Natuerlich laesst mich mein Ehrgeiz zum Lamento ansetzen, dass ich Dh6 nicht sah, aber in Anbetracht dessen, dass ich nach 12 Jahren ein Remis gegen Peter Petkov erreichen konnte, was der 4. Mannschaft den Klassenerhalt sicherte, bin ich doch sehr zufrieden mit dem Resultat. Bis zum Lichtenberger Sommer dann!} 1. c4 g6 2. g3 c5 3. Bg2 Bg7 4. Nc3 e6 5. Nf3 Nc6 6. O-O Nge7 7. d3 O-O 8. Bf4 d6 9. Qd2 Nf5 10. a3 Ncd4 11. Rab1 a5 12. b4 axb4 13. axb4 Ra3 14. Nxd4 Nxd4 15. Ne4 e5 16. Be3 f5 17. Bxd4 cxd4 18. Ng5 Bf6 19. Bd5+ Kg7 20. Nf3 Qe7 21. Ra1 Rxa1 22. Rxa1 e4 23. Ne1 Bg5 24. Qc2 exd3 25. Qxd3 f4 26. Ra7 fxg3 27. hxg3 Bf6 28. Nf3 Bf5 29. Qd2 Bc8 30. Nxd4 Qd8 31. Rxb7+ Kh8 32. Ne6 Bxe6 33. Bxe6 Be5 $4 34. f4 $4 (34. Qh6 )Qf6 35. Rf7 Rxf7 36. Bxf7 Bc3 37. Qd5 Bxb4 38. Qa8+ Kg7 39. Qg8+ Kh6 40. Qf8+ Kh5 41. Qe8 Bc5+ 42. Kh2 Kh6 43. Bd5 Qd4 1/2-1/2 [Event "Simultanveranstaltung, Leiden"] [White "GM Hans Ree"] [Black "FM Bart Karstens"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2010.06.18"] [PlyCount "50"] {Hans Ree (1944) is einer der wenigen Grossmeister aus den Niederlanden. Er war vier mal Nationalmeister (1967-1969-1971-1982) und er ist seit viele Jahre taetig als Schachjournalist bei NRC Handelsblad, einer der groessten Zeitungen i.d. Niederlanden. Ich haette noch nie gegen ihm gespielt. Ein Feier der 435. Geburtstag der Universitaet Leiden, im Rahmen welches diese Simultanvorstellung veranstaltet war, gab mir die Chance gegen diesen Grossmeister zu spielen. } 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Bc5 {meine Variante} 6. c3 b5 7. Bc2 d5 8. exd5 Qxd5 9. d4 {Aufmerksame Leser dieser Rubrik erinnern sich die Partie Kaiser - Karstens Kreuzberg 3 - Lichtenberg 2, 8. Brett, 11.11.2007 in der 9.Sxe5? geschah. GM Ree spielt natuerlich die kritische Variante} exd4 10. Re1+ {Zunaechst Lb3 und dann Te1 is genauer, wie im beruehmtesten Beispiel dieser Variante: Kramnik-Leko, Brissago 2004. Ree muss diese Partie gesehen haben weil er diese WM fuer NRC journalistisiert hat. Deswegen fuerchte ich irgendwo eine Verbesserung.} Be6 11. Bb3 Qd7 {Diese Aufstellung ist mit 10.Lb3 nicht zu erreichen. Dd7 ist besser als Dd6 weil dass nach 12.Sg5 Sd8 13.Df3 c6 14.Lf4 Weiss extra Tempo gibt.} 12. Ng5 Nd8 13. cxd4 Bxd4 $1 {Fesselung der d-Linie war nicht zu furchten. Schwach ist 13/\Dxd4 14.Df3 gefolgt durch, Le3-Td1 und z.B. irgendwo xe6 mit starkem Angriff.} 14. Qf3 Rb8 {14/\c6 oder 14/\Tc8 sind auch ok.} 15. Nc3 O-O 16. Nxe6 Nxe6 {Hier wusste ich dass er nicht etwas starkes in diese Variante gefunden hat. Nach der Partie stellte sich heraus dass er in der Tat nur aufgrund allgemeine Erwaegungen ein Bauer opferte weil '/\es so gut aussah'. Dass sieht es jetzt schon aber nicht mehr!} 17. a4 c5 18. axb5 axb5 19. Bxe6 {Unverstaendlich, ja fast erstaunlich. Selbst bei Simultan durfte ein Grossmeister solche Fehler nicht machen. Weiss hat in der Tat kaum Ersatz fuer seinen Bauer aber wenn er noch etwas will muss er unbedingt sein Laeuferpaar behalten und versuchen auf irgendeinen Weise Koenigsangriff zu beginnen.} fxe6 20. Bg5 { Verliert voellig den Faden. 20.Le3 oder ein Damenzug war notwendig.} Nd5 {Schon entscheidend. Hier bemerkte er ein f2-Problem.} 21. Qh3 Bxf2+ 22. Kh1 Bxe1 23. Rxe1 Nxc3 24. bxc3 Rf5 25. Be3 Rbf8 {und Weiss gab auf. Es hat keinen Sinn mit Minusbauer, Minusqualle und naheliegendes Matt weiter zu spielen. Kein grosser Kampf aber es ist immer schon einen Grossmeister schlagen zu koennen. Besonders weil ich der einzige Sieger war. Ree gewann weiter 9 Partien und machte zweimal Remis.} 0-1 [Event "Oberliga gegen Weisse Dame - Brett 1"] [White "Hendrik M�ller"] [Black "Bart Karstens"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "66"] {Black Metal Wenn man nach ein paar Monate ein Ort wiederseht sind erstaunlich viel kleine Aenderungen zu beobachten. In der Kultschule war zum Beispiel die Bar/Imbissaufstellung geaendert und sind auch Sittiche aufgestellt die gluecklicherweise nicht soviel Laerm machen. In jeder Schachpartie aendert sich auch etwas, voellig aehnliche Partien werden erstaunlicherweise nur sehr wenig gespielt. In meiner Partie gab es also auch so eine Aenderung in einer hochtheoretischen Variante der Koenigsindischen Verteidigung. } 1. Nf3 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. d4 d6 5. e4 O-O 6. Be2 e5 7. O-O Nc6 8. d5 Ne7 9. b4 {Der sogenannte Bayonet Angriff. Diese Variante hat die K.I. Verteidigung fast aus der Turnierpraxis am hoechsten Niveau verdraengt seit der 2. Haelfte der 90er Jahre.} Nh5 10. Re1 a5 11. bxa5 f5 12. Nd2 Nf6 13. f3 Rxa5 14. Nb3 Ra8 15. c5 f4 16. a4 g5 17. a5 Ng6 18. Ba3 h5 { Die Spieler scheinen vergessen zu sein ein Gegner zu haben: jeder folgt ohne Zoegerung sein Plan.} 19. cxd6 cxd6 20. Na4 {Oder 20.Sb5 Se8 21.Tc1 Tf6 und dann verfolgt Schwarz den Angriff mit Sh4-Tg6 und g4.} g4 21. Nb6 Nxe4 $1 {Mit der Aenderung des Spielorts gab es auch ein neuer Barkeeper. Dieser Kerl drehte den ganzen Tag 'heavy metal' Musik. Es war so heavy dass ich ihn fragte was es sei, 'Dark metal' veilleicht? 'Black Metal' war sein Antwort. 21...Sxe4 sieht auch sehr heavy aus genau wie 'Black Metal' klingelt! An dieser 10 -10 -10 Tag waren ja schwere Mittlen gefordert um ein 0-1 Ergebnis zu erreichen!} 22. fxe4 {Es gibt ziemlich viele Variante. Ich gebe nur die wichtigsten.} (22. Nxa8 Nf2 $1 23. Kxf2 Qh4+ 24. Kg1 g3 25. h3 Bxh3 {oder} )(22. Qc2 Qh4 23. fxe4 g3 24. h3 Bxh3 25. gxh3 f3 26. Bxf3 Rxf3 27. Rf1 Raf8 {Mann sieht dass der Laeufer benoetigt ist um auf h3 zu opfern. Vielleicht am besten ist daher} )(22. Nxc8 Rxc8 23. Qd3 Nh4 24. Qxe4 gxf3 25. Bxf3 Rc3 26. Nd2 Qg5 { Dg5 mit gefaehrlichem Angriff.} )f3 23. g3 $5 {Erst hier haben wir die Aenderung! In eine Partie Gelfand - Nisipeanu Kings' Tournament 2009 ging es weiter mit} (23. Rf1 Nf4 24. Bxf3 $5 {(scheint besser als 24.gxf3 Dg5 25.fxg4 Sh3+ 26.Kh1 Sf2+ 27.Txf2 Txf2) 24...gxf3 25.Txf3 Lg4 26.Sxa8 und jetzt hat Schwarz entweder 26..Sh3 oder 26...Sxg2 spielen sollen. Stattdessen verlor er nach 26...Dxa8? 27.Lxd6 Tf7 28.Df1! Dd8 29.Lc5! Lf8 30.Tf2 Dh4 31.Kh1 Se2 32. Txf7 Sg3+ 33.Kg1 Lxc5+ 34.Sxc5 Se2+ 35.Dxe2 Lxe2 36.Tf2 1-0. Slecht ist immer noch 23.Sxa8 f2+ 24.Kh1 g3!; und nach 23.gxf3 gxf3 24.Lxf3 Sh4 25.Sd2 (Oder 25. Lg2 Sxg2 26.Kxg2 Dh4 27.Te2 Lg4) 25/\Lh3 26.De2 Txa5 27.Sbc4 Ta4 28.Tac1 Sxf3+ 29.Sxf3 Txe4 hat Schwarz ausreichend Ersatz.} )h4 { Sehr riskant aber lustig. Es gab zwei gute Alternative naemlich} (23... Rxa5 24. Nxc8 f2+ 25. Kh1 Rxa3 26. Rxa3 fxe1=Q+ 27. Qxe1 Qxc8 {und auch} )(23... f2+ 24. Kg2 fxe1=Q 25. Qxe1 Nf4+ $3 {ist gut. Auf diesen letzen Zug hat Fritz Baumbach mich via e-mail aufmerksam gemacht.} )24. Rf1 {24.Sxa8 f2+ 25.Kg2 (26. Kf1 hxg 27.hxg Dg5 28.Kg2 De3 ist gleich wie 26.Kh1 hxg 27.hxg Dg5 28.Kg2 De3 und jetzt 29.Th1 f1D! 30.Txf1 Sh4 31.Kh1 Dxe4) 25...hxg 26. hxg Sf4+! 27.Kxf2 (27.gxf fxe1D 28.Dxe1 exf)27... Sh3+ 28.Ke3 (28.Kg2 Tf2 29.Kh1 Dh4! 30.gxh g3 und Matt folgt) 28...Sf2 29.Kd2 Lh6 30.Kc2 Sxd1 31.Taxd1 Le3!? ist unklar. Objektiv sind 23/\Txa5 oder 23...f2 deswegen m. E. besser als 23/\h4.} hxg3 25. hxg3 Bh6 26. Bxf3 {26.Sxa8 Le3+ 27.Tf2 (27.Kh1 Dg5) 27... fxe2 28. Dxe2 Lxf2+ verliert. Weiss muss also e3 decken. 26.Lc1 Txa5! 27.Sxc8 (27.Sxa5 Dxb6+ 28.Kh2 Lxc1 29.Sc4 Dc5 30.Lxf3 gxf3 31.Dxc1 Kg7 32.Se3 Dd4; 27.Lxh6 Dxb6+ 28.Kh2 Txa1 29.Sxa1 fxe2 30.Txf8+ Sxf8 31.Dxe2, in beide Faelle mit schwarzem Vorteil) 27... Txa1 28.Sxa1 Lxc1 29.Dxc1 fxe2 30.Txf8+ Dxf8 31.Sb6 (31.Sxd6 Dxd6 32.Kf2 Db4 und Schwarz steht wirklich sehr gut. Dauerschach gibt es nicht nach 33.Dc8+ Kh7 34.Dc7+ Kh6 35.Dc1+ Kh5 36.Dh1+ Kg5 37.Dc1+ Kf6 wie Peter Weiss angegeben hat!) 31... Df3 32.De1 Sf4 -+ 26.Dd3 Moeller glaubt mit diesem Zug den ganzen schwarzen Angriff zu widerlegen. Seine Analyse (WeDa website) ist leider nicht ohne Fehler. Hier ueberseht er 26...Sf4! 27.gxf4 Dh4! 28.Tf2 Lxf4 29.Lxf3 (29.Sxa8 Lg3 30.Taf1 Lxf2+ 31.Txf2 g3) 29... gxf3 30. Dxf3 Lh3 mit Gewinnstellung. Interessant ist noch 26.Sc4!? b5!? 27.axb6 La6 28. b7 (28.Sbd2!?) 28... Lxc4 29.bxa8=D Le3+ 30.Kh2 Dg5 und dieser Angriff entscheidet auch.} Be3+ 27. Kg2 Nh4+ 28. Kh1 {28.gxh4 Dxh4 29.Lxg4 (29. Th1 Df2 Matt) 29... Txf1 30.Dxf1 Dxg4+ 31.Kh2 Dh4+ 32.Kg2 Dh3 Matt.} Nxf3 29. Nxa8 {Die Stellung ist zwar verloren aber er hat den Turm!} Rf7 $6 { 29... Dg5 30.Kg2 Dh6 31.Th1 Sh2! fuehrt gleich zu Matt!} 30. Rxf3 {Auf} (30. Kg2 Nh4+ 31. Kh2 Rh7 32. Rh1 Qf6 33. Qe2 Qf3 34. Qxf3 gxf3 35. gxh4 Bf2 $3 { und Matt folgt.} )gxf3 31. Ra2 f2 $6 (31... Rh7+ 32. Rh2 Rxh2+ 33. Kxh2 Qe7 {fuehrt zu Matt!} )32. Rxf2 Rxf2 33. Qh5 Qf6 {Matt ist jetzt auch nicht weit, Weiss gab auf. Ich habe natuerlich nicht alle diese Variante gesehen aber fest in den schwarzen Angriffschancen geglaubt. Es froht mich nach dem dramatischen letzen Saison auf diese Weise wieder fuer Friesen zu gewinnen. Zwei wichtige Matchpunkte waren damit auch noch verbunden!} 0-1 [Event "9. Lichtenberger Sommer"] [White "Marko Perestjuk"] [Black "Uwe Sabrowski"] [Site "Berlin"] [Round "3.46"] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2010.08.09"] [WhiteElo "1918"] [BlackElo "2080"] [PlyCount "138"] {Trainingserfolg!!! Vor Beginn des Turniers und in Anbetracht des erstmals vergebenen Grand-Slams beschloss ich doch wieder unser allseits beliebtes Sweschnikow als Schwarzer in diesem Turnier zu spielen. Einige Trainingssessionen mit Peter und Stefan fuehrten mich in dieser Partie wieder auf erlerntes Terrain.} 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 e5 6. Ndb5 d6 7. Bg5 a6 8. Na3 b5 9. Nd5 Be7 10. Bxf6 Bxf6 11. c3 { hier kommt schon die erste von uns angepeilte Abweichung.} O-O (11... Bg5 {wird in den meisten Buechern als Hauptzug gesehen und viele Varianten finden ueber Zugumstellungen dann auch dahin.} )12. Nc2 { nun faellt schon die Entscheidung fuer die Nebenvariante} Rb8 $5 13. Bd3 $6 {Hatte meine Gegner bis dato doch sehr flott gespielt kam jetzt eine Auszeit. Das normale Spiel mit a4 am Damenfluegel war erstmal unterbunden und auf der Suche nach einen neuen Weg war dieser Zug einer der schlechteren. DieHauptidee ist hier h4.} Bg5 14. O-O Ne7 15. Nxe7+ Qxe7 16. Nb4 Bb7 17. Qb3 Rfc8 18. a4 a5 19. Nc2 bxa4 20. Qxa4 Rc5 { und nun spielt Schwarz im Gegensatz zu vielen anderen Partien am Damenfluegel} 21. Na3 Bc6 22. Qc2 g6 23. Nc4 Qc7 24. Rfe1 Bb5 $5 {sammelt erstes Material} 25. Ne3 Bxd3 26. Qxd3 Bxe3 27. Rxe3 Rxb2 {was will man mehr als Schwarzer, der Bauer ist eingesackt aber das Schwerfigurenendspiel muss auch erstmal gewonnen werden.} 28. Rh3 Qb6 {spielt mit der Falle Txc3,Dxc3 Df2x+ und matt} (28... Rb3 $5 29. Rc1 Rcxc3 30. Qxc3 (30. Rxc3 Qxc3 31. Qf1 Qc2 32. Rxb3 Qxb3 33. h4 a4 $19 )Rxc3 31. Rhxc3 Qb7 $17 )29. Rf1 Rb3 30. Qd2 Qc7 31. Qh6 f6 32. Rf3 Qe7 33. Qd2 Kg7 34. Rd1 a4 35. Rd3 (35. Qxd6 $2 Qxd6 36. Rxd6 { und immer wieder die Grundlinie} Rb1+ )Rc6 36. Qa2 (36. Rxd6 $2 Rxd6 37. Qxd6 Qxd6 38. Rxd6 Rb1+ {dito} )Ra6 37. c4 Rxd3 38. Rxd3 Qb7 39. f3 Qb4 {der Mehrbauer bestimmt immer noch die Szenerie} 40. Kf2 Rc6 41. Ke2 f5 {mit der Bildung eines zweiten Freibauern} (41... Rxc4 42. Rxd6 Qxd6 43. Qxc4 a3 44. Qa4 {war auch moeglich} )42. exf5 gxf5 43. Qd2 Qxd2+ {nach dem Damentaus ch ist das Turmendspiel aufgrund der moeglichen Bildung eines zweiten Freibauers wohl schon gewonnen} 44. Rxd2 a3 45. Kd3 Ra6 46. Ra2 Kf6 47. g3 Kg5 48. Ke3 Ra4 49. Kd3 h5 50. h4+ Kf6 51. Kc3 Ra7 52. Kd3 Ke6 { der Marsch des Koenigs zu seinem Freibauer bringt nun die Entscheidung} 53. f4 e4+ 54. Kd4 Ra5 55. Kc3 Ra4 56. Kb3 Ra7 57. Kb4 Kd7 58. Kc3 Kc6 59. Kb4 Ra8 { Zugzwang} 60. Kb3 Kc5 61. Kc3 Rg8 (61... Ra7 $1 {mit nochmaligem Zugzwang und dem Eindringen des schwarzen Monarchen in die weisse Stellung waere wohl der schoenere Abschluss dieser Partie gewesen, aber bekanntlich fuehren viele Wege nach Rom} )62. Rg2 a2 63. Kb2 Kxc4 64. Kxa2 Kd3 65. Rb2 e3 66. Rb3+ Ke4 67. Kb2 e2 68. Rb7 Kd3 69. Re7 Rxg3 0-1 [Event "Vereinsmeisterschaft 2010"] [White "Sabrowski,Uwe"] [Black "Elsing,Jan"] [Site ""] [Round "7"] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2010.11.19"] [PlyCount "62"] {Die entscheidende Partie der Vereinsmeisterschaft 2010. Nicht gerade erstklassig, aber angesichts der knappen Bedenkzeit und der grossen Bedeutung (zusaetzlich zum Titel ging es auch um 70 Euro Preisunterschied) auch keine ganz schlechte.} 1. d4 d5 2. Nf3 Nf6 3. c4 c6 4. Nc3 dxc4 { Diese Stellung ist bei uns beiden in Dauerdiskussion.} 5. a4 Bf5 6. Nh4 Bc8 { Uwe hat mich "erwischt", denn Sh4 habe ich mir lange nicht angeschaut. 7.- e6 ist entgegen der Meinung von Uwe minderwertig, ich spreche aus eigener Erfahrung und Chessbase hinterlegt das mit eindeutigen Zahlen. Der beste Zug ist Lf5-d7, allerdings muss Schwarz hier sehr genau spielen und darfVerwicklung en nicht scheuen.} (6... e6 7. Nxf5 exf5 8. e3 Bb4 9. Bxc4 O-O 10. O-O Nbd7 11. f3 {70% Weiss in 27 Top-Partien (Elo >2400)} )(6... Bd7 7. e4 e6 8. g3 (8. Nf3 b5 $13 )Bb4 9. Bg2 c5 $132 )7. e3 c5 8. Bxc4 e6 {Wir sind per Zugumstellung in der anderen Hauptvariante des angenommenen Slawen gelandet (5. -e6), sobald der Sh4 nach f3 zurueckkehrt (nur eine Frage der Zeit). Die Variante ist fuer Schwarz vollwertig.} 9. Nf3 Nc6 10. O-O Be7 {genauer ist gleich cxd4, mit ueber 100 Partien in der Datenbank (u.a. Anand, Kramnik, Svidler mit Schwarz)} (10... cxd4 11. exd4 Be7 12. Qe2 O-O 13. Rd1 )11. Qe2 cxd4 12. Rd1 O-O 13. exd4 {Mit Sxd4 kann Weiss die kleine Ungenauigkeit im 10. Zug versuchen ausnutzen und vermutlich etwas Druckspiel erlangen. Stattdessen landen wir wieder in der Hauptvariante.} (13. Nxd4 Nxd4 14. exd4 Nd5 15. Qe4 Nf6 16. Qf3 Qc7 17. b3 Bd7 18. Bf4 $14 {Dorfman- Vaisser 2007, beispielhaft} )Nb4 14. Ne5 Nbd5 $2 $16 {Mit geschrumpfter Bedenkzeit (<15 Minuten) der erste unscheinbare Fehler, der aber die schwarze Stellung deutlich verschlechtert.} (14... Bd7 {Typische Isolani-Stellung mit minimal besserem Spiel fuer Weiss, ich hatte hier Angst vor d4-d5 und sofortigem K.O., was sich allerdings bei genauer Betrachtung als nicht durchschlagend erweist:} 15. d5 exd5 16. Nxd5 Nfxd5 17. Bxd5 Nxd5 18. Rxd5 Bg4 $1 $11 19. Qc4 Qxd5 20. Qxd5 Rad8 21. Qb3 Rd1+ 22. Qxd1 Bxd1 23. Bg5 Bxg5 24. Rxd1 { und tote Hose, 7x remis unter Titeltraegern} )15. Rd3 $1 { nutzt sofort den schwarzen Kontrollverlust ueber d3 aus} a6 16. Rg3 Kh8 17. Bg5 Bd7 $2 {Fehler Nr.2, der in einer Partie mit voller Bedenkzeit wohl zum Verlust gefuehrt haette. Aber mit voller Bedenkzeit haette ich ihn auch sicher nicht begangen.} (17... h6 $142 18. Qd2 Ng8 19. Bxe7 Ngxe7 20. Re1 f6 21. Nf3 Nf5 22. Rh3 Nxc3 23. bxc3 Re8 24. Bd3 $16 { Schwarz schwankt, aber ist noch nicht gefallen.} )18. Bd3 $6 (18. Nxd5 exd5 (18... Nxd5 19. Bxd5 Bxg5 20. Bxb7 $18 )19. Bxf6 Bxf6 20. Bxd5 Be6 21. Bxe6 fxe6 22. Rd1 {glatter Mehrbauer, allerdings noch technische Schwierigkeiten.} )Be8 19. Rh3 $1 $16 g6 20. Bh6 $6 { etwas besser ist gleich Df3 mit deutlicherem Vorteil} Rg8 $14 21. Qf3 Rc8 $6 (21... Nb4 $1 22. Bg5 Nh5 $1 {ist mit 5 Minuten nur fuer Computer zu berechnen: Lxe7, Dxf7, Dxb7, g4 muss alles beachtet werden, und ueberall wehrt Schwarz den Angriff ab.} )22. Ne4 $2 {Uwe uebersieht mit schrumpfender Zeit die folgende Abwicklung, die Initiative kann er z.B. folgendermassen aufrechterhalten:} (22. Bg5 Rg7 23. Bc4 Qb6 24. Re1 Qxb2 25. Bxf6 Bxf6 26. Bxd5 Bxe5 27. Bxb7 Rc7 28. dxe5 Qxb7 29. Qe3 $16 {Hier will wohl jeder Weiss haben.} )Nxe4 $11 23. Bxe4 (23. Qxf7 {sieht spektakulaer aus, aber z.B. Rybka bleibt natuerlich davon unberuehrt und spielt} Nef6 $8 24. Qxe6 Rc7 $17 { nebst Dd6 und Schwarz konsolidiert sich mit der Mehrfigur - 2 Bauern sind zu wenig dagegen. Ob ich Se4-f6 gefunden haette, ist schwer zu sagen. ich hatte hier noch knapp 5 Minuten auf der Uhr, aehnlich wie Uwe.} )f6 $132 24. Nd3 f5 25. Bxd5 Qxd5 26. Qf4 $6 $15 {Uwe verliert in unklarer Stellung in der Folge den Faden, der vergebene Angriff ist dabei natuerlich psychologisch von Bedeutung.} (26. Bf4 Bf6 27. Qxd5 exd5 28. Be5 Bxe5 29. dxe5 Rg7 {0.00 Rybka, aber man kann noch weiterspielen, vor allem wenn beide Spieler nur noch von den 30 Sekunden Zugbonus leben.} )Rc4 $6 $11 { optisch schoen und erzwingt scheinbar De5+, aber dem ist nicht so...} (26... Rc2 27. Bg5 Bc6 28. Ne1 Re2 29. Kf1 Re4 30. Qc7 Rxe1+ 31. Kxe1 Qe4+ 32. Re3 Bb4+ 33. Kf1 Qxg2+ 34. Ke2 Qxg5 35. Qe5+ {ist zwar auch Dauerschach, aber vor allem Weiss muss vorher so manche Klippe umschiffen.} )(26... g5 $5 27. Qe5+ $8 Qxe5 28. Nxe5 $8 Bf6 29. Rb3 $8 Rc7 30. a5 Bc6 31. Rc1 Bxe5 32. dxe5 Rd7 { Optisch remislich, aber die weisse Stellung ist trotz der ungleichfarbigen Laeufer zumindest in Zeitnot unangenehm zu spielen, weil Schwarz mit den Tuermen eindringt und Weiss nur noch seine Bauern decken kann und abwarten.} )27. Qe5+ $2 $19 (27. Bg5 $8 Bxg5 $11 (27... Rxd4 $13 { ist eine riskante Moeglichkeit auf Gewinn zu spielen} )28. Qxg5 Rxd4 29. Qf6+ { und Dauerschach, da mir Remis zur Meisterschaft reichte, haette ich vermutlich so gespielt.} )Qxe5 $19 28. dxe5 (28. Nxe5 $142 Rxd4 29. f4 Bf6 { Ein gesunder schwarzer Mehrbauer, das Endspiel muss aber noch gewonnen werden. Praktisch war das die bessere Chance.} )g5 $1 {Ich hatte hier schon viele gute Zuege, aber g5 ist gerade in Zeitnot der unangenehmste, da jetzt ueberall Drohungen auftauchen und die Uhr erbarmungslos runtertickt.} 29. b3 (29. f4 g4 30. Re3 Bxa4 31. Bg5 Rxg5 $1 32. fxg5 Bxg5 { Die schwarzen Laeufer dominieren das komplette Brett.} )Rc3 30. Rb1 { Mit 2 Sekunden Restzeit noch schnell gespielt. Es gab aber keine Rettung mehr, nur laengere Qualen.} Bc6 31. Ne1 Rxh3 {Eine Figur ist weg. Uwe reichte mir die Hand zur Aufgabe und gratulierte zur Friesenmeisterschaft 2010.} 0-1 [Event "16. Bw-Meisterschaft"] [White "Elsing,Jan"] [Black "Hofstetter"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2010.03.23"] [PlyCount "67"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Bxc6 dxc6 7. Qe1 { Diesen Seitenausgang aus dem Spanisch-Dickicht waehle ich seit Jahren immer mal wieder, falls mich Schwarz laesst (5.-Lc5 oder 6.-b5 verhindern es natuerlich). Gegen einen FM und Fernschach-GM brauchte ich diesmal nicht lange nachdenken.} Nd7 {Der Hauptzug, von Dr. Hofstetter sehr schnell gespielt. Es gibt aber gute Alternativen: 7.-c5 und 7.-Le6.} 8. b3 { Der einzige Zug, der Gewinnabsicht verkuendet.} (8. d4 exd4 9. Nxd4 O-O 10. Nf5 Bf6 11. Nc3 Nb6 12. Ng3 { Das schwarze Laeuferpaar entfaltet sich, d4 ist also keine gute Idee)} )c5 { Macht das Feld c6 fuer das Springermanoever Sd7-b8-c6-d4 frei. Ruhiger ist 0-0. } 9. Bb2 Bf6 $6 {Das war neu fuer mich und passt nicht so gut zu 9.-c5. Die 2600er-GMs spielen hier Le7-d6 oder f7-f6 mit ausgezeichneten Ausgleichschancen.} 10. Nc3 {Naheliegend, da Schwarz, um den Lf6 zu schuetzen, jetzt entweder das Feld c6 verstellen oder mit g7-g6 ein Tempo verschenken muss.} c6 11. Nd1 {Nachdem c6 erfolgreich verstellt wurde, strebt der Gaul jetzt auf das starke Feld c4. Die Zeit dafuer hat man, weil Schwarz noch nicht rochiert hat und nach Sd1-e3 das Feld f5 abdecken muss.} Qe7 { Das deckt e5 erneut und macht damit den Springer d7 beweglich, aber dies war besser mit 0-0 zu erreichen. Jetzt bekommt Schwarz Tempoprobleme.} 12. Ne3 $14 g6 {Das muss sein, denn ein auf f5 auftauchender Springer waere sehr laestig.} 13. a4 {Das sichert mir das Feld c4 und droht mit a5 den Damenfuegel von Schwarz komplett einzumauern.} Bg7 $6 {Ignoriert aus mir unverstaendlichen Gruenden den weissen Zug. Ba7-a5 oder b7-b6 waren angesagt, mit nur etwas bequemeren Spiel fuer Weiss, z.B.:} (13... b6 14. d3 O-O 15. Qd2 Bb7 16. Bc3 Bg7 17. Nc4 )14. a5 {Weiss kann mit der Eroeffnung spaetestens hier sehr zufrieden sein. Allerdings braucht es noch eine schwarze Ungenauigkeit, um den Vorteil dauerhaft zu machen. Diese folgte umgehend.} O-O $6 {Nachdem Dr. Hofstetter bereits ab dem 8.Zug anfing, laenger nachzudenken, fuehrte er die Rochade praktisch sofort aus. Dabei uebersah er die wohl letzte Befreiungsmoeglichkeit.} (14... Nf8 15. Nc4 f6 {nebst Sf8-e6 und Schwarz kann sich dank des jetzt perfekt postierten schwarzen Springers vermutlich halten. Allerdings kann hier Weiss das Laeuferpaar nach Belieben mit Sc4-b6 halbieren und dadurch risikolos auf Gewinn spielen.} )15. Nc4 { Die Blockade ist jetzt nur noch unter Opfer eines Bauern zu brechen. Im hoeheren Sinne haben wir bereits eine weisseGewinnstellung!} Rb8 { Schwarz hat schon grosse Probleme, ueberhaupt einen sinnvollen Plan zu finden, um sein Material beisammen zu halten.} 16. Qe3 {Der Aufmarschplan gegen Bc5 hat begonnen. Er ist nicht dauerhaft zu verteidigen.} Rd8 17. Ne1 $1 { Der knappe Platz wird perfekt ausgenutzt. Ich glaube dieses eigentlich einfache Manoever hatte Schwarz uebersehen. Denn das Feld d3 ist sonst immer verstellt, hier allerdings eben geradenicht!} f6 (17... b5 18. axb6 Nxb6 19. Na5 $1 {ist auch ein positioneller Truemmerhaufen} )18. Nd3 Re8 19. Ba3 Bf8 $18 {Diese Stellung ist ein Diagramm wert. Die schwarzen Figuren sind bei fast vollem Brett nach lediglich 19 Zuegen komplett paralysiert. Wen dann FMs und IMs kibitzen und anerkennend nicken, ist das einfach traumhaft....} 20. f3 { Sichert den Be4 und bereitet damit langfristig die Oeffnung d2-d4 vor. Man darf hier nichts ueberstuerzen, sonst entschluepft Schwarz noch in ein trotz Minusbauern haltbares Endspiel wegen des rueckstaendigen Bauern d2.} (20. Nb6 $6 Rd8 21. Nxd7 Qxd7 22. Bxc5 Bxc5 23. Qxc5 Qd4 24. Qe7 Qd6 25. Qxd6 Rxd6 26. f4 exf4 27. Rxf4 Kg7 {Sicherer Mehrbauer, aber der Td6 ist etwas laestig.} )Rd8 21. Rfd1 Re8 22. Nb6 { Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, jetzt wird abgewickelt.} Nxb6 23. axb6 Rd8 24. Bxc5 Qd7 25. Bxf8 Kxf8 26. Nc5 {Etwa ab hier habe ich versucht, moeglichst gelangweilt zu wirken - und hatte bald Erfolg.} Qd4 27. Qxd4 Rxd4 28. c3 Rd6 29. d4 {Der Mehrbauer ist gesichert und der schwarze Damenfluegel bleibt komplett blockiert. Der Springer beherrscht alle wichtigen Felder. Interessanterweise springt erst hier die Stellungsbewertung von Rybka bei normaler Rechenzeit auf mehr als 1,00 Bauerneinheiten. Daher habe ich in der kompletten Analyse auf Computereinschaetzungen verzichtet.} Ke7 30. Rd3 {Zum Verlauf der Partie passend gab Dr. Hofstetter hier auf. Seit 15 Zuegen (bzw. etwa 2 Stunden) musste er leiden und hatte jetzt anscheinend genug, zumal ja kein positives Ende in Sicht war - der schwarze Damenfluegel bietet weiter einen traurigen Anblick. Ich simuliere in der Folge den wahrscheinlichen weiteren, recht instruktiven Verlauf.} exd4 31. c4 $1 { Die letzte positionelle Feinheit, die die offene Linie und das Springerfeld c5 sichert. Das entstehende Endspiel spielt sich von leichter Hand. Schwarz geht an seinen Schwaechen zugrunde.} Be6 32. Rad1 h6 33. Rxd4 Rxd4 34. Rxd4 { Spaetestes hier sollte klar werden, das Schwarz durch die ewige Bindung an die Deckung von b7 wehrlos gegen den weissen Mehrbauern ist - es droht dabei sogar Zugzwang. Fazit: Einer meiner seltenen Siege direkt aus der Eroeffnung gegen einen an sich starken Gegner, der mich im Open spaeter auch wieder ueberholen konnte. Bei der Analyse sieht man uebrigens gut, dass die starkenComputerprogra mme mit solchen Zeitlupenstellungen noch ihre Probleme haben und die Gewinnstellung daher zu spaet bemerken.} 1-0 [Event "BMM1011 SL B Frie2 - Empor1"] [White "Sabrowski,Uwe"] [Black "Thiede,Franz"] [Site ""] [Round "2.8"] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2010.11.28"] [WhiteElo "2011"] [BlackElo "2005"] [PlyCount "89"] 1. d4 g6 2. c4 Bg7 3. Nc3 d6 4. e4 Nc6 5. Be3 e5 6. d5 {Nachdem ich mich schon gedanklich auf einen Igel wie zu HartmannAF-Zeiten eingestellt hatte spielte mein Gegner doch den in letzter Zeit haeufig gespielten Zug} Nce7 7. g4 { die haeufigste Antwort auf den Vorstoss f5} (7. c5 f5 8. cxd6 cxd6 9. Qa4+ { war auch sehr verlockend} Bd7 10. Qb4 Nf6 11. f3 $14 )Nf6 8. h3 h5 9. g5 Nh7 10. Nf3 {hier zeigte sich schon das meinem Gegner diese Art von Positionen nicht besonders liegen} Bd7 11. Qd2 a6 12. Rc1 { also weiter auf den bekannten Pfaden der Theorie} O-O 13. b4 Kh8 14. Be2 Qc8 15. c5 $1 Qd8 {Eingestaendnis} (15... Bxh3 $2 16. cxd6 cxd6 17. Ng1 Bd7 18. Nb5 $18 )16. Bd3 Nc8 17. Nh4 dxc5 18. bxc5 Ne7 19. Rb1 Bc8 20. Be2 {die Einschn uerun g ist geglueckt, Schwarz kann ohne Zugestaendnisse keine Hebel ansetzen} c6 21. d6 Ng8 22. Bc4 { das zwang meinem Gegner doch zu einen grossen Zeitverlust} Qe8 $8 (22... Be6 $2 23. Bxe6 fxe6 24. Nxg6# )(22... Bd7 23. Bxf7 Rxf7 24. Nxg6# )23. Rg1 Be6 24. Bxe6 Qxe6 25. Rg3 Rab8 26. Rb6 {legt den Finger auf die Wunde, das Objekt b7 wird unterminiert schliesslich hat ja Schwarz den Hauptteil seiner Streitkraefte um seinen Koenig gescharrt} Rfd8 27. Qb2 Nf8 $5 (27... Rd7 28. Rxc6 )28. Rxb7 Nd7 29. Rb3 (29. Qb3 Qxb3 30. Rxb3 Rxb3 31. axb3 Rb8 32. Rf3 {war die Alternative} )Qc4 30. Rf3 Nxc5 {die einzigste Moeglichkeit um irgendwie Gegenspiel zu bekommen, die Frage war nur haelt sein Koenig die Nachstellungen meiner Dame und des Springers aus?} 31. Bxc5 Rxb3 32. Qxb3 Qxc5 33. Qxf7 Qxd6 {alles forciert und nun ging es weiter} 34. Nxg6+ Kh7 35. Nh4 Qd2+ 36. Kf1 Qc1+ 37. Kg2 Qxg5+ 38. Rg3 Qh6 {zum Glueck heisse ich nicht Alvermann der beginnend mit Sf5 ein Matt in 11 verkuendete, nur mein Gegner versuchte hier auf Blaettchenfall zu reklamieren aber mein Tacho zeigte noch mindestens eine Minute, waere bei den Gardeuhren noch praeziser gewesen.Nach einem kurzen Protestruf meinerseits geschah} 39. Qf5+ Kh8 40. Ng6+ Kh7 41. Nf8+ Kh8 42. Rg6 Rxf8 43. Rxh6+ Bxh6 44. Qxh5 Kg7 45. Qxe5+ 1-0

Gewinner: Dieter Eisenträger

[Event "Rowy 2009 - Offenes Brandenburgisches S"] [White "Hoppensack,Manfred"] [Black "Schmidt,H.-J"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "12"] [Result "1-0"] [Date ""] [PlyCount "83"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 e6 5. Nc3 Bc5 6. Ndb5 a6 7. Nd6+ Bxd6 8. Qxd6 Qe7 9. Qc7 {besser 9.Dg3} d6 { besser erst 9. /\ Sb4 10. Ld3 Sxd3 11. cxd3 und dann erst 11. /\ d6} 10. Qb6 Qd8 {Schwarz sucht offensichtlich den Damentausch} 11. Be3 Nf6 { aber jetzt tausche ich die Damen} 12. Qxd8+ Nxd8 13. O-O-O Ke7 14. Bb6 Ne8 15. e5 d5 16. Bc5+ Kd7 17. b4 { in dieser Stellung konnte ich zwar zwangslaeufig die Qualitaet gewinnen} (17. Na4 b5 18. Nb6+ Kc6 19. Nxa8 Kxc5 20. Rd3 Bb7 21. Rc3+ Kd4 22. Nb6 Kxe5 { aber Schwarz waere aus dem Dilemma raus} )Nc7 18. Na4 Kc6 19. Nb6 Rb8 20. a4 Na8 21. Bd6 Nxb6 22. b5+ { diese Zwischenschach oeffnet in der Folge die schwarze Stellung} Kd7 23. Bxb8 Nxa4 24. c4 Nb6 25. Ba7 Kc7 26. Bxb6+ Kxb6 27. cxd5 axb5 28. d6 { Weiss hat bereits eine klare Gewinnstellung} Bd7 29. Bd3 Nc6 30. f4 Nb4 31. Kd2 Bc6 32. Rb1 Nxd3 33. Kxd3 g6 { auf 34. /\ Lxg2 hatte ich 35.Thg1 Lh3 36. Tbc1 vorgesehen} 34. Rb2 Ra8 35. Ke3 Ra4 36. Rd1 Re4+ 37. Kf2 Bd5 38. Rxb5+ $1 {Mi diesem "Turmeinschlag" hatte mein Gegner offensichtlich nicht gerechnet, dieser Turm ist selbstverstaendlich "tabu"} Kc6 39. g3 g5 40. Rc1+ Rc4 41. Rxc4+ Bxc4 42. Rc5+ $1 {( Erneut ein "frecher" Turm, selbstverstaendlich auch wieder "tabu"} 1-0 [Event "Landesliga"] [White "Heimbrodt,Wolfram"] [Black "Kazman,Caner"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "11"] [Result "1-0"] [Date "2009.12.06"] [PlyCount "70"] {1536MB, DFritz10.ctg, C-20073193} 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. Be2 O-O 6. Bg5 Nbd7 7. Qd2 {Bis hierher alles gut bekannt.} Re8 $5 { N (Eine int eressante Neuerung. Normal ist c5 oder e5. Der weisse Aufbau nach c5 und e5 ist aber sehr verschieden. Waehrend Te8 von Schwarz immer gespielt werden kann, war mein Problem nun einen Zug zu finden, der ohne Tempoverlust nach e5 und c5 bestehen kann.} 8. g4 $6 {Ich entschied mich fuer g4, der nach e5 kein Tempoverlust darstellt, aber nach c5 zum Angriff am Koenigsfluegel verpflichtet, obwohl die eigene Koenigstellung keineswegs sicher ist.} c5 $1 {(Richtig, nun sollte es spannend werden)} 9. d5 Nb6 $2 {(Erweist sich schnell als falsches Feld fuer den Springer. Sf8 war wohl besser.)} 10. h3 Qc7 11. Nf3 a6 12. Bf4 {(Schwarz hat mit a6 die uebliche Oeffnung der Stellung mit e6 im Visier. Dies wird mit diesem Zug unterbunden. Falls 12...e6 dann 13.e5 dxe514. Lxe5 mit folgendem d6 und ich haette mich wohl gefuehlt.)} Nfd7 $1 13. h4 {Hier nahm ich viel Zeit. Ich hatte Sorge, dass Schwarz mit 13. .. Se5 14.Sxe5 Lxe5 15. Lxe5 dxe5 meine Bauern festlegt und meinen weissen Laeufer endgueltig schlecht macht. Ich entschied deshalb gleich los zu laufen.} Nf8 14. Nh2 Rd8 {Schwarz will immer noch e6 durchsetzen.} 15. a4 $1 { Nun geht e6 wieder nicht! 15...e6?16.a5 Sbd7 17. dxe6 mit klarem Vorteil)} e5 {Wahrscheinlich der entscheidende Fehler, obwohl Rybka den Zug nicht tadelt. Er schraenkt die schwarzen Moeglichkeiten in der Folge stark ein.} 16. Be3 f6 17. Nf1 {Der Springer steht auf g3 besser.} Bd7 18. Ng3 Be8 19. g5 {Weiss moechte gern die h-Linie oeffnen. Nach 19. h5 folgt aber g5. Das ist auch verlockend, da f5 ein Superfeld fuer den Springer ist.} (19. h5 g5 20. Nf5 h6 {Die Stellung ist geschlossen und ohne Figurenopfer nicht mehr zu oeffnen. 19.g5 bereitet die Linienoeffnung korrekt vor.} )Bf7 { Schwarz scharrt seine Verteidiger um sich.} 20. b3 {verurteilt den Springer b6 endgueltig und macht den weissfeldrigen Laeufer beweglich um z.B. auf h5 wiederzunehmen.} Qe7 21. h5 {jetzt ist es soweit} Nfd7 22. Bg4 { Der Laeufer eventuell auf e6 eingreifen, aber vor allem wollte ich das Feld e2 fuer den Koenig raeumen, da ich beide Tuerme auf der h-Linie brauche.} Kf8 {Der Koenig will fliehen, aber es ist zu spaet.} 23. hxg6 hxg6 24. a5 { Ich wollte verhindern, dass die Springer die Positionen auf d7-f8 und b6-d7 einnehmen koennen.} Nc8 25. Ke2 Ke8 26. Rh2 Nf8 27. Rah1 Rb8 28. Rh8 $3 { Dieses Qualitaetso pfer ist der Gewinn. Auch Fritz und Rybka glauben es erst, wenn man es Ihnen zeigt.} Bxh8 29. Rxh8 Na7 30. Na4 Rdc8 31. Nb6 $1 { Natuerlich nicht die Qualitaet zuruecknehmen.} Rc7 32. Bd7+ { Noch eine schoene Kombi zum Abschluss.} Rxd7 33. gxf6 Qd8 34. Bh6 Qxf6 35. Rxf8+ Ke7 1-0 [Event "BMM-Landesliga"] [White "Eisentr�ger,Dieter"] [Black "Thiede,Lars"] [Site ""] [Round "3"] [Annotator "10"] [Result "1-0"] [Date "2009.11.08"] [WhiteElo "2112"] [BlackElo "2400"] [PlyCount "93"] 1. e4 g6 {Da man nicht unbedingt mit Lars Thiede am 1. Brett der Landesliga rechnen konnte, hatte ich mich nur durch das Nachspielen von einigen 'Thiedepartien' vorbereitet. Zumindest war die Eroffnung keine Uberraschung.} 2. d4 Bg7 3. Nc3 d6 4. Bg5 a6 5. a4 Nc6 6. Nge2 Nf6 7. d5 Ne5 8. Nd4 O-O 9. Be2 h6 10. Bh4 c6 11. O-O cxd5 12. exd5 Bd7 13. f4 {Es war nicht leicht einen Plan zu finden. Ich entschied mich fur 'Komplikationen'.} Neg4 14. Qd2 Qb6 15. Kh1 Rfc8 16. Nb3 Ne3 {Hier kam auch 16...Txc3 in Betracht.} 17. Rf3 Nc4 18. Bxc4 Rxc4 19. a5 Qb4 20. Re1 { Die einzigste Schwache bei 'Schwarz' sah ich in Bauer e7.} Re8 21. h3 Bf5 22. Rfe3 Kf8 23. Qe2 {Konsequent weiter gegen e7, was sonst?} Rc7 $2 { Bauer e7 gede ckt, aber die Dame allein gelassen... Besser ware 23...g5 (24. T: e7 geht hier nicht wegen 24...Te4!!).} 24. g4 Bc8 {'Schwarz' erkennt immer noch nicht die Gefahr fur seine Dame. Notwendig war 24...g5 25. fxg5 hxg5 26. Lxg5 Lg6, aber auch dann ist die Stellung schlechter.} 25. Bxf6 $1 Bxf6 26. Re4 {Angriff auf e7... und Nebenbeieffekt Damenfang!} Bxc3 27. Rxb4 Bxb4 28. c3 Bc5 29. Nxc5 Rxc5 30. Qd2 Bd7 31. f5 g5 32. Kg1 { Gegen die Drohung 32...Txd5 nebst Lc6.} Rxa5 33. b4 Ra4 34. h4 f6 35. hxg5 hxg5 36. Qh2 Bb5 37. Qh6+ Kf7 38. Qg6+ $2 {In groser Zeitnot gespielt, vergibt fast den Sieg. Richtig ist hier 38. Dh7+ Kf8, weil bei dem selben Plan wie in der Partie (39. Kf2 nebst Th1 u.s.w.), nach dem evtl. Tc8, der Bauer e7 'hangt'.} Kf8 39. Kf2 Ra2+ 40. Kg3 Rc2 $2 {Auch 'Schwarz' hat hier nur noch wenige Sekunden auf der Uhr. Remischancen ergaben sich nach 40...Tc8 (siehe Anmerkungen zum 38. Zug).} 41. Rh1 Rxc3+ { Fur einen kurzen Moment dachte ich, dass der Konig den Schachs nicht entkommt.} 42. Kf2 Rc2+ 43. Ke3 Rc3+ 44. Kd2 Rd3+ 45. Ke1 Re3+ 46. Kf2 Re2+ 47. Kf3 1-0 [Event "Pokal um Platz 3"] [White "Klaus Kapr"] [Black "Helmut Kuzaj"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "09"] [Result "1-0"] [Date "2009.11.20"] [PlyCount "97"] {Letzen Freitag spielte ich gegen einen anderen Altmeister unseres Vereins, Horst Strehlow, ein gerechtes Remis. Heute ging es im Vereinspokal um Platz 3. Gegen Helmut Kuzaj fand ich erst im Mittelspiel ueber Kampf ins Spiel. } 1. e4 c5 2. Nf3 a6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 e5 6. Nf3 Bb4 7. Bd3 {Etwas zu passiv gespielt.} (7. Bc4 Qc7 (7... d6 )8. Qd3 b5 9. Bb3 Bb7 10. Bd2 Bxc3 11. Bxc3 Bxe4 12. Bxf7+ Kf8 13. Bb4+ Kxf7 14. Ng5+ Kg8 15. Nxe4 )d5 8. Bg5 d4 {Zielt auf Raumvorteil und eventuell guenstigen Abtausch des Sc3 gegen den schwarzfeldrigen Laeufer. } 9. a3 Ba5 10. b4 dxc3 11. bxa5 Nc6 12. O-O { Weiss rochiert und verbessert damit die Koenigssicherheit.} Bg4 13. Rb1 { Mein erster aktiver Zug nachdem ich die Eroeffnung verschlafen habe.} Qc7 (13... Qxa5 14. h3 Bxf3 15. Qxf3 )(13... Rb8 )14. h3 Bxf3 (14... Bh5 15. Be3 )15. Qxf3 $14 Nd4 16. Qe3 (16. Qg3 Nxe4 17. Qh4 Nxg5 18. Qxg5 )O-O-O $2 { Der Koenig rochiert in die kommende Gefahr hinein.} (16... Nd7 )17. f4 (17. Rb4 Qxa5 18. f4 $11 Nc6 {Staerker ist} 19. Rc4 )h6 (17... Qxa5 { wuerde einen Bauern ersatzlos verlieren.} 18. Rb4 Nc6 $11 19. Rc4 )18. Bh4 exf4 19. Rxf4 (19. Qxf4 Qxf4 20. Rxf4 )g5 $4 { fuehrt zu weiterem Ungemach, meint Fritz zurecht.} (19... Rhe8 )20. Rxf6 $18 gxh4 21. Rxa6 $1 {Das Opfer habe ich nicht gleich gesehen, es entscheidet dafuer aber praktisch den Partieausgang.} Qc5 {Schwarz findet nach einigem Gruebeln die staerkste Antwort. Beide muessen nun taktisch auf der Hut sein.} (21... bxa6 22. Bxa6+ $16 Kd7 23. Rb7 Qxb7 24. Bxb7 Ke6 {mit Angriff auf die geschwaechte Koenigsstellung waere vielleicht noch staerker.} 25. a6 $142 $5 $14 {ist nach Fritz noch spielbar} )22. Ra8+ Kc7 23. Rxd8 Kxd8 (23... Rxd8 24. Qf4+ Qd6 25. Qxf7+ Rd7 )(23... Rxd8 24. Qf4+ Qd6 25. Qxf7+ Rd7 26. Qg8 Qg3 27. Qc4+ Kb8 {verliert eigentlich ersatzlos die Dame} 28. Rf1 $142 $16 Rd8 $142 29. Rf7 Rg8 $18 30. Bf1 Qd6 )24. Rxb7 Kc8 25. Rb4 (25. Ba6 Nf3+ 26. Kf2 Qxe3+ 27. Kxe3 Ng5 28. Rxf7+ Kd8 $18 )(25. Ba6 Nf3+ 26. Kf2 Qxe3+ 27. Kxe3 Ng5 28. Rxf7+ Kd8 29. Rf4 )Nf3+ 26. Kf2 Qxe3+ 27. Kxe3 Ne5 28. a6 {Das Endspi el ist klar gewonnen, wenn Weiss weiterhin aufpasst, was mir einigermassen gelingt.} Kc7 (28... Rd8 29. Bc4 Nxc4+ 30. Rxc4+ Kb8 31. Rxc3 )29. Rb7+ Kc8 (29... Kd6 30. Kd4 Nc6+ 31. Kxc3 $18 )30. Rb3 ({Klarer gewinnt} 30. Re7 Nd7 31. Rxf7 Nb6 )(30. Re7 Nd7 31. Rxf7 Nb6 32. a7 $142 $5 { waere im Gewinnsinne praeziser} Re8 33. Kd4 Re6 )Rg8 31. Rxc3+ Kb8 32. Kd4 Nxd3 33. cxd3 Rxg2 34. Rb3+ (34. Kc5 {ist genauer} Ka7 35. Kb5 Rg5+ 36. Rc5 f6 $18 )Ka7 (34... Ka8 {holt die Kuh nicht vom Eis} 35. e5 $18 )35. Rb7+ Kxa6 36. Rxf7 Rg3 (36... Kb5 {waere gleichermassen fruchtlos} 37. Rf4 $18 )37. Rf6+ (37. e5 $142 {erleichterte Weiss die Gewinnfuehrung} Kb6 38. e6 Kc6 $18 )(37. e5 Kb6 38. e6 Kc6 39. Ra7 Rg1 40. Ra6+ Kc7 41. Kd5 Rg5+ 42. Ke4 Rg2 43. d4 Re2+ 44. Kd5 Kb7 45. Ra5 Kb6 46. Rc5 )Kb7 38. Rxh6 Rxh3 39. e5 Rh1 (39... Kc7 {macht keinen grossen Unterschied} 40. a4 $18 )40. Kd5 h3 (40... Rh3 {hilft allerdings auch nicht} 41. d4 $18 )41. e6 h2 42. d4 Kc8 43. Rh8+ Kc7 44. Rh7+ Kc8 45. a4 ({Weiss gewinnt auch ohne den a-Bauern: } 45. Kd6 Rd1 46. e7 Rxd4+ 47. Ke5 )Kd8 46. Kd6 Kc8 47. Rh8+ Kb7 48. e7 Rd1 49. d5 {Scharz gab hier auf. Helmut meinte danach, dass es richtiger Pokalfight war, recht hat er.} (49. e8=Q Rxd4+ 50. Kc5 Rd5+ 51. Kxd5 h1=Q+ 52. Rxh1 Ka6 53. Rh7 Ka5 54. Qb5# )1-0 [Event "Betriebsschach"] [White "O. Bandsom"] [Black "V. Luzik"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "08"] [Result "1-0"] [Date "2009.11.09"] [WhiteElo "1700"] [BlackElo "1857"] [PlyCount "41"] {300MB, Fritz11.ctg,} 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Nf6 4. Ng5 d5 5. exd5 Na5 6. Bb5+ c6 7. dxc6 bxc6 {2 Springer im Nachzug mit der scharfen Variante Df3} 8. Qf3 {Normal eigentlich Tb8 oder Dc7} Bd7 9. Ba4 h6 10. Ne4 Nd5 11. Nbc3 Nb6 12. O-O {h5 ??? mit der Idee Lg4} h5 13. d3 f5 { Nicht ganz sauber f x e4 waere der bessere Zug gewesen} 14. Bg5 Be7 {Dieses Sch ach hatte mein Gegner Uebersehen und so nahm das Schicksal langsam seinen Lauf} 15. Nd6+ Kf8 16. Bxe7+ Qxe7 17. Nxf5 Qb4 {Vor diesen Zug ueberlegte ich 20 Minuten und habe mich fuer das Abzugsschach mit den 3 Bauerngewinn entschieden} 18. Nd4+ Kg8 19. Nxc6 {Ueblich waere Lxc6 so war es jetzt total verloren fuer ihn Lb3 mit Damengewinn oder Matt} Nxc6 20. Bb3+ Kh7 21. Qxh5# 1-0 [Event "3.Prenz�l - Open"] [White "Sabrowski,Uwe"] [Black "P�schel,Werner"] [Site ""] [Round "6.4"] [Annotator "07"] [Result "1-0"] [Date "2008.??.??"] [WhiteElo "2111"] [BlackElo "2200"] [PlyCount "71"] {Auf Topalowschen Spuren} 1. d4 Nf6 2. c4 c5 3. d5 e6 4. Nc3 exd5 5. cxd5 d6 6. e4 g6 7. f4 Bg7 8. Nf3 (8. e5 $5 )O-O 9. Be2 a6 10. a4 Re8 11. Nd2 b6 { eine nicht so haeufig gespielte Variante, die aber unter Einbezugnahme des a-Turmes auf der e-Reihe sehr interressantaussieht} (11... Ng4 12. Nc4 Bxc3+ 13. bxc3 Rxe4 14. O-O f5 (14... Bf5 15. Bd3 Re8 16. Bxf5 gxf5 17. Qd3 $16 )15. a5 $16 )12. O-O Ra7 13. Bf3 Rae7 {nach 13 Zuegen schon auf eigene Ideen angewiesen war der Turniersituation angepasst, da wir beide noch um die ganz vorderen Plaetze mitmischen wollten} 14. Ra3 {das war nun voelliges Neuland, wobei das folgende Qualitaetsopfer schon in Gedanken vorprogrammiert war} (14. Re1 $13 )b5 15. axb5 axb5 16. Nxb5 Ba6 17. Qa4 (17. Nxd6 $5 Qxd6 18. e5 Qd7 19. d6 Bxf1 20. Qxf1 Re6 21. Nb3 $11 )Qb6 18. Nc3 Bxf1 19. Kxf1 Rd8 (19... Nxe4 {von vielen in der anschliessenden Analyse vorgeschlagen,bringt wohl auch nicht den erhofften Ausgleich} 20. Ndxe4 f5 21. Ng5 Re1+ 22. Kf2 c4+ 23. Kg3 $18 )20. Rb3 Qa6+ 21. Qxa6 Nxa6 22. Rb6 Nb4 23. Nc4 { meine Leichtfiguren fummeln sich so langsam auf die richtigen Felder} Ne8 24. Bd2 Ra7 25. Nb5 Ra6 $6 {in Anbetracht des haengenden Bd6 verstaendlich} (25... Ra2 26. e5 dxe5 27. fxe5 $16 )26. Rxa6 Nxa6 27. Ba5 Rb8 28. Nbxd6 Nxd6 29. Nxd6 Rxb2 30. e5 {der Marschbefehl ist eingeleitet} Rb8 31. Nc4 Bf8 32. d6 Nb4 33. Bc7 Rb5 34. Nb6 f6 35. d7 Be7 36. Nc8 1-0 [Event "Rowy"] [White "Baumbach"] [Black "Wuttke"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "06"] [Result "1-0"] [Date "2009.06.24"] [PlyCount "89"] {Wenn man mit Weiss gegen Wuttke spielt, ist die Vorbereitung einfach. Unabhaengig vom 1. weissen Zug antwortet er naemlich immer mit 1. ... f6. Die naechsten Zuege sind 2. ... g6 und 3. ... Sh6, gefolgt von Sf7 und Lg7.} 1. d4 f6 2. e4 g6 3. Be3 Nh6 4. h4 { Das soll meinen Gegner etwas aus der ueblichen Bahn bringen.} Nf7 5. h5 g5 6. Bc4 h6 7. Nc3 Bg7 8. Nge2 e6 9. Qd2 Nc6 10. O-O-O {Mit 10. a3 konnte der weissfeldrige Laeufer erhalten werden, aber ich hatte den naechsten Zug nicht gesehen.} Nd6 11. Bd3 Nb4 12. Ng3 {12. e5 kam in Betracht, zB.} (12. e5 Nxd3+ 13. Qxd3 Nf7 14. exf6 Qxf6 )Nxd3+ {Schwarz hatte die letzten 3 Zuege schnell und mit sichtlicher Freude ausgefuehrt, ist doch der weissfeldrige Laeufer von Weiss oft die wesentliche Angriffsspitze. Allerdings hat diese Aktion Zeit gekostet und der schwarze Damenfluegel nimmt nicht am Kampf teil.} 13. Qxd3 O-O 14. d5 { Oeffnung ist die Devise, um den Entwicklungsvorsprung zur Geltung zu bringen.} e5 15. Bc5 Rf7 16. Bxd6 cxd6 17. Nf5 Bf8 18. Nb5 Qb6 19. Nbxd6 { Das sollte eigentlich ein a'tempo Zug sein - aber ich habe hier etwa 20 Minuten gerechnet und unnuetz Zeit verbraucht.} Bxd6 20. Nxh6+ Kg7 21. Nxf7 Kxf7 22. h6 Qd8 23. h7 Qh8 24. Qf3 {Das spielt sich ganz von selbst.} b6 25. Qf5 Ke7 26. Rh6 Ba6 27. Rdh1 Rf8 28. Rg6 Kd8 29. Rhh6 Kc7 30. Rxf6 Be2 31. Rxf8 Bxf8 32. Rg6 Bg7 { Schwarz ist total verloren, aber was war hier der schnellste Gewinn?} 33. Qf7 $2 {Etwas umstaendlich. Sofort gewann 33. d6+ Kc8 34. Dh3 mit der Doppeldrohung 34. T:g7 und 34. Dc3+} Qxh7 34. Kd2 Bb5 35. Qxg7 Qh2 36. Qf6 Qxg2 37. Rxg5 Qf1 38. Qf3 Kb7 39. Rxe5 Qc4 40. Qe3 Qxa2 41. Qc3 Qb1 42. Re8 Ka6 43. Ra8 Ba4 44. Qc4+ b5 45. Qc5 {Und angesichts des unvermeidbaren Matts, streckte mein sympathischer Gegner die Waffen.} 1-0 [Event "Qualifikationsturnier C-Klasse"] [White "Bandsom,Olaf"] [Black "Roman,Maximilian"] [Site ""] [Round "3"] [Annotator "05"] [Result "1-0"] [Date ""] [WhiteElo "1660"] [BlackElo "1300"] [PlyCount "53"] 1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. Nc3 Nc6 4. d4 cxd4 5. Nxd4 a6 {Er wollte wohl nicht, dass der Laeufer auf b5 kommt. Nach Theorie waere e5 oder Ld7 gekommen.} 6. Be3 Nf6 7. Be2 g6 8. O-O Bg7 9. f4 O-O 10. Nxc6 bxc6 11. Bc4 { h3 waere besser, verhindert Sg4 und dann Lc4} c5 12. h3 Bb7 13. e5 Ne4 14. Nxe4 Bxe4 15. exd6 Qxd6 16. Qe2 {Dame schlagen waere besser. Ich fand aber, dass ich ein wenig Druck auf den Koenigsfluegel aufbauen koennte und gab einen Bauern.} Bxb2 17. Rad1 Qc6 18. h4 Rfd8 19. Qf2 e5 { Tb7 oder e6 waere wohl besser.} 20. fxe5 Bf5 21. g4 Rxd1 22. Rxd1 Be6 { 23. Df6, fuer den Zug ueberlegte ich 20 Minuten. Er baut eine Falle auf und mein Gegner ging darauf ein.} 23. Qf6 Qe4 {Sicherlich waere Lxe5 besser gewesen, aber auf den 1. Blick sieht De4 sau stark aus. Droht beiden Laeufern und den Bauern g4 mit Schach.} 24. Rd8+ {Damit war mein vierzuegiges Matt in Erfuellung gegangen. Andere Kiebitze hatten Lh6 gesehen. Dann wuerde es aber nur zum Dauerschach reichen.} Rxd8 25. Qxd8+ Kg7 26. Bh6+ { Laeuferopfer mit Matt.} Kxh6 27. Qf8# 1-0 [Event "Pokal Runde 2"] [White "Elsing,Jan"] [Black "M�nch,Robert"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "04"] [Result "1-0"] [Date "2009.05.10"] [WhiteElo "2086"] [BlackElo "1760"] [PlyCount "139"] {Berliner Mannschaftspokal gegen Underdog Treptower SV, wir treten aufgrund organisatorischer Pannen nur zu Dritt an. Es zaehlt also nur ein Sieg, zumal ich von der Papierform klar favorisiert bin und Weiss habe.} 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nd2 dxe4 4. Nxe4 Nd7 5. Nf3 Ngf6 6. Nxf6+ Nxf6 7. Bg5 Be7 8. c3 {Normal sind Zuege des LF1, allerdings will ich den Gegner aus der Theorie bringen und da bietet sich dieser scheinbar harmlose Bauernzug an, da er zum einen der Dame den Weg nach a4 oeffnet, Sf3-e5 vorbereitet durch die Deckung des Bd4, und die beabsichtigte Entwickung des LF1 noch etwas im Dunklen laesst.} Bd7 9. Ne5 Nd5 10. Bxe7 {nicht gerne, aber nach Ld2 solte der Standardzug Bc7-c5 recht bequem ausgleichen aufgrund des weissen Tempoverlustes.} Qxe7 11. Bc4 { also nach c4, mir schwebt Spiel gegen den Punkt e6 vor mittels Bf4-f5} O-O 12. O-O Rad8 13. Re1 Nb6 14. Bd3 {Ich wechsle den Plan, um zu versuchen, die Entfernung des Springers vom Koenigsfluegel zu bestrafen.} c5 { Schwarz spielt bisher mehr oder weniger a tempo den Standardplan fuerschwarzes Gegenspiel.} 15. Re3 {Die erste Drohung ist aufgestellt, L:h7+} g6 16. dxc5 {Ich versuche auch noch die Dame wegzulocken.} Qxc5 17. Qg4 Nd5 { Nach Lb5 fuehren sowohl S:g6 als auch L:g6 zu wilden Varianten, die sehr schwer zu berechnen sind. Jetzt muss ich mich zwischen Th3 und Tg3 entscheiden. } 18. Rg3 (18. Rh3 Qe7 {(18.- Se7 geht hier wegen Dg5 nicht.)} 19. Re1 Bc6 { und interessanterweise geht es nicht richtig weiter fuer Weiss} )(18. Ree1 Bc6 19. Rad1 Ne7 20. h4 { Weiss hat etwas Spiel gegen die geschwaechte Bauerkette, zB} Rd5 21. Qf4 Nf5 22. Bxf5 exf5 23. Rxd5 Qxd5 24. Nxc6 bxc6 25. a3 Qb3 26. Qd2 h5 27. g3 a5 28. Re7 a4 29. Kg2 {Minivorteil} )Ne7 19. Re1 Bb5 {Schwarz zieh t immer noch sehr schnell, aber ich finde nichts handfestes. Ich entscheide mich, zu vereinfachen,um nicht in Zeitnot zu geraten.} 20. Rh3 Bxd3 21. Nxd3 Qf5 22. Qh4 h5 $6 {Das gibt freiwillig einen Bauern, im Vertrauen das der passive weisse Turm die Verwertung unmoeglich macht. Nach g5 folgt Db4 mit Ausgleich.} 23. Qxe7 Rxd3 24. Rxd3 Qxd3 25. Qxb7 Qd2 26. Rf1 {Ich hab nur noch die eiserne Reserve von 5 Minuten plus die 30 Sekunden pro Zug. Schwarz steht noch bei etwa 65 Minuten. Daran wird sich bis Partieende nicht viel aendern.} Rd8 27. h3 (27. a4 a5 28. Qb6 Rd5 29. c4 Rd4 30. Qb5 Kg7 31. h3 Kf6 32. b3 Rd3 33. Qb8 Rd8 34. Qb6 Rd3 {Weiss kommt nicht recht weiter.} )Qe2 28. c4 $6 (28. a3 Rd1 29. Qb8+ Kg7 30. Rxd1 Qxd1+ 31. Kh2 $16 { Den Unterschied sieht man gleich.} )Rd1 29. Qb8+ Kg7 30. Rxd1 Qxd1+ 31. Kh2 Qd4 $1 $11 {Die zentralisierte Dame bringt den Ausgleich.} 32. b3 Qxf2 33. b4 Qxa2 {Schwarz faengt an, etwas gierig zu werden.Im Damenendspiel sind solche Bauern fast nichts wert. Im Remissinne waren gleich mehrere andere Zuege einfacher, die die schwarze Dame in der Mitte lassen.} 34. Qe5+ Kf8 35. c5 Qc4 $6 {Nach Dd5 wird es schnell Remis, da Weiss die Zugwiederholung bald nicht mehr verhindern kann.} (35... Qd5 36. Qc7 a6 37. c6 Kg7 )36. Qd6+ Kg8 37. c6 {Jetzt muss Schwarz schon ganz exakt spielen, um Remis zu halten. Bei der weiter viel zu schnellen Spielweise von Schwarz kann man daher von klarem weissen praktischen Vorteil sprechen.} e5 $4 { Da ist er, der erste Bock, aber ich nutze ihn nicht aus...} 38. Qd8+ $4 (38. Qc5 Qf4+ 39. Kg1 {nebst c7 und leichtem Gewinn.} )Kg7 39. c7 Qf4+ 40. Kg1 Qc1+ 41. Kf2 {Schwarz hat Dauerschach, muss aber die exakten Zuege finden. Die praktischen Chancen fuer Weiss sind also weiter intakt.} Qf4+ 42. Ke2 Qc4+ 43. Ke3 Qc1+ $4 {Und da ist ist es schon, das falsche Schach. Dc3+ haelt den Koenig auf dem ungefaehrlichen Koenigsfluegel.} 44. Ke4 $4 { Natuerlich muss Kd3 folgen.} (44. Kd3 $18 Qf1+ 45. Kc3 Qc1+ 46. Kb3 Qb1+ 47. Kc4 Qa2+ 48. Kb5 Qe2+ 49. Kc6 Qc4+ 50. Kd6 Qxb4+ 51. Kd7 { und die Schachs sind gleich zu Ende nebst Bauernumwandlung.} )Qf4+ $4 { Dann zwingt Schwarz den Koenig halt auf das Gewinn-Feld...Natuerlich muss Dc4+ folgen mit Dauerschach.} 45. Kd3 $18 Qf1+ 46. Kc3 Qc1+ 47. Kb3 Qb1+ 48. Kc4 Qc2+ 49. Kd5 Qd3+ 50. Kxe5 $4 {zu gierig...korrekter Zickzackweg nach d7 s.o.)} Qe3+ 51. Kd5 Qd3+ 52. Kc5 Qc3+ $4 {Unglaublich, Schwarz zockt weiter die Zuege runter, obwohl er ueber eine Stunde Restzeit hat. Dc2+ macht Dauerschach, denn hier geht Kb5 nicht wegen De2+. und der andere Weg scheitert an:} (52... Qc2+ 53. Kd6 Qd3+ 54. Ke7 Qe4+ $11 {Deswegen war es falsch, den Be5 zu nehmen.} )53. Kb5 Qe5+ 54. Ka6 $18 {Das Abholen des Ba7 ist das einfachste. Danach fehlt Schwarz der Stuetzpunkt b6 fuer die Dame und es ist fix aus.} Qe6+ 55. Kxa7 Qe3+ 56. Ka6 Qe6+ 57. Ka5 Qa2+ 58. Kb5 Qe2+ 59. Kc5 Qe5+ 60. Kc6 { Ich laufe einen Extrakringel, aber verderben kann man nichts mehr. Kc4 spart 4 Zuege.} Qc3+ 61. Kd5 Qd2+ 62. Kc5 Qc3+ 63. Kb5 Qe5+ 64. Kc4 {Jetzt kann chwarz die Aktivierung der weissen Dame nicht mehr verhindern. Die Stellung des Koenigs auf g7 sorgt fuer das Ende der Schachs. Der Rest ist Agonie.} Qe2+ 65. Qd3 Qa2+ 66. Kb5 Qe6 67. Qc3+ Kh7 68. c8=Q Qe2+ 69. Kb6 Qf2+ 70. Q8c5 {Fazit: auch in komplett ausgeglichenen Stellungen und mit schlechter Zeit (eigentlich Dauerzeitnot) kann man bequem auf Gewinn spielen, wenn der Gegner seinen Zeitvorteil unbedingt behaupten will. Das war allerdings insgesamt von mir eine ziemlich schlechte Vorstellung, nur die kaempferische Einstellung und die akute Rechenfaulheit des Gegners haben mir den Sieg gebracht. Leider hat es fuer die Mannschaft nicht gereicht, nach einer dummen Niederlage von Ralf an Brett 1 konnten wir trotz unserer im Schnitt 250 Elopunkte Plus pro Brett nur den Blitzstichkampf ereichen, wo uns nach 4 Blitzrunden trotz 0:4 Anfangsrueckstand beim 8:8 wegen schlechterer Wertung am Ende ein winziges halbes Puenktchen zum Weiterkommen fehlte.} 1-0 [Event "BPMM"] [White "Kapr"] [Black "Mahling"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "03"] [Result "1-0"] [Date "2009.05.10"] [PlyCount "123"] 1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 a6 6. Be2 e5 7. Nb3 Be7 8. O-O b5 {Der Vorstoss kommt zu frueh. Eine altmodische Variante provoziert den Gegner zu diesem Versehen, das er gleich nach der Partie als entscheidenden Fehler ansah.} 9. a4 b4 10. Nd5 Bb7 11. Nxf6+ Bxf6 12. Bf3 (12. Qd3 O-O 13. Rd1 {ist staerker.} )Qc7 {Eigentlich gehoert die Dame in der Eroeffnung dahin, aber nach b5 und b4 steht sie dort nicht guenstig.} 13. Be3 Nd7 14. Rc1 Rc8 15. Qd2 Be7 16. c3 bxc3 17. Rxc3 Qb8 18. Rxc8+ Bxc8 19. Na5 Nc5 20. Nc6 Qc7 21. Nxe7 Qxe7 22. b4 {Im Ergebnis der Ungenauigkeiten in der Eroeffnung steht Schwarz schlechter und noch ohne Rochade da. Meine Vorteil verwerte ich in der Folge nicht genau.} Nb7 23. Be2 Nd8 24. Rd1 Bd7 25. Ra1 (25. a5 Bc8 26. Qxd6 Qxd6 27. Rxd6 Ne6 28. Bxa6 {waere hier schon entscheidend gewesen.} )Bc8 26. Qc2 Bb7 27. b5 axb5 28. Bxb5+ Kf8 29. a5 Ne6 30. a6 Ba8 31. Qa4 g5 { Mein Gegner leistet hartnaeckigen Widerstand.} 32. Bc6 Kg7 33. Bxa8 Rxa8 34. Qc6 Qd8 35. g3 (35. a7 {war nachhaltiger, aber mir war das Luftloch wichtig.} )Rc8 36. Qd5 Nc7 37. Qd2 Ra8 38. Bb6 Qe7 39. Bxc7 Qxc7 40. Qxg5+ Kf8 41. Rc1 Qb6 42. Qh6+ Ke7 43. Qxh7 Rxa6 44. Qh4+ Kd7 45. Qf6 (45. Qg4+ { Das Damenmanoever nach f5 haette mit Schachs erfolgen sollen.} )Qb3 46. Qh8 Qb7 47. h4 Ra8 48. Qf6 Qb3 49. Kg2 Qe6 50. Qf3 Ra7 51. Qc3 Ke7 52. Qe3 Rd7 53. Rd1 (53. h5 )Qf6 54. h5 Kf8 55. g4 Kg7 56. f3 (56. g5 )Rb7 57. Kg3 Rb2 58. g5 Qe7 59. Rh1 (59. Ra1 )Qb7 {eine Ungenauigkeit in Zeitnot.} 60. g6 fxg6 61. hxg6 Kf6 62. Rh5 { in verlorener Stellung ueber schritt Schwarz die Zeit.} 1-0 [Event "BMM"] [White "Kohler,Thomas"] [Black "Karstens,Bart"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "02"] [Result "*"] [Date ""] [PlyCount "52"] 1. Nf3 e6 2. c4 f5 {Hollaendisch, warum auch nicht?} 3. g3 Nf6 4. Bg2 Be7 5. O-O O-O 6. b3 d6 7. d4 {ansonsten e5} Ne4 $1 8. Nbd2 Bf6 9. Bb2 Nd7 (9... Nc6 10. Nxe4 fxe4 11. Ne1 d5 12. Nc2 Ne7 13. f3 exf3 14. Bxf3 c5 $5 )10. Qc2 Nxd2 11. Nxd2 e5 12. e3 (12. Qxf5 Nc5 13. Qc2 exd4 14. Ne4 Nxe4 15. Bxe4 h6 16. Rad1 c5 17. e3 dxe3 18. fxe3 Bxb2 19. Qxb2 Rxf1+ 20. Rxf1 Qe7 21. Qg2 )g6 13. f4 {Hat auch Nachteile} Qe7 14. Rae1 Qg7 15. Nf3 { Fast der entscheidende Fehler. Weiss soll unbedingt} (15. dxe5 dxe5 16. e4 { spielen und dann scheint} exf4 17. Bxf6 Qxf6 18. Rxf4 Qb6+ 19. Kh1 Nc5 )e4 { Jetzt geht die Stellung mit Tempo zu und Schwarz hat Feld c5 zur Verfuegung.} 16. Nd2 (16. Ng5 Nc5 $5 17. dxc5 Bxb2 18. cxd6 h6 19. Nh3 cxd6 20. Qd2 Ba3 )c5 17. Qc3 cxd4 18. exd4 Nc5 19. Rd1 Nd3 20. Ba1 Re8 21. Rb1 g5 { Aufgegeben. Positionsspieler Kohler konnte seine Stellung nicht mehr ohne Ekel ansehen.} 22. b4 (22. fxg5 Bxg5 23. Kh1 Be3 {ist auch verloren} )gxf4 23. gxf4 Kh8 24. Nb3 Be6 25. Rbd1 Rg8 26. Rd2 Rac8 {In der Hollaendische Partie kommt mann nicht ohne konkrete Berechnung der Variante raus. Kohler hat dass zu wenig getan und dadurch seine Chancen nicht genutzt.} * [Event "BMM"] [White "Weigel,Stefan"] [Black "Strehlow,Horst"] [Site ""] [Round ""] [Annotator "01"] [Result "0-1"] [Date "2009.01.25"] [WhiteElo "1782"] [BlackElo "1949"] [PlyCount "70"] {Das Positionsspiel. (Oder die Gedanken eines Altmeisters)} 1. e4 e6 2. d4 d5 3. exd5 exd5 {Ein oft gewaehlter Zug um Spannung im Zentrum zu vermeiden. In der Folge sieht man, dass Weiss um die eigene Sicherheit sehr bemueht ist.} 4. Nf3 Bd6 5. Be2 Nc6 6. O-O Bf5 7. Be3 Qd7 8. a3 Nge7 9. Nbd2 Ng6 { Schwarz muss sich in Kuerze entscheiden wie er rochiert.} 10. c4 dxc4 11. Bxc4 $6 {11. Sxc4 ist unklar } O-O { Die lange Rochade gaebe Weiss gute Moeglichkeiten.} 12. b4 { Diesen Zug wird Weiss spaeter bereuen.} Bf4 13. Bxf4 Nxf4 {Ein Grossmeist er sagte einmal: "man stelle einen Springer nach f4 (f5) und der Koenigsangriff ist perfekt". Der Springer ist in der Tat ein Unruhefaktor.} 14. Nb3 Qd6 $1 {Es taucht die Drohung Lh3 auf.} 15. Nh4 Be6 {Nach laengerer Ueberlegung. Le4 gefiel mir nicht wegen Sc5. Also kam nur Le6 oder Lc8 in Frage. Diese sind auch die Hauptzuege der Engines.} 16. Bxe6 fxe6 { Der Springer erhaelt Beistand durch den Turm. Im Moment haengt der Bauer d4.} 17. Nf3 Rf6 {Schwarz verstaerkt seinen Koenigsangriff.} 18. g3 Nh3+ 19. Kg2 Raf8 {Dd5 war auch sehr stark.} 20. Kxh3 { Was sonst? Der schwarze Vorteil ist offensichtlich. Es droht toedlich Dd5.} Rxf3 21. d5 {Zweitbester Zug laut Rybka (Sd2).} exd5 22. Kg2 { Zurueck ins Koerbchen.} d4 23. Nd2 R3f5 $1 {Koenigsangriff ist abgesagt. Jetzt muss die Bauernmehrheit am Damenfluegel den Sieg bringen!!} 24. Qb3+ Qd5+ 25. Kg1 Qxb3 26. Nxb3 Rd5 27. Rad1 Rfd8 { Getreu nach Nimzowitsch: Ueberdeckung starker Punkte.} 28. f4 a5 $3 { Die Entscheidung reift heran. Es droht der zweite Bauerngewinn.} 29. Nxa5 Nxa5 30. bxa5 Rxa5 31. Rf3 {Der Rest ist Formsache.} c5 32. Rb3 b5 33. Kf2 c4 34. Rb4 d3 35. a4 c3 {aufgegeben} 0-1

Gewinner: Bart Karstens

[Event "Schweizer Vereinsmeisterschaft 2007/8"] [White "Krebs,Alexander"] [Black "B�hler,Christof"] [Site "Schanzenpost"] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2008.01.07"] [WhiteElo "1800"] [BlackElo "1810"] [PlyCount "57"] {Diejenigen, die mich nicht noch aus den alten Friesen-Zeiten her kennen, haben mich ja vielleicht beim letzten Lichtenberger Sommer (2007) gesehen ... ; -) Auch mein (damaliger) Schachlehrer Helmut Kuzaj kann sicher das eine oder andere erzaehlen oder hat es bereits getan?! ... nach mehr als 20-jaehriger Pause habe ich nun wieder angefangen Schach zu spielen und bestreite hier in der Schweiz auch mal ein Turnier oder spiele Meisterschaften (Berner Vereinsmeisterschaft - BVM, Firmenschach - FSEM...) mit. Die nachfolgende Partie habe ich in der 6. Runde der BVM am 07.01.2008 gespielt:} 1. c4 g6 2. d4 Bg7 3. e4 c5 {das hat mich ueberrascht, habe eher mit d6 gerechnet ...} (3... d6 4. Nc3 Nf6 {... was im Koenigsindisch geendet haette.} )4. d5 { nehmen scheint mir unguenstig zu sein, obwohl ich ihm so die Diagonale gebe!} (4. dxc5 Na6 5. Nf3 Nxc5 6. Qc2 d6 $15 {0.12} )e6 5. Nf3 {soll er doch auf d5 schlagen ... nach 6. cxd5 denke ich, dass ich etwas Raumvorteil habe --> und der schwarze Springer kann nicht nach c6!} (5. Nc3 { waere wohl noch staerker gewesen ...} Ne7 6. Nf3 O-O 7. Be2 $18 {0.90} )exd5 6. cxd5 d6 {so, da haben wir jetzt Benoni ...} 7. Qc2 {decke damit e4 und kann spaeter Sc3 spielen, ohne den Abtausch zu fuerchten --> obwohl der Gegner wohl kaum seinen Laeufer geben wuerde?!} Nf6 8. Nc3 O-O $6 9. Bd3 a6 10. Bf4 {wollte mit Lf4 zusaetzlich Druck auf d6 machen und gleichzeitig die Entwicklung abschliessen, ehe ich dann im naechsten Zug den Koenig in Sicherheit bringe ...} b5 11. O-O Bb7 12. Rac1 { soll den Druck auf der c-Linie verstaerken ...} Qb6 13. b3 Nbd7 14. h3 { verhindert 14... Sg4 gefolgt von 15... Sge5} Rfe8 15. a4 b4 {wollte sowie so den Springer via 16. Se2 Te7 nach 17. Sg3 ueberfuehren, um meinen Bauern auf e3 zu unterstuetzen ... auch hatte ich bereits im Kopf den anderen Springer via 18. Sd2 Dc7 nach 19. Sc4 zu bringen ...} 16. Ne2 Re7 17. Ng3 Rae8 18. Nd2 Qc7 19. Nc4 Ne5 {hier habe ich ca. 5 Minuten (mehr ging nicht, da ich bereits in arger Zeitnot war) ueberlegt, welcher Weg wohl der bessere waere ... } 20. Nxe5 (20. Nxe5 dxe5 21. Be3 {was mir den Gewinn des Bauerns auf c5 und b4 sichert ... aber gemaess 'Fritz' die schlechtere Variante ist, da} )(20. Bxe5 dxe5 21. d6 {bereits zum Gewinn des Turmes fuehrt! --> am Brett muss ich irgendwie den 'Roentgenblick' gehabt haben, ich wollte ihm nicht die Diagonale des Lg7 geben ... dabei steht ja da noch ein Bauer auf e5!} )dxe5 21. Be3 Rc8 22. Bxc5 Qa5 {... mit dem Zug hatte ich schlicht nicht gerechnet! ... und langsam wurde die Zeit knapp, noch 6 Minuten bis zur Zeitkontrolle im 36. Zug! Da seine Dame auf a4 nicht sonderlich aktiv steht, habe ich gedacht, dass ich gut meine Dame fuer 2 Tuerme geben kann - obwohl das Damenopfer wohl erzwungen war/ist ... nach jedem anderen Zug gibt 'Fritz' Schwarz vorteil! Das ich ggf. seine Dame spaeter 'einfangen' koennte, hatte ich bemerkt, doch noch konnte er ja etwas dagegen tun ...} 23. Bxe7 Rxc2 24. Rxc2 { wie gesagt, soweit schien alles forciert zu sein ...} Nd7 { ... am Brett hatte ich gedacht, was mache ich wohl auf Se8?!} (24... Ne8 25. Rfc1 Bh6 26. Rc5 Qb6 27. R1c2 Bf8 28. a5 Qa7 29. Bxf8 Kxf8 30. R5c4 $18 { 3.20 Zum Glueck musste ich mir nun darueber keine Gedanken machen.} )25. Rfc1 { Tuerme verdoppeln und die c-Linie sichern --> ggf. mit (26. Tc8+ Lxc8) auch noch den Turm geben/opfern ...} Bh6 26. Rc8+ {hier besser} (26. Rc7 Bxc1 27. Rxb7 Nc5 28. Rb8+ Kg7 29. Rc8 Nxd3 $18 {8.61} )Bxc8 { zum Glueck nimmt er ihn --> bessere Verteidigungschance mit} (26... Kg7 27. Bd8 Bxc1 28. Bxa5 Bxc8 29. Bxb4 $18 { 2.84 obwohl ich das mit 2 Mehrbauern auch noch gewinnen sollte ...} )27. Rxc8+ Kg7 28. Bd8 {und nun gibt es doch die Dame ...} Nb6 { nun ist es ganz aus! Aber auch} (28... Qc5 29. Rxc5 Nxc5 30. Bc4 $18 {7.42 oder } )(28... Qxd8 29. Rxd8 Nc5 30. Bc4 $18 {9.25 verlaengern nur sein 'Leiden'.} )29. Rc6 {Aufgabe Schwarz! ... und noch 4 Minuten auf der Uhr!!! Mein Mannschaftsfuehrer hat es in unserem Spielbericht wie folgt formuliert: "... Die Partie von Alex war wirklich ein Leckerbissen. Wie er mit seinen zwei Tuermen und einem Laeufer einen Scheinangriff auf den gegnerischen Koenig inszenierte, dabei in den letzten 5 Minuten vor der Zeitkontrolle mit souveraener Sicherheit eine Qualitaet opferte, um schliesslich die gegnerische Dame auf der andern Seite des Schachbrettes einzukapseln, ist sehenswert!" Obwohl ein wenig zu viel des Lobes ... stolz bin ich trotzdem (insb., dass ich das in der Zeitnot alles gesehen habe!) und eine schoene Partie war es ja auch!?} 1-0 [Event "TSG - Pokal"] [White "Sch�wel,Matthias"] [Black "Sabrowski,Uwe"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2008.??.??"] [WhiteElo "2199"] [BlackElo "1963"] [PlyCount "92"] {Vermutlich hat ein jeder Schachspieler der zu einem neuen Verein wechselt diese Situation schon erlebt. Man versucht mit sehr guten Leistungen seine Position im Verein zu finden und so stellte auch ich mich dem Druck in der ersten Saison Ausrufezeichen zu setzen. Leider gelang mir dies zu selten obwohl ich mit 50% in der LL zufrieden war. Nach dem dann folgenden normalen "Alltag" in der zweiten Mannschaft stand jetzt die Pokalmeisterschaft auf dem Programm und mit Matzel bekam auch ich den seit Jahren unbezwungenen Champion vor die Flinte.} 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 e5 6. Ndb5 d6 7. Nd5 Nxd5 8. exd5 { all das war vorherzusehen, spielt Matzel dieses System doch seit einiger Zeit} Nb8 {das stand in unzaehligen Trainingsabenden bei Peter, Stefan, Lutz und mir zur Debatte die nun einer Erprobung standhalten sollte} (8... Ne7 9. c4 f5 10. Bg5 {ist die Alternative} )9. c4 a6 10. Nc3 Be7 11. Be2 O-O 12. O-O f5 13. f3 $5 {auch Matzel hat seine Hausaufgaben erledigt} (13. f4 Bf6 14. Kh1 Nd7 15. Be3 exf4 16. Bxf4 Ne5 17. Qd2 {und Schwarz hat ausgeglichen} )Nd7 14. Be3 Bg5 15. Bf2 Rf6 { das gab es noch nicht so oft und fuehrt zu taktischen Verwicklungen.} 16. Bd3 Qe8 17. b4 b6 18. Re1 Qh5 {erstaunlicherweise stutzte so mancher Kiebitz warum Matzel hier auf der falschen Seite des Brettes sass} 19. f4 $6 {dieses Opfer fuehrt zu schwarzen Vorteil aber vielleicht hatte Matzel auch so seine Bedenken meinen ganzen Figuren gegen seine Kaiser marschieren zu lassen} (19. Qc2 Bf4 20. h3 e4 21. fxe4 Ne5 {ohne Fritz kann einem da schon mulmig werden} )Qxd1 20. Raxd1 Bxf4 21. g3 Bh6 22. Na4 e4 23. Bf1 (23. Be2 $2 e3 )(23. Bb1 b5 24. cxb5 axb5 25. Nb6 Nxb6 26. Bxb6 Ra4 $17 )Rb8 24. Bd4 Rf8 25. c5 bxc5 26. bxc5 Rb4 $1 {danach steht Schwarz im hoeheren Sinne auf Gewinn} 27. Nb6 Nxc5 28. Bxc5 dxc5 29. Nxc8 Rxc8 30. d6 Rd4 31. Bxa6 Rd8 32. Rxd4 cxd4 33. Bc4+ Kf8 34. Be6 g6 35. g4 Be3+ 36. Kg2 fxg4 (36... Rxd6 $1 37. gxf5 Kg7 )37. Bd5 Rxd6 38. Bxe4 Ra6 39. Re2 Ke7 40. Kg3 h5 41. Rc2 g5 42. Rc7+ Kd6 43. Rh7 Bf4+ 44. Kg2 Rxa2+ 45. Kg1 Be3+ 46. Kh1 { Mattsetzen darf man auch nicht alle Tage} Ra1+ {es geht also doch noch} 0-1 [Event "Vereinsturnier"] [White "Kapr,Klaus"] [Black "Eisentr�ger,Dieter"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2008.06.13"] [PlyCount "85"] {72MB, Fritz10.ctg B45: Sizilianisch (Klassisches System) } 1. e4 c5 { Das war eine Ueberraschung. Ich hatte eigentlich Franzoesisch erwartet und mir einige Varianten angeschaut. Nun also Sizilianisch ohne Vorbereitung.} 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 e6 6. Nxc6 (6. Ndb5 {0} Bb4 {0} 7. Nd6+ Ke7 8. Bf4 e5 9. Nxc8+ Rxc8 10. Bg5 Kf8 11. Bd3 d5 12. O-O Bxc3 13. bxc3 dxe4 14. Bxf6 gxf6 15. Bxe4 Qxd1 16. Raxd1 $11 )bxc6 7. Bd3 { Ein guter Entwicklungszug.} e5 {7. ...Dc7 oder d5 ist wohl besser.} 8. O-O Be7 9. f4 (9. Qf3 O-O $14 )d6 $11 10. Kh1 O-O 11. Be3 Qc7 (11... Ng4 12. Bg1 exf4 13. Rxf4 Ne5 {und Schwarz steht gut.} )12. Qf3 Bb7 (12... Ng4 $5 $15 )13. Rad1 a5 {Mein Gegner verbrauchte mehr Zeit, da er wohl nicht nur den besten Zug sondern auch den richtigen Plan sucht. Er findet einen guten Plan mit Gegenspiel am Damenfluegel durch La6 und eventuell d5.} (13... Bc8 14. f5 $11 )14. fxe5 dxe5 15. Na4 c5 (15... Bc8 16. Nb6 Rb8 17. Nxc8 Qxc8 18. Qg3 $14 )16. c4 {Sichert den Punkt d5 fuer meinen Springer. Den folgenden Gegenzug und die damit verbundene Idee sah ich zu spaet.} Ra6 (16... Bc8 17. h3 $16 )17. Nc3 Ne8 18. Qg3 (18. Nd5 $142 $5 Qd8 19. Qf2 $18 )Rg6 $16 19. Qf2 f5 $14 20. Nd5 Bxd5 $11 21. exd5 e4 22. Be2 (22. Bb1 f4 )Bg5 $2 (22... f4 23. Bxf4 Rgf6 24. g3 g5 25. Bxc7 Rxf2 26. Rxf2 Rxf2 27. Bg4 Nxc7 28. d6 Bd8 29. dxc7 Bxc7 30. Rd5 {fuehrt zum Ausgleich} )23. Bxc5 $18 Nd6 24. Bxd6 $2 (24. b4 e3 25. Qf3 axb4 26. Bxb4 {ist klar besser oder auch} )(24. Ba3 { Hier fehlte mir die Umsicht, wohl eine Folge von zuviel Blitz.} )Qxd6 $16 25. c5 Qb8 $4 (25... e3 26. cxd6 exf2 27. Rxf2 Rxd6 {Schwarz verpasst den rettenden Uebergang in ein wohl unentschiedenes Endspiel. Danach fand er kein Gegenspiel mehr.} )26. d6 f4 27. Bc4+ Kh8 28. Qd4 f3 29. Qxe4 ({ besser war das von mir nicht gewuerdigte:} 29. gxf3 $142 exf3 30. Rd3 f2 31. Rxf2 Rgf6 $18 32. Rb3 Qa8+ 33. Bd5 Qe8 34. Rbf3 Qe1+ 35. Rf1 Qxf1+ 36. Rxf1 Rxf1+ 37. Kg2 )fxg2+ (29... Rf4 30. Qd5 fxg2+ 31. Qxg2 Rxc4 $18 )(29... Rf4 30. Qd5 fxg2+ 31. Qxg2 Rxc4 32. d7 h6 33. d8=Q+ Bxd8 34. Qxg6 )30. Qxg2 Bf6 31. Qf2 Rd8 32. b3 Rg5 33. Rd5 Rg4 (33... Rxd5 34. Bxd5 Rf8 $18 )34. Qe2 Rd4 35. Rxf6 $1 {Der Laeufer als bester Verteidiger des Koenigs wird beseitigt.} Rxd5 (35... gxf6 36. Qf2 {Doppelangriff} )36. Bxd5 gxf6 37. Qe7 h5 38. Be4 (38. Qxf6+ Kh7 39. Be4+ Kg8 40. Qg6+ Kf8 41. Bd5 Qxd6 42. Qf7# )Kg8 39. Bg6 (39. Qh7+ Kf8 40. Bd5 Qxd6 41. Qf7# )Qa8+ 40. Kg1 Qd5 41. Qh7+ Kf8 42. Qh8+ Qg8 43. Qxf6+ {Schwarz gibt auf. Eine spannende Partie, in der beide Seiten einige Chancen ausliessen. Erneut entschied der letzte Fehler.} 1-0 [Event "OLNO 0809 Lasker Steglitz - Friesen 1"] [White "Horn,Sven"] [Black "Karstens,Bart"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2008.10.05"] [WhiteElo "2115"] [BlackElo "2246"] [PlyCount "76"] {Diese Partie ist mein zweites Debut bei Friesen, diesmal bei der ersten Mannschaft. Weil es eine interessante Partie war auch wieder ein Vorschlag zur 'Friesenpartie des Jahres'. Die Partie hat eine Vorgeschichte. Georg wollte mir an Sonnabend das einzige Schachcafe von Berlin zeigen in der Schoenhauserallee. Inhaber von dieses Cafe genannt 'En passant' war Sven Horn wusste er, einer der Gegner am naechsten Morgen. Wenn wir in der Naehe kamen wies Georg das Cafe an. "Es sieht dunkel aus," bemerkte ich. Es war in der Tat geschlossen. Wo war der Horn? Vorbereiten fuer Morgen? Schlafen vielleicht? Der Zufall will dass gerade Horn und ich im Match verkuppelnd wurden. Wenn der Schiedsrichter die Uhren einschaltete war Horn aber noch nicht da. War er vielleicht krank? War ich fuer ein reglementarisches Punkt zu Berlin gekommen? Gluecklich nicht. Nach ein Viertelstunde kam er und konnten wir anfangen:} 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Nf6 4. d3 Be7 5. O-O O-O 6. Re1 d6 7. c3 Kh8 { Weiss hat ein ruhiges System gewaehlt. Das andere Verfahren hier ist h6-Sh7, Leichtfiguren taeuschen via g5 und Remis. So spiele ich aber nicht. 7...Sa5 8. Lb5 c6 9.La4 c5 ist dennoch interessant. Die Stellung ist die Spanische Partie aehnlich aber ohne a6-b5 Schwaechung der Damenfluegel. Wegen dieseMoeglichkeit ist 7.a4, statt 7.c3, genauer.} 8. Nbd2 Ng8 9. d4 f5 { Ein Bauernopfer weil 9...Lg4 10.dxe verflacht.} 10. d5 {Der kritische Test ist 10.dxe (Nicht 10.exf d5! 11.Lb5 e4 12.Lxc6 exf 13.Lb5 fxg und Schwarz ist im Vorteil) 10...dxe 11.exf Lxf5 12.Lxg8! (Sofort 12.Sxe5 Sxe5 13.Txe5 Ld6 gibt Schwarz starke Angriff.)12...Kxg8!? (12...Txg8 13.Sxe5 Sxe5 14.Txe5 sollte jetzt gut sein) 13.Db3 Kh8 14.Dxb7 Dd7 15.Sxe5 Sxe5 16.Txe5 Ld6 17.Te1 Tae8 ist voellig unklar. Es sind jetzt zwei Bauern aber dafuer Entwicklungsvorteil und Koenigsangriff.} Nb8 {Dies 'retirer pour mieux sauter' war Tagesthema. Am 1. Brett geschah zum Beispiel: 1.e4 Sf6 2.e5 Sg8!??} 11. exf5 Bxf5 12. Ne4 Nd7 13. Ng3 Bg4 14. Be2 {Weiss schiebt nur ein bisschen und bot hier tatsaechlich Remis an. Das war aber nicht nach meinem Gesmaeck.} Nb6 15. h3 Bd7 16. c4 c6 {Die Idee der vorigen Zugen.} 17. Ne4 {Weiss sollte besser tauschen auf c6. Damit verliert er ein Zentrumbauer, verliert auch Spiel auf Feld e6 und aktiviert zwar auch noch den schwarzen Laeufer aber nach 17.dxc Lxc6 18.b3 gefolgt durch Lb2 oder La3 beendet Weisse seine Entwicklung, er drueckt auf die Schwarze d-Bauer und der Springer auf b6 steht nicht gut mehr. Die Chancen sind deswegen gleich einzuschaetzen.} cxd5 18. cxd5 { Jetzt ist der Bauer d5 schwach und schwer zu verteidigen. Dieser Umstand forciert ein Tausch auf b6 mit dem schwarfeldigen weisse Laeufer wonach die schwarzen Felder bei Weiss schwach werden.} Nf6 19. Nc3 { 19.Sxf6 Lxf6 hilft Schwarz nur.} Qe8 20. Be3 Qg6 {Uebereilig gespielt. Besser war 20...Ld8! um auf b6 mit dem Laeufer zuruecknehmen zu koennen. Der ungedeckte Laeufer auf e7 erweist sich unten auch als eine taktische Schwaeche. } 21. Kh2 {Nicht notwendig weil Lxh3 sich noch verbietet wegen Sh4. Die wirkliche Drohung ist e5-e4. Besser war daher: 21.Ld3!? Dh5 (Nicht gut ist 21.. .e4 22.Sxe4! Sbxd5 (Besonders nicht 22...Sxe4 23.Lxe4 (23.Lxb6? Lxh3!) 23... Dxe4 24.Lxb6 Dg6 25.Txe7! Das muss mann sehen! 25.Ld4? scheitert naemlich an 25...Lxh3! Aber nach 25.Txe7 steht Weiss auf Gewinn.) 23.Sxd6 mit Bauergewinn.) 22.Sg5 Dxd1 23.Taxd1 Sbxd5 24.Sxh7 sieht spektakulaer aus, muss aber etwa gleich sein.} e4 22. Nh4 {Sieht nicht gut aus. Es gab zwei Alternative. Ich erwartete 22.Sg1 und es kann dann weiter gehen mit 22...Ld8, 22...Df5, 22.. Df7, 22...Tac8 oder 22...Tae8. 22...Ld8 sieht wieder am besten aus. Gar nicht bemerkt war 22.Lxb6 axb 23.Ld3!? exd 24.Txe7 Tae8 25.Txe8 Txe8 und es ist unklar wer besser steht. Die schwarze Bauernstellung ist schwacher aber er steht aktiver.} Qf7 23. Bxb6 {Jetzt notwendig.} axb6 24. g3 { Auch notwendig weil g7-g5 drohte. Die Koenigsstellung ist nun aber erheblich geschwaecht. Wie profitiert manndavon?} b5 { Opfer wie 24...Sg4 sind noch nicht gut. Schwarz leitet mit b5 Figuren ab.} 25. Ng2 {Nach diese vierte Ungenauigkeit (nach 17.Se4, 21.Kh2 und 22.Sh4) ist die weisse Stellung kaum mehr verteidigbar. Weiss muss unbedingt auf b5 nehmen. Es gibt also zwei Varianten: A: 25.Sxb5 Dxd5! 26.Sc3 (Damentausch ist nicht gut: 26.Dxd5 Sxd5 und jetzt gewinnen 27.Kg1 Sf4!, 27.Kg2 Lxh4, und 27.Sg2 Txf2, 28. Tad1 Txf2 29.Kg1 Txe2) 26...Dc5! mit klarem Vorteil. B: 25.Lxb5 Lxb5 26.Sxb5 Sd7!? 27.Sg2 Se5 28.Txe4 Sf3!? (28...Dxf2 29.Sd4 Dxb2 ist auch nicht slecht...) 29.Kh1 Df5 30.Tg4 Se5 und Weiss hat eine schwierige Stellung. Trotzdem war 25. Lxb5 der beste Zug.} b4 26. Nb5 Ra5 27. Nc7 {Besser sofort 27.Sd4 Dxd5 28.Sf4 Df7. Auch dass ist aber sehr vorteilhaft fuer Schwarz.} Rc5 { Nach 27...Tc8 28.Tc1 Ld8 29.Se6 Txc1 30.Sxd8! erreicht Weiss sogar Ausgleich. Jetzt folgt auf 28.Tc1 aber 28...Txc1 29.Dxc1 Tc8 mit Springergewinn.} 28. Ne6 Rxd5 29. Nd4 Nh5 {Dieses Turmopfer ist korrekt: 30.Lc4 Dxf2 31.Lxd5 Dxg3 32. Kg1 Sf4! 33.Lxe4 (33.Te2 Lf6! oder 33.Dc2 Sxh3 34.Kh1 Sf2 35.Kg1 Sg4 und Matt in 4 sind nicht besser.) 33...Sxh3 34.Kh1 Sf2 35.Kg1 Sxd1 gewinnt. Er lehnt also zum dritten Mal etwas ab, diesmal war's aber richtig!} 30. Rf1 Bf6 31. Bxh5 {31.Lc4 Lxd4 32.Lxd5 (32.Se3 Lxe3 33.Lxd5 Dxf2! 34.Txf2 Txf2 35.Kg1 Te2 36.Kf1 Sg3 Matt) 32...Dxd5 mit entscheidendem Vorteil.} Rxh5 32. Nf4 Rh6 {Weiss steht verloren. Die Drohung g5 ist nicht zu parieren. z.B. 33.h4 Lxh4.} 33. Qd2 g5 34. Nfe2 Bxh3 35. Rh1 Be5 36. f4 exf3 { In Zeitnot fand ich eine schoene Schlusskombination.} 37. Qxg5 fxe2 38. Qxh6 Qf2+ {und er gab auf ohne 39.Kxh3 Dxg3 Matt ab zu warten. Eine inhaltsreiche Partie. Leider war Sven schnell verschwunden. Wie er sich auf diese Partie am Sonnabend vorbereitet hat bleibt daher noch eines Mysterium. Es hat ohnehin wenig Erfolg gehabt. Also naechstes Mal Schachcafe eroeffnen! Bart Karstens } 0-1

Gewinner: Dr. Fritz Baumbach und Bart Karstens

[Event ""] [White "Becker"] [Black "Eisentr�ger"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "90"] 1. e4 e6 2. Qe2 {Ungewoehnlich, aber nichts Neues!} Be7 3. Nf3 d5 4. d3 Nf6 5. e5 Nfd7 6. g3 b6 7. Bg2 Bb7 8. O-O c5 9. Re1 Nc6 { Ich wollte erst mal nicht zu frueh die Rochade machen.} 10. c4 d4 11. Bd2 h6 12. b4 {Sehr forsch?!} cxb4 13. a3 a5 { Weiss rechnete wohl nur mit bxa und halbwegs Kompensation fuer den Bauern.} 14. axb4 axb4 15. Rxa8 Qxa8 16. Bh3 g5 17. Bc1 Bc5 18. Nbd2 Qa2 { Und Weiss bekommt bald grosse Probleme.} 19. Qe4 Nd8 20. Qe2 b3 21. Ne4 Bxe4 22. dxe4 Bb4 23. Bd2 b2 24. Qd1 {Weiss ist klar ueberspielt. Jetzt heisst es nur noch, den Druck weiter erhoehen.} Bxd2 25. Nxd2 Nxe5 26. Bf1 Ke7 27. Kh1 {Verzweiflung!} h5 28. h3 g4 29. c5 bxc5 30. Qc2 c4 { b1D war laut "Fritz" noch staerker!} 31. Nxc4 Nxc4 32. Qxc4 { Lxc4 geht nicht wegen b1D!} Qxc4 {In eigener Zeitnot wickelte ich ins gewonnene Endspiel ab. Der Rest ist Technik.} 33. Bxc4 Nc6 34. Kg2 Rb8 35. Ba2 Ne5 36. Bb1 Nc4 37. e5 Na3 38. hxg4 hxg4 39. f3 Rc8 40. Re2 gxf3+ 41. Kxf3 Rc3+ 42. Kf4 Nxb1 43. Rxb2 Na3 44. Rb7+ Kf8 45. Kg5 Kg7 0-1 [Event ""] [White "Tr�sch"] [Black "Kapr"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2007.05.15"] [PlyCount "66"] 1. c4 e5 2. g3 Nc6 3. Bg2 Nf6 4. Nc3 Bc5 5. e3 d6 6. Nge2 O-O (6... Qe7 7. d3 Bf5 8. O-O O-O 9. d4 )7. O-O a6 8. h3 Ba7 9. d4 Rb8 10. d5 Ne7 11. a4 c6 12. e4 cxd5 13. exd5 Ng6 14. Kh2 Re8 15. b3 Bd7 16. Bg5 {Schwarz kam gut aus der Eroeffnung raus und versucht nun den Gegner im komplizierten Mittelspiel zu uebertreffen.} h6 {Zu oft uebersehe ich einfache Loesungen. Ausserdem habe ich zu schnell gezogen, um Zeit zu sparen. Hier uebersah ich das gewinnverheissende} (16... Ng4+ 17. hxg4 Qxg5 18. Rh1 Bxf2 )17. Bxf6 Qxf6 18. b4 Rbc8 19. Rc1 Qe7 20. Qb3 f5 21. f4 exf4 22. Nxf4 Nxf4 23. Rxf4 Be3 { Statt dessen war staerker:} (23... b5 24. axb5 axb5 25. c5 dxc5 26. d6+ c4 27. Qa3 Qe3 28. Rd1 Bb8 )24. Re1 Qg5 (24... Qe5 25. Rff1 Qd4 )25. Rf3 { Zum Ausgleich fuehrt:} (25. Ne4 Rxe4 26. Rxe4 Bf2 27. h4 )f4 26. Ne2 { Der Textzug verliert. Endspielvorteil fuer Schwarz ergibt:} (26. Ref1 fxg3+ 27. Rxg3 Bf4 28. Ne4 Bxg3+ 29. Qxg3 Qxg3+ 30. Kxg3 Rxe4 31. Bxe4 Rxc4 32. Rf4 Rc3+ 33. Kg2 Bxh3+ 34. Kf2 Bd7 35. a5 )Bd2 27. gxf4 Qh4 28. Rd1 Rxe2 29. Qd3 Bxf4+ 30. Kh1 Rce8 31. Rdf1 Re1 32. a5 (32. Qd4 g5 33. Qd3 Qh5 34. Kg1 R1e2 35. c5 R8e3 36. Qd1 )Qg5 (32... R8e3 33. Qxe3 Bxe3 34. Rf8+ Kh7 35. R8f3 Re2 36. Kh2 Qxc4 37. Kh1 Qxd5 38. R3f2 Rxf2 39. Rxf2 Qd1+ )33. Qc3 R8e2 0-1 [Event "Kreuzberg 3 - Lichtenberg 2, 8. Brett"] [White "Kaiser "] [Black "Karsten"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2007.11.11"] [PlyCount "58"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Bc5 6. c3 b5 7. Bc2 {Ein Subtil itaet die ich nie verstanden habe. Weiss soll ein Tempo gewinnen mit das sofortige Bc2. Es erlaubt Schwarz aber sofort d5 zu spielen.} d5 8. exd5 { Die andere Hauptvariante geht} (8. d4 dxe4 9. Nxe5 Nxe5 10. dxe5 Qxd1 11. Rxd1 Ng4 12. Bxe4 Nxf2 {mit interessante Verwicklungen.} )Qxd5 9. Nxe5 $2 { Entweder kennte Weiss diese Variante nicht oder hat er gedacht eine starke Neuerung zu bringen. Die Figur sieht er aber nie wieder zurueck! Weiss muss in der Tat versuchen etwas gegen das aktive Eroeffnungsspiel von Schwarz ein zu bringen. Ein Beispiel dafuer ist Kramnik-Leko, Brissago 2004 10. Partie:} (9. a4 b4 10. d4 exd4 11. Bb3 Qd8 12. Re1+ Be7 13. Nxd4 Nxd4 14. Qxd4 Qxd4 15. cxd4 Bb7 16. Bg5 h6 17. Bxf6 gxf6 18. Nd2 Rg8 19. g3 Rd8 20. Rac1 Rd7 21. Nc4 Rg5 22. Ne3 Kf8 {mit Ausgleich.} )Nxe5 10. d4 Bb7 11. f3 Bb6 {Auch gut ist 11/ \.0-0-0 12.Kh1 (12.dxc? Dxc5 und Weiss verliert die Dame) 12/\Seg4! mit ausgezeichnetes Spiel.} 12. Kh1 { Es stellt sich heraus das Weiss die Figur nicht zurueckgewinnen kann:} (12. Re1 O-O 13. Rxe5 Qxe5 {und d4 ist gefesselt.} )Ng6 13. Re1+ Kf8 {Auf 13/\Se7 fuerchte ich 14.b3 (nicht aber 14.De2 0-0 15.Dxe7 Te8) und 15.La3. Mein Gegner zeigte nach der Partie das dass in Ordnung fur Schwarz gewesen war nach 14/\c5 15.La3 b4 16.cxb cxd! 17.b5 Lc5. Aber wozu rochieren wenn es auch noch eine h-linie gibt?} 14. Nd2 Qd7 15. Ne4 {15.Sf1 mit Absicht nach f5 zu springen via g3 oder e3 war nach der Meinung meiner Gegner zu langsam wegen die energische Antwort 15/\c5.} Nxe4 16. fxe4 Re8 $1 {Schwarz kann sein Koenig nicht gleich nach h7 bringen weil dann e5-e6 folgt. Zum Beispiel 16/\h6 17.Dh5 Kg8 18.e5 Kh7 19.e6 und Schwarz ist in Problemen. Der Turmzug laehmt die weisse Aktivitaet und erhoht zugleich die schwarze.} 17. Qh5 c5 {! Im richtigen Augenblick weil der Turm auf e1 ungedeckt ist. Deshalb fehlt 18.d5 wegen Dxd5 und auf dxc hat Schwarz Te5 weil Le3 sich verbietet wegen einfach Lxe4. Das maechtige weisse Zentrum ist nur verteidungsbeduerftig. Ein Verteidigung gibt es aber nicht mehr.} 18. Bg5 h6 19. Rf1 hxg5 20. Qxg6 Bc7 21. e5 {Schliesst die eine Diagonale aber oeffnet die andere! Schwarz kann aber noch nicht gleich 21/ \Dd5 spielen wegen die Erwiderung 22.Le4!} Re6 22. Qf5 Reh6 {Weiss kann ie Dame nehmen wird dann aber gleich matt gesetzt: 23.Dxd7 Txh2 24.Kg1 Txg2!} 23. h4 Rxh4+ 24. Kg1 Qd5 {Jetzt scheitert 24.Le4 an Txe4.} 25. Qxg5 Rh2 26. Rf3 {Und hier haette ich noch beinahe ein Fehler gemacht. Schwarz kann sogar ein Turm gewinnen mit 26/\Th1 27.Kf2 Txa1 aber Weiss kann dann vielleicht noch ein Angriff beginnen mit etwa 28.Lg6. Deswegen wollte ich die Lage vereinfachen, 26/\Dd8 bot sich an. Wenn er tauscht dan haengt sowohl f3 als a1 und Tff1 verbietet sich noch immer wegen Txg2 matt. Wenn die Dame zieht dan einfach Lxf3 mit grossem Materialverlust fuer Weiss. 26/\Dd8 erlaubt aber das tauflische 27.Txf7! Kxf7 26.Dg6! (26.Tf1? Kg8 und es gibt kein Schach mehr) und Schwarz riskiert sogar zu verlieren. Nach der Partie entdeckte ich dass Schwarz mit das kaltbluetige 27/\Ke8! immerhin noch auf Gewinn spielen kann. Wenn ich waehrend die Partie Txf7 im letzten Augenblick sah seufzte ich und aenderte zum Realpolitik.} Rxg2+ 27. Qxg2 Qxf3 28. Qxf3 Bxf3 29. Kf2 Bd5 {Und Weiss gab auf da weitere Widerstand in diese Stellung hoffnungslos ist. Ein luestiges Debut fuer s.c. Friesen Lichtenberg. Carnaval kann jetzt los gehen!} 0-1 [Event "BMM"] [White "Kapr"] [Black "Lehmann"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2007.11.11"] [PlyCount "95"] {Eine Partie der Irrungen und Wirrungen } 1. e4 d6 2. d4 Nd7 3. Nf3 e5 4. Nc3 Ngf6 5. Bc4 c6 $2 6. a4 $2 (6. dxe5 Nxe5 7. Nxe5 dxe5 8. Bxf7+ Ke7 9. Qxd8+ {gewinnt einfach einen Bauern. Hier ist schon gewisser Misston im Denken und Agieren der Spieler zu erkennen. Zumindest gilt das fuer Weiss.} )Be7 7. Bxf7+ $4 { Als Ergebnis von zuviel Ehrgeiz folgte dieses inkorrekte Figurenopfer.} Kxf7 8. Ng5+ Kg8 9. Ne6 Qe8 10. Nc7 Qg6 11. O-O Rb8 12. f4 { Weiss hat keinen ausreichenden Ersatz fuer die Figur.} exd4 (12... Nxe4 13. Nxe4 Qxe4 14. fxe5 dxe5 15. Re1 Qg6 16. dxe5 {macht alles rasch klar. Aber Schwarz begann lange zu ueberlegen. Er buesst Zug fuer Zug etwas von seiner Ueberlegenheit ein.} )13. Qxd4 d5 14. f5 Qf7 15. Ne6 Qxe6 { Nach dem Zug sieht Fritz 10 Ausgleich.} 16. fxe6 Bc5 17. Be3 Bxd4 18. Bxd4 Nb6 19. e5 {ist nicht so stark wegen 19.... Sg4.} (19. a5 Nc4 20. exd5 cxd5 21. Rae1 )Ne4 20. e7 Bd7 $4 21. Nxe4 dxe4 22. a5 $2 (22. Bxb6 $3 g6 23. e6 Bxe6 24. Bd4 Re8 25. Rf8+ Rxf8 26. exf8=Q+ Kxf8 27. Bxh8 )Nc4 $2 (22... Nd5 23. Bc5 Nxe7 24. Bxe7 )23. Bc5 $2 (23. Rad1 h5 24. Bxa7 )h6 24. Rad1 Nxe5 25. Bd6 $2 (25. Rf4 Kh7 26. Rxe4 Ng4 27. Rxd7 Nf6 28. e8=Q Rhxe8 29. Rxe8 Rxe8 30. Rxb7 )Re8 26. Bxe5 Bg4 $2 (26... Rxe7 27. Bd6 Bg4 )27. Rd4 $2 (27. Rf8+ Kh7 28. Rd8 Bh5 29. Bd4 a6 30. h4 Rg8 31. g4 )Rxe7 28. Bd6 (28. Rxe4 )Re6 29. Bc5 Re5 30. b4 a6 31. Rf4 Be6 32. Rdxe4 {mit Remisangebot.} Rxe4 33. Rxe4 Kf7 34. Rf4+ Kg6 35. Rf8 { Eine zweite unausgesprochene Remisofferte.} Rh7 $4 {Ich habe die Antwort nicht erwartet, denn Schwarz hat sich den Zug ueberlegt. Das Endspiel ist nun verloren. Ich musste nur noch aufpassen, um Remiskonstellationen zu vermeiden.} 36. Rb8 Bc4 37. Rxb7 h5 38. Bd4 h4 39. Rc7 Bd5 40. c4 Be4 41. Re7 Kf5 42. Kf2 { Der Koenig muss mitspielen. Ein Endspiel mit ungleichfarbigen Laeufern ist nicht wuenschenswert.} (42. Bxg7 Bd3 43. c5 { wuerde trotz zweier Mehrbauern die Remisnaehe erhoehen.} )Bd3 43. Re5+ Kf4 44. Rc5 Ke4 45. Bc3 g6 46. Rxc6 Rf7+ 47. Bf6 Kf5 (47... Rb7 48. Rb6 )48. Bxh4 {und Schwarz gab wortlos im 64. Zug auf. Damit war der fehlende Punkt zum Sieg des Aussenseiters ueber die Favoriten eingefahren. Eine Kampfpartie, aber es gab so viele Fehler, die sich nicht nur durch die Anspannung erklaeren lassen.} 1-0 [Event "Betriebsschach"] [White "Grossmann"] [Black "Bandsom"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2007.11.22"] [WhiteElo "1896"] [BlackElo "1654"] [PlyCount "74"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 d6 {Spanisch} 4. d4 Bd7 5. c3 a6 6. Ba4 Nf6 7. Bg5 Be7 8. Nbd2 b5 9. Bc2 Qc8 10. O-O Bg4 {bis jetzt nichts Aussergewoehnliches} 11. h3 Bh5 12. d5 Nd8 {Sb8 und anschliessend Sd7 waere besser} 13. a4 O-O { Sxd5 14.Lxe7 Sxe7 barer Gewinn} 14. axb5 axb5 { Fuer mich Rekord: im 14.Zug erste Figur geschlagen} 15. Bd3 Rb8 16. Ra7 b4 17. Qa4 bxc3 18. Bxf6 Bxf6 19. Ba6 Nb7 {Falls 20.Dc6 cxd2} 20. bxc3 Nc5 21. Qc6 Nxa6 22. Rxa6 Qb7 23. Rfa1 Rfc8 24. Nc4 Be7 {wollte f6 und danach Le8 spielen} 25. Qd7 Qb5 26. Rc6 Bf8 27. Nb6 Rd8 (27... cxb6 28. Rxc8 Qxd7 29. Rxb8 h6 30. Raa8 Kh7 31. Rxf8 {offenes Spiel, was fuer Schwarz wohl besser waere} )28. Qxc7 Qb2 {Fuehlte mich vom starken Springer bedroht und hatte folgende Idee: Dame greift Turm an - Turm zieht weg - Lxf3 gxf3 - so wie es dann auch kam} 29. Re1 Bxf3 30. gxf3 Qd2 31. Re3 Ra8 $3 {Turmopfer gegen Springer zum Matt. Der Gegner spielte aber Sc4, was ihm auch nicht half.} 32. Nc4 Qd1+ 33. Kg2 Ra1 34. Kg3 Qg1+ 35. Kh4 Qxf2+ 36. Kg4 Rg1+ 37. Kf5 g6+ { Aufgabe wegen Kf6 und Dh4 - matt} 0-1 [Event ""] [White "Dr. Fritz Baumbach"] [Black "Stanislaw Szczepaniec"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2007.06.25"] [WhiteElo "2277"] [BlackElo "2118"] [PlyCount "67"] 1. d4 f5 {Trotz seiner knapp 80 Jahre - sein Geburtstag wurde am naechsten Tag gefeiert - ist mein Gegner immer noch kaempferisch eingestellt. Das hat ihm auch schon zwei Turniersiege in den Jahren 2002 und 2003 in Rowy eingebracht; in den Tabellen findet man hier und da eine Verlustpartie, aber fast keine Remisen. Auch 2007 hat er mit +7 -2 bei einem Remis abgeschlossen.} 2. Nf3 g6 3. g3 Nf6 4. Bg2 Bg7 5. O-O d6 6. c4 O-O 7. Nc3 Qe8 {Der beliebteste Zug laut Datenbank. Ich halte den Zug nicht fuer so stark, weil nach 8.b3 c6 9.La3 der systemgemaesse Vorstoss e7-e5 nicht so leicht durchzusetzen ist.} 8. b3 c6 9. Ba3 Kh8 {In Zusammenhang mit dem folgenden Laeufermanoever kein gluecklicher Plan. Besser ist} (9... Na6 10. Qd3 Rb8 11. e4 b5 12. e5 b4 13. exf6 Bxf6 14. Bb2 bxc3 15. Bxc3 {mit etwa gleichem Spiel, Zierke - Kopylow, Wichern Open 2001 } )10. Qc2 Be6 11. Rad1 Bg8 12. e4 fxe4 13. Nxe4 Na6 14. Rfe1 Nxe4 15. Rxe4 Qf7 16. Rde1 Bf6 {Weiss hat sich harmonisch aufgebaut, aber Schwarz hat ausser e7 keine schwachen Punkte. Der Be7 ist jedoch durch den Lf6 zuverlaessig gedeckt. Daraus ergibt sich der weisse Plan, diesen starken Laeufer abzutauschen.} 17. Bc1 $1 d5 18. Ne5 Qg7 19. R4e2 dxc4 20. bxc4 Rfd8 21. Ng4 $1 {Jetzt faellt der Lf6 und damit der Zusammenhalt in der schwarzen Stellung. Ohne Schutzlaeufer geht es dem schwarzen Koenig an den Kragen.} Rxd4 (21... Bxd4 { verliert wegen} 22. Bh6 Qf7 23. Rxe7 Qf5 24. R1e5 {sofort, Motiv Lg7. z.B.} Bxe5 25. Nxe5 Qf6 26. Qc3 )22. Bh6 Qf7 23. Nxf6 Rxc4 24. Qd2 Qxf6 25. Rxe7 {Schwarz hat keine Verteidigung mehr. Auf 25...Lf7 folgt 26.Dd7 Kg8 27. Te8+ nebst Matt.} Nc5 26. Bg7+ Qxg7 27. Rxg7 Kxg7 28. Bf1 { Jetzt verliert Schwarz weiteres Material.} Re4 29. Qc3+ Kh6 30. Rxe4 Nxe4 31. Qe3+ g5 32. Qxe4 Bxa2 33. Bd3 Bg8 34. Qe7 {Und Schwarz gab auf. Eine wichtige, fuer den Turnierausgang vorentscheidende Partie.} 1-0 [Event "BMM 4. Runde"] [White "Weiss"] [Black "Krichi"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "*"] [Date ""] [WhiteElo "1919"] [BlackElo "2002"] [PlyCount "97"] 1. d4 Nf6 2. Nc3 d5 3. e4 {Blackmar-Diemer Gambit - seit 35 Jahren} Nxe4 { Schon zum zweiten Mal diese ungeliebte Variante in diesem Jahr. Normaler Weise schlaegt man ja mit dem Bauern.} 4. Nxe4 dxe4 5. Bc4 { diesmal ignoriere ich den Bauern und strebe schnelle Entwicklung an} e6 6. Ne2 a6 {Wird wohl ein Angriff auf den Laeufer - weiter entwickeln} 7. O-O b5 8. Bb3 c5 9. c3 c4 10. Bc2 { Mal schauen - Weiss Bauer weniger - Schwarz unentwickelt.} f5 { Der macht mit seinen Bauern einfach weiter. } 11. f3 exf3 {Eeigentlich wollte ich jetzt Sf4 ziehen. Und wenn Schwarz auf g2 schlaegt, meinen Turm auf die e-Linie stellen und mit Dh5 fortsetzen. Das wird dann die Friesenpartie des Jahres. Mit diesem Entwicklungsvorsprung ist das eine Kurzpartie. Wenn ich aber mit dem Turm nehme, hat das auch was...} 12. Rxf3 Bd6 {Mist - jetz bringt er seinen Koenig in Sicherheit. Das waere mit Sf4 nicht moeglich gewesen. Irgendwie behindern sich meine Figuren. Haette ich mal nur den Springer gezogen.} 13. Nf4 Bxf4 {Jetzt gibt der seinen Laeufer her.} 14. Bxf4 O-O { Wie geh ich jetzt vor? Auf den e-Bauern, oder auf den Koenig?} 15. Rh3 g6 { Noch ein Bauernzug. Also Figuren zentrieren - das soll doch die Friesenpartie werden.} 16. Qe2 Nc6 17. Re1 Qd5 {Nach zwei Zuegen sieht die schwarze Stellung schon nicht mehr ganz so figurlos aus. Wie ist mein Plan? Las ich den Turm auf dem Koenig? Was macht mein weisser Laeufer? Soll ich schon mit b3 aufreissen?} 18. Qf2 Re8 19. Bd1 { Mein Laeufer soll natuerlich nach f3. Wie stark ist eigentlich der Schwarze?} Ra7 $2 {Das soll gehen? - das muss doch auseinanderbrechen. Den Laeufer nach f3 und dann d5 - da haengt ja alles. Der Sc6 und e6 und der Ta7 - Friesenpartie ich komme. Oder doch lieber erst den h-Turm nach e3 - der macht ja nicht so richtig mit. Ne erst der Laeufer} 20. Bf3 Qd7 {Jetzt habe ich zwanzig Minuten ueberlegt. Schliesslich gilt es den Kanditaten zu finden. Lxc3 oder d5. Man wenn jetzt noch beide Tuerme auf der e-Linie waeren.} 21. d5 Nd8 { Soweit klar - aber jetzt - schon wieder 10 Minuten von meiner Zeit weg. Lb8 gewinnt ja eine Quallitaet - will ich das - Peter zieh - die Zeit.} 22. Qe3 e5 {Verd.... Auf Lxe4 kommt Sf7 - da geht alles runter - keinen Gewinn gefunden - schuess Friesenpartie} 23. Bxe5 Nf7 24. Qd4 Nxe5 25. Rxe5 Rxe5 26. Qxe5 Qe7 { Die Damen gehen auch noch runter. Wie ist mein e-Bauer einzuschaetzen? Mein Turm steht auch Klasse.} 27. Qxe7 Rxe7 28. Kf2 h5 { Immer wieder seine Bauernzuege, die mich neu aufbauen.} 29. Rh4 Kf7 30. Rd4 Rd7 31. h4 {Ist wohl noetig. Nun laeuft doch mein Koenig auf die schwarzen Felder. Und einen Hebel hab ich auch noch (Fritz sagt hier +0,47)} Kf6 32. Ke3 Ke5 33. b3 {Das spielt sich von allein. Friesenp...} cxb3 34. axb3 Re7 35. c4 bxc4 36. bxc4 Kd6+ 37. Kf4 {Jeder noch 4 Minuten auf der Uhr.} Kc5 38. Rd1 {Und jetzt sieht er, dass der c-Bauer nicht zu schlagen ist. Obwohl der Schwarze Laeufer sich ja ganz schoen zurueck gehalten hat.} Bd7 39. Ra1 Bc8 40. Rb1 a5 {Zeitkontrolle - Luft holen - jetzt brennt nichts mehr an.} 41. Rb5+ Kxc4 42. Rxa5 Kd4 43. Rb5 Ba6 44. Rb6 Bc4 45. Rxg6 Bxd5 { geht doch wieder nicht.} 46. Rd6 Re4+ {Mit Tempo gespielt - das jagt einem schon einen Schreck ein. Aber es ist genug Zeit.} 47. Kxf5 Rxh4 48. Rxd5+ Ke3 49. Kg6 {Schwarz gibt auf. War spannend und hat Spass gemacht. Zur Friesenpartie hat es nicht gereicht. Aber gefuehlt habe ich das mehrmals.} *

Gewinner: Andreas Mai

[Event "BMM 2005/06"] [White "Klaus Kapr"] [Black "Guido Feldmann"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date ""] [WhiteElo "2014"] [BlackElo "2049"] [PlyCount "71"] {B12 Caro-Kann (Vorstoss-Variante)} 1. e4 c6 2. d4 d5 {Hier verzichtete ich bewusst auf den Panow-Angriff, um ein komplizierteres Spiel zu erreichen.} 3. e5 c5 {Eine Ueberraschung. Mit der Variante hatte ich mich aus Sicht von Schwarz beschaeftigt und sie als nicht vollwertig bewertet.} 4. dxc5 Nc6 5. Bb5 e6 6. b4 $6 (6. Be3 )Qh4 7. c3 Qe4+ 8. Ne2 {Letzter Theoriezug.} Qxe5 9. O-O Bd7 10. Nd2 Nf6 11. Nf3 Qc7 12. Bf4 Qc8 13. Ng3 { Weiss steht aktiver und hat mehr Raum.} (13. Bd3 Nh5 $14 )g6 $2 { Kontrolliert zwar f5 und h5, schwaecht aber die schwarzen Felder.} (13... b6 14. cxb6 axb6 $11 )14. Re1 Bg7 15. Bd6 {Haelt den Koenig im Zentrum fest.} Bf8 16. Bxc6 Bxc6 17. Qd4 Bg7 18. Qh4 (18. a4 $1 )Qd8 19. Qh3 { Die Dame wird auf Schlagdistanz zum Feld e6 vertrieben. Vorher hatte ich eher ein Springeropfer vorgesehen.} Bf8 20. Rxe6+ $18 { Vor dem Turmopfer zoegerte ich etwas,aber eine innere Stimme sagte "spiel ihn"} fxe6 21. Qxe6+ Be7 22. Re1 Ne4 23. Nxe4 (23. b5 { mit klarem Vorteil fuer Weiss} Qd7 24. Qe5 )dxe4 24. Ng5 Rf8 $2 (24... Qd7 25. Qf7+ Kd8 26. Bxe7+ Kc8 $16 )25. b5 {Staerker ist} (25. Nxe4 Qd7 (25... Bxe4 26. Qxe4 )26. Nf6+ Rxf6 27. Qxf6 O-O-O )Rf6 $4 { Ein Fehler,doch es war nicht viel zu retten.} (25... Bxb5 { Motiv: Ablenkung von e4} 26. Qxe4 )26. Qg8+ Kd7 27. bxc6+ Kxc6 28. Qc4 (28. Qxh7 $6 {kommt nicht in Frage} Bxd6 29. cxd6 Qxd6 30. Nxe4 Re6 $14 )Bxd6 (28... Kd7 29. Nxe4 Bxd6 30. cxd6 )29. cxd6+ Kd7 30. Nxe4 Rf5 31. Nc5+ Rxc5 32. Qxc5 Qb6 (32... Rc8 33. Qb5+ )33. Re7+ Kd8 34. Qg5 h6 35. Re8+ $1 Kd7 36. Qe7+ {Es wurde die angestrebte Kampfpartie, in der Weiss den Gegner aus der Eroeffnung heraus positionell und schliesslich auch taktisch ueberspielen konnte. Das war ein wichtiger Beitrag zu dem Mannschaftspunkt gegen den Spitzenreiter in der Stadtliga B.} 1-0 [Event "Betriebsschach 2006"] [White "Claudio Gerschau"] [Black "Peter Weiss"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date ""] [WhiteElo "2115"] [BlackElo "1930"] [PlyCount "29"] 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 e5 {Na endlich. Nach dem das Friesen schon lange spielen, hat es auch die restliche Welt erreicht.} 6. Ndb5 d6 7. Bg5 a6 8. Na3 b5 9. Bxf6 gxf6 10. Nd5 Bg7 {Soweit alles bekannt } 11. g4 $2 {Noch nie gesehen. Bei der Analyse hinterher meinte Claudio, das er auf 10....f5, auf b5 opfert - und genau deswegen spielen wir traditionell immer 10. ... Lg7} Ne7 {Bekannte Muster gibt es nicht. An h5 habe ich schon ueberlegt. Aber warum soll ich die g-Linie fuer ihn oeffnen. Also wird g4 als Schwaechung und Tempoverlust eingestuft und erstmal ignoriert. Der Kampf um d5 bleibt zentrales Thema} 12. Be2 {ueberdeckt g4 - na bitte Auf ... Se7 nimmt man als Weisser eigentlich Wenn nicht, dann muss man wohl selber nehmen} Nxd5 13. Qxd5 Be6 14. Qc6+ {In meinem alten, zerflederten russischen Sweschnikowbuch werden alle schwarzen Koenigszuege mit Rufzeichen versehen.l} Ke7 { d5 befreit, also was liegt naeher als lange weisse Rochade } 15. O-O-O { Und hier endet die Vorfuehrung. Schwarz gewinnt mit dem naechsten Zug eine Figur. Am Brett gefunden - ehrlich 51.} 0-1 [Event "Wei�e Dame Open 2005"] [White "Alexander Kysucan"] [Black "Ulrich Oginski"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2005.09.09"] [WhiteElo "2146"] [BlackElo "1988"] [PlyCount "54"] 1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 Bb4 4. Qc2 O-O 5. a3 Bxc3+ 6. Qxc3 b6 7. Bg5 Bb7 8. f3 d5 {Die Theorie empfiehlt : 8.... h6 9. Lh4 d5. Ab dem 8.Zug spiele ich schoepferisch.} 9. Bxf6 {Droht entweder die Bauernstellung am Koenigsfluegel zu zerstoeren oder den Bauern c7 zu erobern.} Qxf6 {Ueberlaesst den c7-Bauern seinem Schicksal, da dieser auf Grund desEntwicklungs rueckstandes von Weiss strategisch gedeckt ist.} 10. cxd5 Bxd5 11. e4 Bb7 12. Qxc7 { Richtig waere die Entwicklung des weissen Koenigsfluegel gewesen.} Ba6 13. Bxa6 Nxa6 14. Qb7 { Der Schein truegt. Nicht Schwarz sondern Weiss steht hier auf Verlust.} Nc5 $3 {Der schwarze Schluesselzug zum Gewinn. Der Springer ist verloren. Doch er wird da geopfert, wo er grossen Nutzen bringt. Wird er genommen, werden die d-Linie und die Diagonale h8-a1 als Angriffsmagistralen geoeffnet.} 15. dxc5 (15. Qc7 Qxd4 {mit schwarzem Angriff} )Qxb2 16. Rd1 Qxg2 17. c6 Qxh1 18. Kf1 Qxh2 {Nur um die Dame wieder ins Spiel zu bringen.} 19. c7 f5 { Zerstoert den Bauernwall vor dem Koenig.} 20. exf5 Qe5 {De5 Zentralisiert die schwarze Dame und verhindert die Zentralisierung der weissen Dame. Der Bauernrueckgewinn kann warten.} 21. Rc1 Rac8 22. Qxa7 Rxf5 23. Qxb6 Qb5+ 24. Qxb5 Rxb5 25. Ne2 Rb7 26. Nd4 Rbxc7 27. Re1 Rc1 { Der Bauer auf e6 ist taktisch gedeckt. Weiss gibt auf.} 0-1 [Event "VfB Leipzig-Open"] [White "Uwe Sabrowski "] [Black "Ferenc Langheinrich"] [Site ""] [Round "7"] [Annotator ""] [Result "1/2-1/2"] [Date "2006.03.18"] [WhiteElo "2113"] [BlackElo "2382"] [PlyCount "82"] {In diesem Turnier sich zu praesentieren war fuer viele Berliner Schachspieler ja aufgrund der stattfindenden BMM leider nicht moeglich. Da aber bei mir keine Einsatzmoeglichkeit gegeben war, zog es mich nun ins Sachsenland um ein paar Partien auf guten Niveau zu spielen. Diese Partie war eigentlich schon ausschlaggebend ob es in die Preisraenge gehen kann oder nicht. Dafuer war der Brocken 1. Bundesliga aber auch ein Hammerlos.} 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. Be2 O-O 6. Bg5 Na6 7. h4 {meine Leib- und Magenvariante in diesem System hatte ich nun wieder vor mir und ich war gespannt wie sich denn nun die "Grossen" dagegen stemmen wuerden. In der BMM hatte ich nach 18 Zuegen gegen Jan Kinder , bis dato 100%-Mann in der LL, schon eine Gewinnstellung mit Opfer auf g5.} e5 8. d5 Nc5 9. b4 Na6 10. a3 c6 {meines Erachtens zu langsam, Weiss bekommt gute Moeglichkeiten auf den schwarzen Feldern.} (10... h6 $5 )11. Qd2 cxd5 12. cxd5 (12. Nxd5 { dieser Variante traute ich nicht so recht, auch wenn Fritz natuerlich Weiss mit 1.00 in Vorteilsieht} Nxe4 (12... Nc7 13. Nxf6+ Bxf6 14. Rd1 )13. Bxd8 Nxd2 14. Be7 )h5 13. f3 Bd7 14. Bd3 (14. Nh3 {so pflegte ich frueher immer fortzusetzen, aber da Schwarz die Moeglichkeit Lxh3 besitzt habe ich mich fuer die Hauptvariante entschieden.} )Qc7 {Schwarz bearbeitet natuerlich die einzige freie Linie, aber darauf war ich vorbereitet.} 15. Rc1 { (R)} Rfc8 16. Nb5 $1 Bxb5 $5 {jetzt wird es schnucklig, einerseits war das Damenopfer ja die einzige Moeglichkeit um nicht einfach an die Wand gespielt zu werden, aber man sieht auch mit welcher Kaltbluetigkeit in der Bundesliga zur Sache gegangen wird. Zu diesem Zeitpunkt musste aber auch alles oder nichts gespielt werden um in den oberen Preisraengen drin zu bleiben.} (16... Qb8 17. Rxc8+ Bxc8 (17... Qxc8 18. Nxd6 Qb8 19. Nb5 {gewinnt einen Bauern } )18. Ne2 {sieht auch sehr verlockend fuer Weiss aus} )(16... Qxc1+ 17. Qxc1 Rxc1+ 18. Bxc1 Bxb5 19. Bxb5 Rc8 20. Ne2 { und wieder kann hier nur Weiss um den Sieg spielen} )17. Rxc7 Nxc7 18. Ne2 a5 $1 {Linienoeffnung war oberste Buergerpflicht, allerdings schrumpften bei uns beiden die Bedenkzeit schon in bedenkliche Bereiche} 19. O-O axb4 20. axb4 (20. Bxb5 $3 Nxb5 21. Qxb4 Nxa3 22. Ra1 Nc2 23. Rxa8 Nxb4 24. Rxc8+ Kh7 { war aufgrund der knappen Bedenkzeit nur von Fritz zu finden} )Ra3 21. Bxb5 Nxb5 22. Rc1 Rca8 $132 23. Qc2 Nd7 24. Qc4 Nd4 25. Nxd4 exd4 26. Qc7 Ne5 27. Qxd6 Nd3 {und so sieht Gegenspiel aus} 28. Rf1 (28. Rc7 Ra1+ 29. Kh2 Be5+ )Ra1 29. f4 f6 30. Bxf6 R1a6 31. Qd7 Rxf6 32. Qxb7 Raf8 33. g3 R6f7 34. Qb5 Ne5 35. Rd1 Ng4 36. d6 Kh7 37. e5 Ra7 38. d7 Ra3 39. Rd3 Ra1+ 40. Kg2 Ra2+ {und mit viel Muehe (Weiss 4sec und Schwarz 3sec) haben wir die Zeitkontrolle ueberstanden} 41. Kg1 Ra1+ {da ich mich nicht so richtig mit einem Koenigsmarsch in Richtung e-Reihe anfreunden konnte (Kf1 - Sxe5)} 1/2-1/2 [Event "Betriebsschach 2005"] [White "Dieter Eisentr�ger"] [Black "Hasan Krasnici"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "1-0"] [Date "2005.05.02"] [WhiteElo "2105"] [BlackElo "2227"] [PlyCount "71"] 1. e4 c5 2. c3 Nf6 3. e5 Nd5 4. d4 cxd4 5. Qxd4 e6 6. Nf3 Nc6 7. Qe4 f5 8. Qe2 {Die Variante und die Partie aehnelt meinem Sieg gegen GM P. Schlosser. Manche eigene Ideen aus dieser Partie und Analyseempfelungen von Schlosser konnte ich hier gut unterbringen.} Be7 9. g3 O-O 10. Bg2 Bc5 11. Nbd2 Nde7 { Die Idee dieses Zuges war schon bei Schlosser schlecht.} 12. Nb3 Bb6 13. Bf4 Ng6 14. h4 $1 Nxf4 15. gxf4 d5 16. exd6 Qxd6 17. Ne5 Nxe5 18. fxe5 Qd7 19. a4 a6 20. Rh3 $1 Rd8 21. a5 Ba7 22. Nd2 Qc7 23. Nc4 Rb8 24. b4 Bd7 25. Nd6 b5 26. O-O-O {Anstelle eines zweifelhaften Bauergewinns mit 26.a:b e.p. usw., wollte ich lieber den Druck erhoehen, wie bei der Partie gegen Schlosser.} Bc6 27. f4 Rd7 28. h5 Rbd8 29. h6 g6 30. Rg3 Ba8 31. Bxa8 Rxa8 32. Rgd3 { Fritz sagt hier besser Da2, den Bauerngewinn habe ich am Brett nicht gesehen!} Qc6 33. Nxf5 {Den Bauern hier schon!} Qc4 { Versuch von Verwicklungen.} 34. Qf3 {Nichts geht mehr.} Be3+ 35. Nxe3 Qc8 36. Qxa8 {Noch ein schoenes Damenopfer zum Schluss!! Schwarz gibt nach kurzer Bedenkzeit auf. } 1-0 [Event "BMM"] [White "Olaf Eberhardt"] [Black "Uwe Keil"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2005.10.30"] [PlyCount "52"] 1. d4 Nf6 2. c4 c5 3. d5 g6 4. Nc3 d6 5. e4 Bg7 6. h3 O-O 7. Nf3 { Weiss waehlt den nachhaltigen Botwinnik-Aufbau gegen Benoni} e6 8. Bd3 exd5 9. cxd5 b5 {Das hatte ich bisher zweimal beim Berliner Sommer probiert; 1992 gegen IM Budnikov und 1994 gegen Ehren-GM K.H. Lehmann - leider beide Male nur mit Erkenntnisgewinn.} 10. Nxb5 { Hier scheiden sich die Geister: Man kann solide mit Te8 oder riskant mit ...} Nxe4 {fortsetzen.} 11. Bxe4 Re8 12. Ng5 $1 {Ein starker Zug der von de Firmian gegen Alburt 1990 in die Praxis eingefuehrt wurde und seitdem die Aussichten der Nachziehenden stark verduestert hat.} Qa5+ 13. Nc3 Ba6 { Mein "Schachbauch" sagt mir, das hier Koenigsangriff vor Materialrueckgewinn gehen muss.} 14. Qf3 {Laut Megabase die von der Punktausbeute ergiebigste Fortsetzung. Aber auch 14. Ld2, 14.Dc2 oder 14.f3 sind keineswegs zu verachten. Von Budnikov bekam ich 14. f3 und von Dr. Lehmann 14.Ld2 vorgesetzt, konnte dann aber meine Chancen nicht nutzen.} f5 {Laut Theorie zweifelhaft wegen 15.g4!? . In der Megabase ist diese Stellung bisher nur mit drei Partien vertreten - also noch viel Platz fuer Entdeckungen!} 15. Bd2 {Das ist nun der erste neue Zug in dieser Partie und fuer die Stellung vielleicht nicht agressiv genug. Epishin empfiehlt 15.g4 mit der moeglichen Folge 15...Te4: 16. Sge4 fe4 17.De4: Sd7 18.Kd1! Se5 19.Te1 mit Vorteil. Vielleicht kann Schwarz nach 19...Tf8 doch noch gegenhalten !?.} (15. g4 Rxe4+ 16. Ngxe4 fxe4 17. Qxe4 Nd7 18. Kd1 Ne5 19. Re1 Rf8 $5 )Nd7 16. Ne2 $2 {Offensichtlich zu zahm fuer die zweischneidige Stellung. Druckvoller sieht 16.Se6 aus, worauf ich 16.. .Se5 antworten wollte.} (16. Ne6 Ne5 17. Qe3 {und noch ist alles offen.} )Qb6 17. Bc3 {Vielleicht glaubte mein Gegner, die schwarze Initiative nun in den Griff zu bekommen....} (17. O-O Qxb2 $17 )Ne5 $1 { und musste nun feststellen, dass Schwarz am Druecker bleibt.} 18. Qg3 { Auch der Ab tausch des Springers gibt der weissen Stellung keine Perspektive mehr.} (18. Bxe5 Rxe5 19. Bd3 Qa5+ 20. Kf1 c4 $17 )(18. Qe3 Nd3+ $17 )fxe4 19. Nf4 Nd3+ {Solch ein Schach gibt man gern.} 20. Nxd3 {Auch ein Wegzug des Koenigs hilft der weissen Stellung nach 20...Lc3: nicht mehr.} (20. Kd1 Bxc3 21. bxc3 Qb2 )(20. Kd2 Bxc3+ 21. bxc3 e3+ )exd3+ 21. Ne6 { Auch 21. Kd1 ist hoffnungslos.} (21. Kd1 Bxc3 22. bxc3 Qb2 )Bxc3+ 22. bxc3 d2+ 23. Kxd2 Qb2+ 24. Ke3 Qe2+ {Weiss war in Spiellaune an diesem Tag - aber das Matt ist nun sogar schon "nebenloesig".} 25. Kf4 Rf8+ {Ist doch schoen wenn man grosszuegig Material fuer ein Matt geben kann. Prosaischer - aber nicht schneller war das Matt mit 25...De5+ zu erreichen.} (25... Qe5+ 26. Kg4 Be2+ 27. Kh4 Qh5# )26. Kg5 Rf5+ 0-1 [Event "Simultan an 25 Brettern, Berlin"] [White "GM Leonid Kritz "] [Black "Klaus Kapr"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2006.09.11"] [PlyCount "98"] {A06: Zukertort-Eroeffnung} 1. Nf3 d5 2. b3 Nf6 3. Bb2 Bf5 4. e3 e6 5. Be2 Bd6 6. Nh4 Bg6 7. c4 Nbd7 8. Nc3 c6 9. d3 Qc7 10. h3 O-O-O 11. Rc1 dxc4 12. bxc4 Kb8 (12... e5 13. O-O $11 )13. d4 Be4 (13... Bb4 14. Qb3 c5 15. O-O $14 )14. O-O {Diagramm # Weiss steht freier. Auf der Suche nach Gegenspiel folgt folgt ein Bauernvorstoss gegen den weissen Koenig.} g5 15. Nxe4 Nxe4 16. Nf3 g4 17. hxg4 h5 18. g5 Rhg8 19. Qc2 (19. c5 Be7 20. Qa4 Bxg5 $14 )Nxg5 20. Nxg5 Rxg5 21. Bf3 Rdg8 22. c5 (22. Rfd1 Rf5 23. Qe2 h4 $11 )Bh2+ { Der Computer sieht den Laeuferzug als 4. Wahl. Passivitaet verliert eher, deswegen: aktiv spielen.} (22... Be7 23. Rb1 $11 )23. Kh1 $14 {Diagramm #} Nf6 24. Bc3 (24. Rfd1 Ng4 25. Rd3 Bg3 26. Bxg4 Rxg4 $17 )h4 (24... Ng4 25. Rfd1 $11 )25. Qd2 (25. Qa4 Ng4 26. Ba5 Qd7 $16 )Ng4 (25... e5 26. Ba5 Qd7 27. Qc2 $11 (27. Kxh2 $143 e4 28. Rg1 h3 $15 ))26. Ba5 (26. Rfd1 Qd7 $11 )Qd7 27. Bxg4 $4 (27. Rb1 $142 $14 )Rxg4 $19 28. f3 {Diagramm # } Rxg2 ({Deutlich staerker war:} 28... Rg3 29. Kxh2 h3 30. Rg1 $19 )29. Qxg2 Rxg2 30. Kxg2 Bg3 31. Be1 (31. Rc2 $142 $17 )Qc7 (31... Bxe1 $142 $5 32. Rcxe1 e5 $17 )32. f4 $11 Qd7 33. Bxg3 Qd5+ 34. Rf3 $4 (34. Kh3 $142 hxg3 35. Kxg3 Qxa2 36. Rg1 $11 )h3+ $1 $19 {Der Anfang der Gewinnoperation. Hier nahm ich die angebotene Gelegenheit war, einmal mit meinem Zug auszusetzen. Am Ende ist die Dame staerker als Turm und Laeufer bei offenem weissen Koenig.} (34... hxg3 $6 35. Rc2 $11 )35. Kxh3 Qxf3 36. Re1 (36. f5+ Kc8 37. fxe6 Qf5+ 38. Kg2 Qxe6 $19 )Qh5+ 37. Kg2 Qd5+ 38. Kh3 Qxa2 39. f5+ Kc8 40. f6 Qd5 { Soweit man nichts Konkretes sieht, ist Zentralisieren immer gut.} (40... Qd2 41. Kg4 $19 )41. Rf1 (41. Ra1 a6 $19 )b5 42. cxb6 axb6 43. Be5 (43. Bf4 Qf5+ 44. Kg2 Qxf6 $19 )Qe4 (43... c5 44. Kg3 Qe4 45. Kf2 $19 )44. Rg1 Qxe3+ 45. Rg3 Qh6+ 46. Kg2 c5 47. dxc5 bxc5 48. Rc3 Qd2+ 49. Kg3 (49. Kf3 Qd5+ 50. Kf4 $19 )Qg5+ {Nach der Partie sagte Leonid, dass er im Moment nicht wisse, was er falsch gemacht hat. Es muesse wohl im positionellen liegen. Ich erwiderte, dass nach c5 sein Angriff zu langsam war. Die Antwort Lh2 + kam fuer ihn wohl unerwartet. Als es in seiner Verteidigung enger wurde, unterliefen ihm einige Fehler, die die Partie entschieden.} 0-1 [Event "BMM 2006/07"] [White "Hans Weitmeier"] [Black "Andreas Mai"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date ""] [PlyCount "56"] 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. Nf3 O-O 5. e4 d6 6. Be2 Nc6 7. O-O e5 8. d5 Ne7 9. h3 {letzter Buchzug} Nh5 10. Be3 Nf4 11. Qd2 ({0.12 Fritz7:} 11. Bxf4 {} )Nxe2+ 12. Nxe2 f5 13. exf5 gxf5 14. Bh6 f4 { Stellungsvorteil am Koenigsfluegel fuer Schwarz} 15. Bxg7 Kxg7 16. Nc3 Bf5 17. Rfe1 Ng6 18. Rac1 Kh8 19. Kh1 Qd7 20. Ng1 Rg8 21. f3 ({-1.94 Fritz7:} 21. Nce2 Be4 22. Kh2 Bxg2 23. Kxg2 Nh4+ 24. Kh1 Qg7 25. Nxf4 Raf8 26. Rc3 exf4 27. f3 Re8 {} )Nh4 22. Re2 Rg6 23. Rf1 ({-2.84 Fritz7:} 23. c5 Rag8 24. cxd6 cxd6 25. g4 fxg3 26. f4 Re8 27. Qe3 Bxh3 28. fxe5 Rxe5 29. Qd4 Nf5 { } )Rag8 24. Rff2 ({-5.16 Fritz7:} 24. Ne4 Nxg2 25. Nf6 Ne3 26. Qxe3 Rxf6 27. Qb3 Rfg6 28. Rc1 Bxh3 29. Nxh3 Qxh3+ 30. Rh2 Qg3 {} )Bxh3 25. Nxh3 {Matt oder Stellungs -und Figurenvorteil?} ({-#5 Fritz7:} 25. b4 Bf5 26. Qc1 Rh6 27. g3 Nxf3+ 28. Rh2 Rxh2+ 29. Rxh2 Nxh2 30. Kxh2 Qg7 31. Nce2 fxg3+ 32. Kg2 {} )Qxh3+ 26. gxh3 Rg1+ 27. Kh2 R8g2+ 28. Rxg2 Nxf3# {Ein Laeufer -Dame -Turmopfer mit Matt} 0-1 [Event "BMM LL"] [White "Dr. Karl Georg Hauesler"] [Black "Uwe Keil"] [Site ""] [Round ""] [Annotator ""] [Result "0-1"] [Date "2006.12.17"] [PlyCount "92"] {Julklapp in der Landesliga} 1. d4 Nf6 2. c4 c5 3. d5 e6 4. Nc3 exd5 5. cxd5 d6 6. e4 g6 7. Bd3 Bg7 8. Nge2 O-O 9. O-O {Das moderne System im Benoni liegt auf dem Gabentisch und wird von beiden Spielern freudig "ausgepackt".} a6 10. Bg5 h6 11. Bh4 Nbd7 12. f4 Qc7 13. a4 c4 $1 14. Bc2 Re8 $6 {Schade. Hier hatte ich zwar 14...Sg4 gesehen, hielt aber nach 15.Dd2 die weisse Stellung fuer gesund.} 15. Bf2 Nc5 16. Ng3 Bd7 {Beabsichtigt b5, vernachlaessigt aber provozierend das weisse Zentrum.Besser war hier noch immer 16...Sg4!} (16... Ng4 17. Bd4 $2 Nd3 $1 )17. a5 Rac8 $6 {Zeitverlust!. Viel besser war hier immer noch 16...Sg4! Offenbar hatte sich die im 14. Zug angestellte Einschaetzung bei mir irgendwo festgesetzt.} 18. Bd4 Bg4 {Der weisse im Zentrum liegt jetzt in der Weihnachtsluft - also schnell noch umgruppieren.} 19. Qd2 Rcd8 20. h3 Bc8 21. e5 {Nun kann es Weiss nicht mehr erwarten und moechte nachsehen was in seinem Paeckchen steckt...} dxe5 22. Bxe5 Qd7 23. Qd4 Ne6 {Schwarz moechte die Ueberraschung noch etwas hinauszoegern.} 24. Qxc4 Nxd5 25. Ba4 {Genug, meint Weiss - heraus mit dem Geschenk!} Ne3 { Mein komfortables Zeitpolster schmolz hier wie Butter in der Sonne. Vierzig Minuten fuer einen Zug gebe ich sehr ungern, aber ich suchte verzweifelt die Rettungschancen zwischen 25...b5 und dem gespielten Zug abzuwaegen. Ich erwartete nun sorgenvoll den Damentausch und ein unerfreuliches Endspiel.} 26. Qe4 $6 {Eine grosse Ueberraschung fuer mich! Nach der Partie meinte Dr. Hauesler, das er im Endspiel noch gewisse Ausgleichschancen fuer Schwarz befuerchtet hatte und deshalb die Sache vorher klaeren wollte. Was nun? Abwickeln in ein vermutlich chancenloses Endspiel nach 26...Sf1: oder alles auf eine (letzte) Karte setzen?} Qd2 $5 { Droht scheinbar wenig, da sofort die Dame "kaltgestellt" wird ...} 27. Rf2 { aber ...} f5 $1 {Diesen Zug hatte Weiss nicht auf seinen Wunschzettel und versank wieder in tiefes Nachdenken. Ich freute mich leise, nun wieder etwas "mitfudeln" zu koennen.} 28. Qb1 {Auf 28.Df3 hatte ich 28..Sd4 geplant mit Figurenspiel als Kompensation fuer die Qualitaet.} (28. Qf3 Nd4 29. Bxd4 Qxd4 30. Bxe8 Rxe8 )Bxe5 { Hier sieht auch 28...b5 interessant aus und ist vielleicht noch nachhaltiger.} (28... b5 29. axb6 Bxe5 30. Rxd2 Rxd2 31. Kh1 Bb7 )29. Rxd2 Rxd2 30. Bxe8 { Wieder greift Weiss nach dem groessten Paeckchen. Die Vorfreude noch etwas mit 30.fe: hinauszuzoegern haette vielleicht nur Remis gebracht:} (30. fxe5 b5 31. axb6 Bb7 32. Bxe8 Rxg2+ 33. Kh1 Rxg3+ 34. Kh2 Rg2+ )Nxf4 $1 31. Qa2+ $2 { Weiss uebersieht nun durch den Wegzug des Springers die moegliche schwarze Antwort. Beide Spieler hatten nur noch weniger als 5 Minuten unddieStellungist trotz erdrueckenden weissen Materialvorteils alles andere als einfach. So bleibt auch nach 31. De1(!) das Remis fuer Schwarz in Reichweite!} (31. Qe1 Nxh3+ 32. gxh3 Rg2+ 33. Kh1 Rxg3 34. Rd1 (34. Ne2 Rxh3+ 35. Kg1 Rh2 36. Ra3 Rg2+ )Rxh3+ 35. Kg1 Bh2+ 36. Kf2 Bg3+ )Be6 {Der Gabentisch ist gekippt und Weiss versucht noch schnell alle Geschenke zur "Besaenftigung" zurueck zu geben...} 32. Qa4 Rxg2+ 33. Kh1 Nxh3 34. Nce4 Bxg3 35. Nf6+ Kh8 36. Ng4 {Die aufgeregten Mannschaftskameraden sahen hier vermutlich das Matt, aber die Zeit war schon zu knapp zum Nachdenken geworden... 36...} fxg4 (36... Rh2+ 37. Nxh2 Bd5+ 38. Qe4 Bxe4+ 39. Nf3 Bxf3# )37. Qd4+ Kh7 38. Bxg6+ Kxg6 39. Qe4+ Kg7 40. Qxg2 Bd5 41. Qxd5 Nxd5 {Die Zeit war geschafft, die nicht mehr mitgeschriebenen Zuege wurden rekonstruiert und Weiss hatte seinen grossen Materialvorteil, aber nicht seinen Humor eingebuesst!} 42. Kg2 Be5 43. Rb1 Nhf4+ 44. Kf1 g3 45. b3 Ne3+ 46. Ke1 Bc3# {Matt - Schoene Bescherung !!} 0-1